Aufbau eines IT Creative Space in Landquart

Seit einigen Jahren begleitet mich nun schon diese Idee, der Aufbau eines Raumes für ITler in Landquart. Ich denke da so an einem Mischung aus Hackerspace und Co Working Space. Hacker ist hier im traditionellen Sinne gemeint. Die Hackerethik gibt Aufschluss darüber. Gemeint ist also nicht das Eindringen in fremde Systeme, sondern das programmieren unter einem bestimmten Codex. Hackerspaces (Also Räume für Hacker) gibt es an verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz. Sie sind meist in Vereinen organisiert und haben meist an zwei bis drei Abenden offen. In den Hackerspace steht der Spass im Vordergrund. Denn die Leute machen das in ihrer Freizeit.

Co Working Space ist ein anderes Modell. Es bietet den Leuten einen Büroplatz für ein paar Stunden oder einen Tag an. Es ist gedacht für Geschäftsreisende oder auch Leute die Home Office machen können. Aber vielleicht lieber von einem externen Ort aus arbeiten, weil zum Beispiel die Kids zu Hause sind. Wenn die Firma weit weg ist, kann ein naheliegender Co-Working Space eine gute Alternative sein.

In Landquart und Umgebung wird es sowohl für ein Hacker Space als auch für ein Co Working Space zu wenig Interesse geben. Bei einem Hacker Space brauchst du genügend Mitglieder, die die Miete tragen. Bei Co Working Spaces brauchst du genügend Leute die ihn benutzen und für die Benutzung zahlen. Doch was ist, wenn man die beiden Sachen kombiniert. Am Tag Business orientiert und am Abend mehr Hobby orientiert. Dann könnte das doch aufgehen, oder nicht?

Hintergrund warum ich das anzettle ist folgendes: Wir von der Vefko haben uns in letzter Zeit des Öfteren Gedanken über eine Büroräumlichkeit gemacht. Wir haben ja Home Office und schätzen das auch sehr. Doch es gibt immer mal wieder Situationen wo man gerne gemeinsam in Real Live zusammensitzen würde. Ohne Büro geht das so schlecht. Nur wenn wir uns jetzt ein Büro mieten würden, wäre das sehr schlecht ausgelastet. Für ab und zu eine Sitzung abzuhalten, oder mal gemeinsam zu arbeiten ist ein eigenes Büro ein overkill.

Ich denke dabei nicht nur an ein Büro sondern auch an gemeinsame Infrastruktur. Wie zum Beispiel ein schneller Drucker und Scanner. Eine Kompilierstation für unterschiedlichste Geräte, die Mitglieder auch remote benutzen können. Eine Teststation mit unterschiedlichsten Systeme (auch ältere) Für Webseitentest oder Software Tests.

Man könnte verschiedene Mitgliedschaften machen. Leute die den ganzen Tag Zugriff zum Raum haben zahlen einen fixen Monatsbeitrag. Leute die nur zu den wöchentlichen abendlichen Computer Treffen kommen, zahlen einen Jahresbeitrag.

Nun kommt es natürlich auf das Interesse drauf an. Wenn 20 Leute den Raum regelmässig nutzen möchten ist das natürlich was anderes als wenn es 5 Leute sind. Aus diesem Grund bitte ich um eine Rückmeldung auf raphael(at)vefko.ch. Schreibt da rein, ob ihr für den abendlichen Computer Club Interesse habt, oder ob ihr am Tag die Räumlichkeiten nutzen möchtet.

Ich freue mich auf das Feedback.

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Stützradkrimi – Der beste Fan oder noch mehr?

