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Der mühsame Sommer

Viele Menschen mögen ihn, mein Freund ist er nicht so, der Sommer. Zumindest seit ich vorwiegend am Computer arbeite. Da nervt die Wärme nur. Ich wohne zwar in einer Altbauwohnung mit sehr dicken Bruchsteinmauern. Die halten lange die Wärme ab, aber wehe sie sind warm, dann kriegt man die Wärme nicht mehr aus der Hütte. Dazu kommen Computer die heizen.

Gestern war ich seit längerem wieder mal mit dem Zug unterwegs. Die Schweiz hat ja jetzt in den öffentlichen Verkehrsmitteln auch Maskenpflicht. Ich mag Schutzmasken gar nicht. Man bekommt weniger Luft und dadurch auch weniger Sauerstoff. Da meine Gangart sehr Kräftezehrend ist, brauch ich den aber. Auf der Kurzstrecke finde ich das mühsam. Auf der Langstrecke finde ich es einigermassen erträglich, denn da sitzt man ja vorwiegend… aber schön ist es nicht.

Am Samstag hatten wir ein grösseres Familientreffen, mit Cousinen und Cousins. Auch wenn einige nicht kommen konnten, waren wir doch eine schöne Gruppe. Meine Verwandtschaft ist auf beiden Seiten relativ gross, wobei diesmal die Bircher Seite dran war. Und für alle die immer wieder Fragen: Nein, ich bin nicht verwandt mit dem Bircher Müsli Erfinder 😉

Ich sehe meine Verwandtschaft eher wenig, und es sind jedes mal eine menge neue Gesichter dabei. Da entstanden auch ein paar spannende Gespräche. Und natürlich geht es dann schnell in Richtung Business Talk. Daran hab ich mich schon gewöhnt. Ich glaube das ist so eine Krankheit von Menschen in führenden Positionen. Bei denen ist die Arbeit einfach immer dabei.

Das Arbeiten macht nach dem Sommer bestimmt wieder mehr Spass. Jetzt gibts halt ein paar mühsame Wochen

Vefko: Die Unterschiede zwischen den Anfängen und jetzt

Vielerseits wurde gewünscht, dass ich wieder mal einen Blog über die Vefko mache. Ja, ich komme in letzter Zeit gar nicht so viel zum Bloggen wie ich das gerne hätte. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich momentan gut beschäftigt bin. Schuld daran ist ganz klar die Vefko.

Wenn man so mitten in der Arbeit steckt, bekommt man nicht selten den Eindruck, man komme nicht vom Fleck. Das Vereins Tool, dass wir anfangs zu programmieren begannen, ist immer noch nicht fertig. Viel zu lange ist das jetzt schon in der Mache. Wir haben eine Menge Lehrgeld bezahlt, aber dazu vielleicht in einem anderen Blog.

Es ist halt auch so, dass Vefko mittlerweile weit mehr als ein Programmierprojekt ist. Wir werden mehr und mehr zu einem Inklusionsprojekt der anderen Art. Aktuell gleisen wir gerade ein Pilotprojekt auf, das für uns, aber auch für andere vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Dieses Projekt wurde von Fachpersonen sogar schon als Zukunftsweisend bezeichnet. Hoffen wir mal, die Erwartungen können erfüllt werden.

Leider kann ich Euch dazu noch nicht viel erzählen, denn solange das im Aufbau ist, können wir das natürlich noch nicht öffentlich machen. Nur soviel. Es sind vier Organisationen daran beteiligt. Darunter auch Organisationen die den Ruf haben „nicht so einfach zu sein.“

Wenn ich eines in den letzten vier Monaten gelernt habe, dann dass man die eigene Meinung immer mal wieder in Frage stellen muss. Wir mussten in den letzten Monaten ganz schön über unsere eigenen Schatten springen, alte schlechte Erfahrungen über Bord werfen. Manchmal muss man bestimmte Dinge unvoreingenommen neu beurteilen.

