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Warum Home Office für einige Behinderte die Zukunft ist.

Dienstag Abend um 17:30. Wir hatten gerade eine Sitzung in Chur, Andri und ich machen sich auf den Heimweg. Wir sind in einem vollgestopften Pendelzug von Chur nach Landquart. Zum Glück geht diese Strecke nicht mal 10 Minuten. Mir wird wieder mal vor Augen geführt, wie es Pendler haben.

Pendeln ist schon für Nichtbehinderte keine schöne Sache, doch für Behinderte kann das echt der Horror sein. Ich musste zum Glück nur einmal in meinem Leben pendeln. Damals von Hünenberg (ZG) nach Zürich während einer IV Abklärung.

Home Office
Mein Home Office

Mein Alltag heute ist da viel entspannter. Erst mal in den 80m entfernte Dorfladen gehen, und mir was zum Frühstück holen. Dann gemütlich in das online Büro einloggen, und mit der Arbeit beginnen. Dabei bin ich auch gar nicht an den Tag gebunden. Ich kann auch in der Nacht oder am Wochenende arbeiten.

Ich würde eine fünf Tage Woche nicht durchstehen. Dennoch habe ich für die Vefko auch schon 52h die Woche gearbeitet. Bei mir wäre es so, dass ein schöner Teil meiner Energie schon beim Pendeln verloren gehen würde. Diese hätte ich beim arbeiten nicht mehr zur Verfügung. Das wäre komplett ineffizient.

Integration durch Arbeit

In unserer Gesellschaft hat arbeiten einen grossen Stellenwert. Eine der ersten Fragen wenn man jemand kennen lernt ist: „Was machst du beruflich?“ Es ist recht unangenehm, diese Frage nicht beantworten zu können. Daher versuchen auch de Behinderten, diese Lücke mit irgendetwas zu schliessen. Auch wenn es ein Arbeitsplatz im geschützten Bereich ist, Hauptsache man kann dem anderen sagen, dass man nicht nur faul rumsitzt.

Es gab schon Leute die stellten das Vefko Konzept in frage. Vereinsamt man nicht, wenn man nur noch von zu Hause aus arbeitet? Die Frage ist nicht ganz unberechtigt, denn es kann tatsächlich passieren. Aber mal Hand aufs Herz, wie viele Arbeitskollegen sind auch private Kollegen? Vermutlich eher weniger. Klar trifft man sich hin und wieder mal mit seinen Arbeitskollegen zu einem Essen. Aber der private Filmabend geniesst man dann schon eher mit anderen Leuten oder nicht?

Die Integration durch Arbeit hat also weniger einen sozialen Aspekt, es geht eher um die Anerkennung von aussen, dass man auch etwas zur Gesellschaft beiträgt. Und da spielt es nun wirklich keine Rolle, ob man täglich zum Büro pilgert, oder ob man von zu Hause aus arbeitet.

Mit Home Office die Energie besser einteilen

Als ich damals in der IV Abklärung war, musste ich mich jedes mal aufraffen, um ins Training zu gehen. Ich war damals aber erst 19 Jahre alt, und körperlich, mal abgesehen von der Behinderung topfit. Heute würde es mir nach so einem Arbeitstag vermutlich wie vielen anderen Behinderten gehen. Nach dem ich zu Hause bin, wäre ich erst mal fertig mit mir und der Welt und hätte überhaupt keine Kraft mehr für Freizeitaktivitäten.

Heute sieht es bei mir anders aus. Gerade wenn ich viel gearbeitet habe, verspüre ich den Wunsch nach einer alternativen Aktivität. Sei es das Dorffest, das Training oder auch nur einen gemütlichen Schwatz mit den Nachbaren. Und genau das sind Kernbausteine für eine richtige integration in der Gesellschaft.

Für einige Behinderte dürfte Home Office erst die Chance bieten, den Beruf und die Freizeit unter einen Hut zu bringen, daher sehe ich darin eine grosse Zukunft.