Es ging wieder auf eine Unihockey Saison zu, und ich war wieder an vorderster Front mit dabei, wenn es hiess, mein Team anzufeuern. Ich war definitiv der Fan, der dem Team am nächsten war. Die Spiele verbrachte ich nicht mehr auf der Zuschauerbank sondern unten an der Bande. Nicht dort wo die Spieler waren, denn das wäre ein Reglementverstoss gewesen, dort dürfen nämlich nur die offiziellen Betreuer hin. Meistens Stand ich hinter der Ecke hinter dem Tor. Neben dem dass ich immer wieder kräftig anfeuerte, war ich aber meist auch am Banden richten. Im Unihockey verschieben sich Banden in harten Zweikämpfen oder sie fallen gar auseinander. Jemand muss dann ganz schnell das Problem wieder beheben, damit das Spiel nicht unterbrochen werden muss. Manchmal half ich auch bei den Strafen aus, da musste man die Spieler nach abgelaufener Straffe wieder aufs Feld schicken. Ich machte mich halt nützlich wo ich konnte.

Immer öfter tauchte ich auch in den Trainings der ersten Mannschaft auf. Auch da half ich immer wieder. Sei es verschossene Bälle zurück ins Feld zu spielen oder die Bälle einsammeln. Ich war also ein bisschen Balljunge. Im Gegenzug konnte ich den etwa 5 m Breite Streifen neben dem Feld nutzen um Wand ab zu spielen, und so meine Schussfähigkeit zu verbessern. Wenn die Mannschaft mal nur das halbe Spielfeld brauchte (z.B. bei einer Übung), konnte ich sogar auf der anderen Hälfte aufs leere Tor ballern. So lange ich das Training nicht störte war das ok. Und darauf habe ich immer geachtet. Denn ich wollte ja, dass „meine“ Mannschaft gut trainieren konnte. Das schönste war aber sicher, wenn sich mal einer der Spieler Zeit nahm um mit mir ein bisschen zu spielen. Vor allem der eine Schwede forderte mich immer wieder heraus. Da sagte ich natürlich nicht nein, auch wenn der mich meist schwindelig spielte.

Ja, ich war schon ein richtiger Fanboy. Allerdings war es halt nicht die typische Fan Beziehung in der der Spieler den Fan überhaupt nicht kennt. Die Spieler waren sowas wie Freunde für mich aber ich bewunderte sie eben auch. Mir hätte man viel nehmen dürfen, aber nicht mein Einhorn. Für mich war das ein Platz wo ich all meine Probleme draussen lassen konnte. Vor allem war es aber ein Platz wo ich nicht auf meine Behinderung reduziert wurde, und das ist vermutlich das beste was man für einen Behinderten tun kann. Erfordert aber auch von dem Behinderten selbst, dass er sich nicht ständig auf die Behinderung bezieht. Aus der Sicht von damals war ich immer etwas unglücklich, dass ich Einhorn Hünenberg nicht mehr zurückgeben konnte. Doch ich glaube, ich bedeutete den Spieler wesentlich mehr, als mir je bewusst war.

Ich dachte halt, nur weil ich da etwas „Hopp Einhorn“ schreie, bin ich noch lange keine wichtige Person. Natürlich weiss ich bis heute nicht vollends, was ich einzelnen Spielern bedeutet habe, doch spätestens als ich selbst Fans hatte, wusste ich wie krass ich die Wirkung meines Anfeuerns unterschätzte. Auf jeden Fall so viel, dass das Team mal etwas für mich tun wollte (obschon sie das schon dauernd taten, ohne es vielleicht zu merken). Ich hatte unlängst Geburtstag, und es war ein Heimspiel angesagt. Ich war etwas spät dran, das Spiel lief schon fünf Minuten. Ich ging meinen gewohnten Weg, und wurde aber gleich vom Schweden (Er kein Deutsch und ich kein Englisch) abgefangen. Mit Händen und Füssen lotste er mich in die Spieler Garderobe und gab mir ein Original Spielertrikot. Darauf haben alle Spieler unterschrieben. Zurück in der Halle meinte ein Spieler: „Das musst du jetzt aber anziehen. Wir wollten dich eigentlich vor dem Spiel zum besten Fan von Einhorn ehren, aber du warst ja nicht da.“

Ab jetzt hab ich wohl keine Ausreden mehr, ich gehöre zum Team. Denn ausser mir und den Spielern hatte niemand dieses Trikot. Viele Fans würden sich über ein signiertes Trikot freuen, doch für mich hatte das noch eine ganz andere Bedeutung. Mit dem Shirt setzte das Team ein klares Zeichen und sagte: „Du bist einer von uns, und egal was da kommt, wir stehen hinter dir!“ Und wie ernst sie das meinen, erfahrt ihr in der kommenden Folge.