Am Anfang wären solche Zusammenarbeiten undenkbar gewesen. Wenn man von dem Projekt erzählte hiess es mit einem Lächeln: „Spannend, halte mich auf dem Laufenden.“ Zwischen den Zeilen schwappten aber einem schon die ganzen Zweifel entgegen. Die Zweifler gibt es immer noch, doch immer mehr glauben an uns.

Die Programmierung war in letzter Zeit nicht so aktiv, da Marc aktuell ausgefallen ist. I Zwischenzeit habe ich auch mal wieder etwas programmiert. Das machte richtig Spass, denn so oft komm ich da leider nicht mehr dazu. Doch Marc ist schon wieder auf dem Weg zurück, und wenn er wieder da ist, kümmere ich mich wieder um das Ganze drum rum, und überlasse ihm grossteils die Programmierung.

So, nun habt ihr mal wieder ein ausführliches Update, Ich wünsche Euch einen schönen Tag, und hoffe, dass ich in Zukunft mindestens wieder ein mal die Woche zum Bloggen komme.

Die Woche beginnt auch bei mir am Montag Morgen

Montag Morgen um 06:30 Uhr. Einige sind unterwegs zur Arbeit. Es ist noch Ferienzeit im Sommer. Ich mache mal die Fenster auf, und ziehe die Bude durch. Zum Glück ist es zumindest am Morgen nicht mehr so warm. Da kann man mal durchlüften, und hat anschliessend halbwegs erträgliche Temperaturen zum arbeiten.

Obschon, Hitzetechnisch habe ich die perfekte Wohnung. Im Untergeschoss, so halb im Keller in einem Altbau mit fast 1 Meter dicken Mauern. Da bleibt es lange Zeit kühl. Aber bei einem Sommer wie dieser werden irgendwann die Mauern auch warm, und dann kriegt man die Wärme eine Weile gar nicht mehr raus. Das schlimmste ist aber glaub überstanden. Es geht doch mit grossen Schritten Richtung Herbst, und das merkt man vor allem an den kälteren Temperaturen in der Nacht.

Aber darum soll es in dem Blog doch gar nicht gehen. Viele glauben nämlich, das Home Office komplett die Tagesstruktur zerstört. Ja, ich gebe ja zu, ich wäre jetzt kein Fan von Montag bis Freitag acht Stunden arbeiten. Viele stellen sich Home Office zu gemütlich vor. So auf dem Sofa sitzen und Fernsehen, und nebenbei etwas arbeiten.

Nein Leute, Home Office ist nicht dazu da, damit man sich den kontrollierenden Blicken anderer Entziehen kann, und sich ein gemütlicher Tag auf kosten des Arbeitgebers nimmt. Das würde relativ schnell auffallen, wenn man zwar Stunden hat, aber die Arbeit nicht erledigt ist. Ich sitze auch meistens in meinem Büro, einfach zu Hause statt in einem Geschäftsgebäude.

Nun ja, ich könnte tatsächlich arbeiten wann ich wollte. In der Theorie funktioniert das sogar, in der Realität ist das etwas anders. Sobald man nicht alleine im Projekt ist, muss man sich oft mit der anderen Seite austauschen. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide zur selben Zeit online sind. Aus diesem Grund einigten wir uns, dass wir vorwiegend unter der Woche arbeiten, und wenn möglich auch während den normalen Büroöffnungszeiten etwas Präsenz zeigen.

Natürlich habe ich mehr Freiheiten. Ich kann schon um 16:00 auf den Zug, um ins Training zu gehen, und dann die Zugfahrt noch für Arbeitszeit nutzen. Oder ich kann auch mal einen Tag an einem Wochenende vorarbeiten, wenn ich unter der Woche ein Tag weg bin. Aber Generell startet auch bei mir die Woche am Montag Morgen und endet am Freitag Abend wie bei allen anderen auch.