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Die ersten Stunden Vefko nach der Pause

Ja, seit vorgestern bin ich wieder am arbeiten und ich habe Euch eine kleine Photostory gemacht.

Erst mal schauen was Marc in der Zwischenzeit so gemacht hat. Im ganzen Monat April war allerdings still

Dann mal schauen wie es den Server so geht. Da glauben wohl ein paar Spambots wir hätten ein WordPress installiert. Nein, das haben wir nicht, sorry. Die Spamer laufen auf.

Die erste Aufgabe, den lokalen Webserver updaten.

Ist nicht gerade hell dieses Foto, aber links sieht man, dass ich temporär noch ausgebaut habe. Ich will mein IMac auf den möglichst neusten Stand bringen um ihn als build Bystem für IOS einzusetzen.

Das Ding ist zwar erst seit vier Jahren nicht mehr mein Hauptrechner, dennoch ist mir die Bedienung schon ziemlich fremd. Wie konnte man nur mit so einer langsamen Maus arbeiten, frage ich mich. Wie schnell man sich doch an andere Gegebenheiten gewöhnt.

Und was man auf so einem alten Ding noch alles findet. Als erstes habe ich gleich noch ein paar alte Dateien gesichert. Das updaten an und für sich stellt allerdings eine grössere Herausforderung dar. Der Mac ist so hoffnungslos veraltet, dass Apple ihrerseits den App Store auf dem Rechner gesperrt haben. Ich komme also nicht an die entsprechende Iso ran. Auch wenn ich dieses Problem dann überbrückt habe, wird es noch einige weitere Probleme zu umschiffen geben. Aber über das Update des Macs werde ich einen separaten Artikel schreiben.

Arbeit für die Vefko

Da ihr Foto Stories so mögt, habe ich wieder eine für Euch gemacht. Und zwar was dieses Wochenende so bei Vefko gelaufen ist.

Als erstes habe ich mal ein kleines Script geschrieben, dass die Services auf meinem Ubuntu on Windows automatisch startet. So dass ich sie einfach an und ausschalten kann. Hier das Script in Betrieb

Bild des Scripts auf der Kommandozeile

Dann ging es ins Anstrengende Wochenende. Was Marc’s Arbeit wahr, seht ihr da unten. Sieht optisch nicht nach viel aus, war aber einiges an Arbeit im Hintergrund. Ab der nächsten Version des Admin Tools werden wir automatisch gewarnt, bevor wir ausgeloggt werden. Genau genommen werden wir sogar zwei mal gewarnt. Dann kann sich auch niemand beschweren. 😉

Warnungen im Admin Tool bevor man ausgeloggt wird.

Ok, es war jetzt nicht ganz das Einzige was Marc am Wochenende gemacht hat. Wenn ihr mehr wissen wollt, müsst ihr schon den Blog von Marc besuchen.

Ich selbst setzte mich am Montag hinter das Release Konzept. Ist schön geworden, findet ihr nicht?

Screanshot vom Release Konzept

Heute machte ich dann noch Performance Test für das Vefko Tool. Diese Sind zwar nicht sehr genau, da händisch durchgeführt, aber besser als nichts. Der Folgende Screenshot zeigt das Vefko Tool auf meinem lokalen Testserver und links die Prozessor Auslastung. Mit vier bis fünf Anfragen pro Sekunde kam ich auf ungefähr 30% Auslastung auf einem i7 dual Core Notebook Prozessor.

Performance Test 1

Dies ist eigentlich nicht eine sonderlich gute Leistung. Doch sie täuscht. Denn so bald ich auf die Prozessansicht wechselte, sah ich, dass der grösste Teil der Ressourcen mein Browser (in dem Fall Edge) schluckte. Die beiden Server Prozesse. Apache2 und mysqld kamen gerade mal zusammen auf 2%. Das wiederum ist sehr gut, und die Performance Tests sind somit erfolgreich bestanden.