Wochenendprojekt – Kabelsalat bändigen

Kabelsalat stört mich jetzt nicht so. Aber wenn man immer mal wieder was rausnimmt und was hinzufügt, gehen die Kabel derart kreuz und quer, dass man nicht mehr durchblickt. Am Samstag kam mein neuer Router und meine Steckleiste mit Überspannungsschutz an. Das war eine gute Gelegenheit, mal alles auszukabeln, zu putzen und dann wieder frisch zu verkabeln. Und wenn man schon gerade dran ist, kann man auch mal den Lenovo X270 mit dem grossen Akkupack ausstatten. So eines hatte ich nämlich bereits, war aber im X240er verbaut. Schon toll, das Akkus mit anderen Modellen kompatibel sind, auch wenn 3 Jahre dazwischen liegen. Nun habe ich richtig lange Akkulaufzeit auf meinem Notebook. Das Netzteil brauche ich somit nur noch für mehrtägige Reisen.


Ist das mein neuer Arbeitsplatz? Ja, laut neusten Studien soll man im Liegen arbeiten. Das sei ein gutes Nackenmuskeltraining 😉 Nein, natürlich nicht, aber irgendwo hin muss man halt mit dem Zeug, wenn man es ausräumt.

Kabelsalat so weit das Auge reicht… da sieht man mal, was sich so alles unter dem Schreibtisch ansammelt. Den Anblick des Lappens, mit dem ich alles geputzt habe, erspare ich Euch mal lieber 😉

Das ist ein ganz seltener Anblick. So hat es in den bald 17 Jahren in denen ich hier wohne, vielleicht vier mal für ganz kurze Zeit ausgesehen

Wieder etwas Leben. Die Grosse silberne Steckleiste ist die neue mit Überspannungsschutz. Daran hängen auch die beiden anderen Steckleisten. Sprich das gesamte System ist hinter dem Überspannungsschutz. Das Schwarze Ding ist der neue Router, an dem auch meine externe Hard Disk hängt, die nun über das Netzwerk angesprochen werden kann.

Und wieder ready to work.

Das war jetzt mehr eine Photostory als ein Blog, Lasst mir einen Like da, falls es Euch gefallen hat. Danke.

Sport of Hope – Gutes Resultat nach Training

Letzten Freitag ist mir das gelungen, was eigentlich Ziel des Trainings sein sollte. Nach dem Training lief ich sicherer als vor dem Training.

Am Freitag ging nach Zürich ins Training. Eigentlich ein ganz normales Koordinationstraining. Wieder mal den üblichen Versuch, die neuen Muskel anzusteuern ohne das Bewegungsmuster ganz aus der Bahn zu werfen.

Schon beim Hinweg war es nicht schlecht, nicht perfekt aber wesentlich besser als sonst. Im Training versuchte ich dann erst mal, den rechten Kniebeuger rein mit Forced Use anzusprechen. Das klappte nicht. Dann Machte ich Kraftkoordination. Das ist eine Mischung aus Kraft- und Koordinationsübungen. Mir scheint, dass unter Belastung das Neurofeedback oft grösser ist. Deswegen kombiniere ich Koordinationsübungen gerne mal mit Kraftübungen.

Und siehe da, die Ansteuerung funktionierte. Die Koordination war sogar so gut, dass sie für das gewöhnliche Laufen reichte, Toll dieses Gefühl. Der Rückweg ging dann wesentlich besser als sonst. Wenn es so weiter geht, kann ich ja vielleicht bald mit joggen über kurze Distanz anfangen,

Ja, das wollte ich Euch nur schnell mitteilen. Ich bin gerade am Umbau meines Computer Setups und muss jetzt die Ganze Infrastruktur wieder verkabeln. Darüber kommt dann morgen ein Blog.

Mein Office zu hause wird noch weiter ausgebaut

Seit etwas weniger als einem Jahr arbeite ich schrittweise an der Modernisierung meiner IT Infrastruktur. Erst vor knapp einem Jahr habe ich einen neuen Hauptcomputer – ein Lenovo X270 mit 16GB RAM und 512 GB SSD gekauft. Dann legte ich im Herbst 2018 noch eine Docking Station, eine Maus und eine Tastatur zu. Im Januar folgte dann noch ein neuer Bildschirm mit höherer Auflösung. Damit wurde mein über 8 Jahre alte Monitor auch ersetzt, bzw. als Hauptmonitor entfernt.

IT Infrastruktur März 2019

Also, erklären wir das ganze mal von links nach rechts. Ganz rechts aussen haben wir das Lenovo X270 auf der Docking Station. Im Aufgeklappten Zustand fungiert der Notebook Bildschirm als Zweitbildschirm, solange es auf der Docking Station ist. Dann weiter rechts ist mein Hauptmonitor der mit der Docking Station verbunden ist, sowie Maus und Tastatur. Hinter dem Hauptmonitor versteckt sich noch ein alter IMac 2011er Model der allerdings aufgemotzt wurde. Die Specs Intel Core I5 vier Kern 2,4 Ghz. 512GB SSD und 20GB RAM) Der IMac war lange Zeit mein Hauptrechner, ist aber aktuell nicht in Betrieb. Dann weiter rechts der alte Monitor (Ausser Betrieb), könnte als dritt Monitor an der Docking Station angeschlossen werden. Weiter Rechts ist noch das alte Lenovo X240. Das spezielle an dem Gerät, es verfügt über einen Touch Screen. Das Gerät hat über 20’000 Betriebsstunden auf dem Buckel, war viel mit mir unterwegs und hat ein kleiner Tastaturschaden. Ebenfalls ist das Touchpad recht launig. Die X240er Serie hat eher schlechte TouchPad verbaut. Sonst aber voll Funktionsfähig und dient als Notfall Computer. Unter dem Schreibtisch ist noch ein Linux Server. Der ist auch schon mehr als 8 Jahre alt. Er ist mit einem Core i7 Quad ausgestattet und hat 16GB RAM. Allerdings ist es der einzige Computer bei mir der noch Hard Disks hat. Der Linux Server lief lange 24/7. ist heute aber kaum noch in Betrieb.

Mit dem Hauptrechner bin ich aktuell eigentlich ziemlich zu frieden. Der Arbeitsplatz ist zu Hause angenehm, und trotzdem brauche ich nur den Laptop zuzuklappen und ich habe das gesamte Büro mit dabei. Die Nächste Baustelle liegt unter dem Tisch. Das betrifft als erstes mal die Stromverteilung. Erstens habe ich keine freien Steckerplätze mehr, und zweitens ist das Stromnetz überhaupt nicht abgesichert. Erst wollte ich tatsächlich eine USV (Unterbruchsfreie Stromversorgung) holen. Doch das ist für meine Verhältnisse ein Overkill. Die Notebooks laufen bei Stromausfall eh weiter, da Akku und die Stromausfälle in den letzten 15 Jahre kann ich an einer Hand abzählen. Bleibt noch die Überspannung und da wollte ich etwas machen. Immerhin hängen hier ein paar tausend Franken am Netz. Deswegen habe ich mir jetzt eine Steckleiste mit Überspannungsschutz bestellt. Die zweite Baustelle ist das Netzwerk. Das älteste Gerät ist wohl ein 16 Port 100MBit Switch. Der wird nun durch ein Router mit 1Gbit mit WLan und 5 RJ-45 Ports (Netzwerkkabel) ersetzt. Dann hab ich hier endlich wieder ein vernünftiges Home Netzwerk. Dann kann ich rechenintensive Arbeiten wie das rendern eines Videos auch mal auslagern auf ein anderer Rechner.