Performance Test 2

So, das wars wieder mal mit einer Foto Story. Ich hoffe es hat Euch gefallen, und bis zum nächsten mal.

Vefko sucht noch Kreative

Programmierer haben wir, doch für Design und Graphik suchen wir noch Kreative Leute.

Anforderungsprofil

  • Motivation und Freude an der Arbeit
  • Aktives mitdenken.
  • Anwender der entsprechenden Graphik Software. Adobe CC, Corel, oder die Open Source Alternativen. (GIMP, Inkscape, Scribus)
  • Selbständiges Arbeiten.
  • Behindert oder sonst irgend eine Macke (ja, das meinen wir ernst)

Das bieten wir!

  • Keine garantierte Entlöhnung
  • Home Office. Komplett von zu Hause aus arbeiten.
  • Vorerst keine feste Stundenbindung (jeder arbeitet so viel er möchte und kann)
  • Etwas verrücktes aber total cooles Team
  • Möglichkeit der Beteiligung bei etwas Neuem
  • Und vielleicht wächst daraus ja doch ein bezahlter Job!

Du fühlst dich spontan angesprochen? dan schreibe JETZT gleich eine Mail an raphael(at)vefko.ch (bevor dich die ersten Zweifel beschleichen). Du brauchst erst mal keine Bewerbung zu schicken, sondern nur ein Hinweis, dass du Interesse hast.

Wer ist die Vefko: Die Vefko ist eine kleine Gruppe von Leuten, die es aufgrund irgendwelcher Beeinträchtigungen bis jetzt nicht geschafft haben, in unserem Wirtschaftssystem Fuss zu fassen. Wir sind der Meinung dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann und daher haben wir uns zusammengeschlossen. Eine art Selbsthilfegruppe der „vermeintlichen Verlierer“


Blog 14 – Vefko als Sprungbrett?

Gestern war wieder ein Tag an dem viel gelaufen ist. Am Abend war ich im Training, aber auch schon vorher machten wir einiges. Und wenn ich wir sage, meine ich wieder mal Marc und ich.

Bis jetzt drehte sich die Arbeit bei Vefko vorwiegend um technische Angelegenheiten.  Es ging dabei ausschliesslich um die Dienstleistungen die wir anderen Vereinen anbieten wollen. Doch das war nicht der einzige Grund, Vefko ins Leben zu rufen. Eine Sache die mich seit Jahren stört, ist das brachliegende Potential vieler Behinderter. Vor allem CP’s arbeiten ganz oft weit unter ihrem Niveau.

Vefko will Leuten eine Chance geben, ihr potential auszuschöpfen. Die Zeit zu wachsen, um fit zu werden für den ersten Arbeitsmarkt. Bis jetzt waren wir noch viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt, um uns darüber gross Gedanken zu machen.

Ich glaube, Marc und ich, beide machten sich jede Menge Gedanken darüber. Aber wir müssen noch mal miteinander reden, um die Gedanken abzugleichen. Ich habe zum Beispiel die Idee, dass Leute, während sie für uns arbeiten, begleitend eine Ausbildung machen können. Und ab und zu an Firmen ausgeliehen werden, um mehr Praxiserfahrung zu sammeln. Daher könnte auch Geld generiert werden, womit man die Ausbildung finanzieren kann.

Durch das Ausmieten ergeben sich auch Kontakte zu Firmen. Was gibt es besseres, als jemanden einzustellen er bereits für einem gearbeitet hat? Sowas in der Richtung stelle ich mir vor.

Doch dafür müssen erst mal die Kontakte hergestellt werden. Ich habe International durch die Open Source Projekte sehr gute Kontakte, doch lokal wird es dünn. Und genau daran arbeite ich gerade, die lokalen Kontakte aufzubauen. Das ist viel Arbeit, aber es lohnt sich.

Der Weg ist noch weit, doch wir werden ihn gehen, Tag für Tag, Schritt für Schritt, bis wir es geschafft haben.