Einige werden sich jetzt fragen, weshalb ich dann noch einen IMac rumstehen habe, und nicht brauche, oder was mit dem kaum gebrauchten Linux Server passiert. Den IMac statte ich vielleicht mal mit dem neusten Betriebssystem aus, um ihn als Build System (zum Beispiel zum bauen von Apps) einzusetzen. Bei den aktuellen Preisen von Apple lohnt sich ein Neukauf nicht. Zumal die alte Kiste recht gut ausgestattet ist. Der Linux Server wird vermutlich mal durch eine Leistungsstärkere Kiste ersetzt werden.

Sport of Hope – Langsam geht’s bergauf

Was macht eigentlich mein Training, werden sich einige fragen. Kurz gesagt, es geht langsam Bergauf. Das Laufen im Alltag geht besser, und hingefallen bin ich jetzt länger nicht mehr. Doch manchmal drückt die Fehlkoordination noch durch. Mein Individualtrainer hatte schon recht damit, dass es da eine grosse psychologische Komponente gibt. Insbesondere im Winter als es eisig war, fehlte mir schlicht das Vertrauen in meinen Körper. Das bin ich jetzt wieder am Aufbauen.

Doch nur weil es im Alltag besser läuft, heisst es noch nicht, dass ich meinem Ziel näher komme. Falle ich nicht einfach wieder in die alte Gangart zurück?. Ich denke nicht. Denn es fühlt sich immer noch sehr ungewohnt an. Die Lösungsimpulse des Rechten Kniebeugers der spastisch ist, werden schneller. Immer wieder fühle ich auch Einsatzversuche dieses Muskels. Meistens ist allerdings der Anspannungsimpuls zu langsam um eine sinnvolle Wirkung zu erzielen. Die ganze Sache ist für mich also noch nicht Nutzbringend, aber die Bemühungen sind da.

Gesprintet bin ich noch gar nicht. Ich denke, dieser Bewegungsablauf ist noch zu anspruchsvoll. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Auch hier spielt wieder die psychologische Komponente mit. Frei nach dem Motto „Wenn es doch schon mit langsamen Bewegungen nicht klappt, wie soll es dann mit schnellen klappen?“ Irgendwie ist da der Sturz bereits vorprogrammiert. Stürzen ist ja nicht schlimm, ich kann mich auffangen. Aber wenn es mehrfach passiert, nervt es dann eben schon. Denn ein paar Spuren hinterlassen dann mehrere Stürze im Sprint auch bei mir 😉

Es ist das erste mal, dass ich nicht mehr 100% meinen Bewegungsabläufen traue. Über zwanzig Jahre konnte ich mich 100 Prozent auf meinen Körper verlassen. Das Lustige an der Sache. mich stört das Misstrauen nicht, denn ich fühle Veränderungen, auch wenn die offenbar noch nicht sichtbar sind. Es geht aktuell wieder bergauf. Die Saison hat noch nicht mal begonnen, und diese Saison wird lang, Denn die wichtigen Wettkämpfe sind alle relativ spät. So bleibt auch mir viel Zeit um erst mal wieder sprintfähig zu werden, mich dann an die Bestzeit der letzten Saison heranzutasten, und dann die PB in Angriff zu nehmen.

Stützradkrimi – Enttäuschung in der Schule

In der neuen Schule ging es erst mal wieder aufwärts. Die kleineren Klassen taten mir gut. Ich war konzentrierter beim Unterricht, und so stiegen auch meine Noten erst mal wieder an. Ich hatte allerdings eine grosse Schwäche, und das war die Rechtschreibung. Egal wie viel Mühe ich mir gab, ich kapierte das nicht. Aufsätze hatte ich von der Idee und vom Stil her immer gute, aber sie kamen feuerrot wieder zurück. Mein ursprüngliches Ziel war es in die Kantonsschule (Gymnasium) zu wechseln. Der Übertritt fand von der sechsten zur siebten Klasse statt. Mir wurde relativ schnell klar, dass die Kantonsschule eine Utopie war. Ausser der Kantonsschule gab es noch zwei weitere reguläre Stufen, die ich auch an der Sonderschule machen konnte. Sekundar als zweithöchste Stufe, und Real als dritthöchste Stufe. Speziell an meiner Schule damals war die sogenannte integrierte Oberstufe. Alle waren in einer Klasse, nur für die Hauptfächer wurde die Klasse geteilt. In Niveau A (Sek) und Niveau B (Real)

In Mathe war ich gut, und so war mein Ziel, zumindest da ins Niveau A zu kommen. Das hätte mir auch für die Berufswal andere Möglichkeiten eröffnet. Die damals neu geschaffene Lehre zum Informatiker zum Beispiel erforderte in Mathe einen Sek Abschluss. In Mathe gab ich mir in der Sechsten Klasse noch mal richtig Mühe. Den erforderten Notenschnitt erreichte ich auch. Man hat mich trotzdem in Niveau B eingeteilt. Begründet wurde dies, weil ich gesamthaft gesehen eher ein guter Realschüler bin. Man sagte mir, ich könne Wechseln, wenn ich im Niveau B gute Leistungen bringe und die Noten stimmen.

Im Neveau B war ich in der Mathe eigentlich vollkommen fehl am Platz. Ich war von Anfang an hoffnungslos unterfordert. Während die Andern mühsam versuchten sich den Stoff in die Birne zu quetschen, lernte ich meist alles schon in der ersten Unterrichtsstunde. Es ging nicht lange, und da kam der Lehrer mit einem speziellen Buch für mich angelaufen. „Hier, das ist das Geometrie Buch der Kantonsschule.“ Immer wenn ich alles durchgeackert hatte, durfte ich zum Dessert noch eine Knacknuss aus dem Kanti Buch machen.

Schnell bürgerte es sich ein, dass ich bei den Prüfungen immer eine 6 (höchste Note in der Schweiz) erhielt. Und der Lehrer schenkte mir da nichts. Ich setzte mir zum Ziel im Notenschnitt einen Sechser zu haben. Der Lehrer wusste das, und spannte mich bei jeder Prüfungsrückgabe auf die Folter. Mit ernstem Blick meinte er dann jeweils. „Und Raphael… hmm. diesmal… diesmal reichte es leider… nur… für eine Sechs“ Während die anderen schon mit einem Fünfer glücklich waren, war für mich alles scheisse was nicht ein Sechser war.

Eigentlich rechnete ich damit, dass ich schon im ersten Semester hochgestuft werde. Doch man vertröstete mich auf das Neue Schuljahr. „Niveauwechsel sind nur Ende des Schuljahres möglich“, teilte man mir mit. Ende Jahr hatte ich eine glatte 6 im Zeugnis in der Geometrie und In Mathe hatte ich eine Prüfung eine 5,5 also reichte es leider nicht ganz für die Sechs. Aber die Noten sprachen Klartext.

Die Enttäuschung war gross, als ich auf das nächste Jahr nicht in das Niveau A befördert wurde. Als Grund nannten die Lehrer die fehlenden Hausaufgaben in anderen Fächern. „Ich soll mich erst mal in anderen Fächern bemühen, dann könne man darüber diskutieren.“ Klar war ich kein Einfacher Schüler, aber die Idee dass ich mir anderswo mehr Mühe geben würde, wenn ich in der Mathe erst mal nicht für meine Leistungen belohnt werde, ist gründlich in die Hose gegangen. Nach dem man mich zwei mal vertröstet hatte, und ich mich wirklich bewiesen habe, verlor ich das Vertrauen in die Versprechungen. Folgedessen gab ich mir im Neuen Schuljahr auch in Mathe nicht mehr so Mühe. „Es bringt ja doch nichts.“ dachte ich mir.

Die Sonderschulen liefen nach dem Prinzip, als Behinderter musst du erst mal Routinetätigkeiten sauber und schnell machen. Denn vermutlich werden die meisten Schüler später… wenn sie denn einen Job haben. eine einfache Routinetätigkeit nachgehen . Talente fördern kam erst an zweiter Stelle.

Raphael unterwegs – Der Anfang

Wenn dir etwas an dieser Welt nicht gefällt, dann versuch es zu ändern, oder beschwere dich nicht darüber. Das ist eine Weisheit, die ich sehr früh gelernt hatte, und an die ich mich normalerweise auch halte. Doch was, wenn das was einem stört, weit weg von seinem eigenen Aufgabenbereich ist?

Seit langem liebe ich die Beiträge „Steve Hartman – On the Road“, ein wöchentlicher Beitrag zu den Abend News des Amerikanischen Fernsehsenders CBS. Für ein mal bringen sie dort nämlich das, was uns in den Nachrichten sonst vorenthalten wird, nämlich das was gut läuft in dieser Welt! Ich störe mich seit langem daran, dass es sowas in der Art nicht hier in der Schweiz gibt. Lange hoffte ich, dass das irgendwer übernehmen wird. Aber hinter guten Geschichten sieht wohl niemand genug Potential

Die Idee sowas zu machen hatte ich schon lange. Ursprünglich wollte ich mit dem Fahrrad durch die Schweiz touren, und dabei schöne Geschichten sammeln. Eine schöne Vorstellung, wofür ich aber momentan einfach nicht fit genug bin. Aber schöne Geschichten sammeln kann man ja trotzdem oder findet ihr nicht?

Die Geschichten werden bei mir nicht regelmässig kommen, aber ich werde mir Mühe geben, hin und wieder eine Geschichte zu finden. Ich habe natürlich schon mal ein paar Ideen. Dennoch bin ich auf „Hinweise aus der Bevölkerung“ angewiesen. Habt ihr Geschichten, wo Leute sich für jemanden stark machten. Leute die durch einen Schicksalsschlag erst zu ihrer Berufung gefunden haben. Habt ihr eine Geschichte, die den Glauben an das Gute dieser Welt stärkt, dann schreibt mir bitte.

Ich bin kein Journalist, und will es auch nicht werden. Aber ich will mich auch nicht ständig darüber ärgern, dass es sowas nicht gibt. Und wer weiss, vielleicht werde ich doch noch mal fit genug um eine Tour mit dem Velo zu machen, und da ein paar Geschichten aufzusammeln. Den Anfang mache ich jetzt mal ohne Velo.

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Linux Subsystem auf Windows als Webserver missbrauchen

Nicht Techniker brauchen diesen Blog nicht zu lesen.

Wer beruflich mit Linux Webserver zu tun hat und aber zum Entwickeln lieber Windows als Plattform verwendet, kennt das Problem. Man möchte die Website gerne lokal bearbeiten und testen, doch was verwende ich dafür? Eine Möglichkeit ist XAMPP, das ich in einem Blog auch schon vorstellte. Das Problem: Die Programme Apache, MySQL und PHP sind nicht komplett identisch auf allen Plattformen. In details kann es zu Abweichungen kommen. Wenn also eine Web Applikation auf XAMPP läuft, ist man nie ganz sicher ob sie dann auch auf dem Webserver läuft.

Seit mehr als einem Jahr gibt es für Windows ein Linux Subsystem. Dieses wurde vorwiegend für Administratoren von Linux Servern hinzugefügt. Denn es bringt die Linux Commandline endlich auch auf Windows. Das Linux Subsystem ist allerdings mehr als nur ein SSH Client. Es ist ein komplettes Command Line Linux auf einem Windows Rechner. Ich habe sogar munkeln hören, dass sogar XWindow Systeme darauf laufen sollten. Probiert hab ich es selbst noch nie und bestimmt ist es auch nicht dafür gedacht. Beziehen kann man das Ganze über den Microsoft Store, ist kostenlos und hat einige Linux Distros zur Auswahl.

Mich hat es letzthin wunder genommen, ob man auf das Linux Subsystem auch einen kompletten Webserver draufbringt. So dass man auf Windows einen LAMP Server hat. Die Antwort ist ja, man kann das. Man muss halt einfach in der Lage sein ein Webserver auf Linux von der Command Line aus einzurichten.

Doch was ist daran besser als eine VM zu nutzen? Man muss beim Subsystem nicht bridgen. Der Server ist direkt auf localhost verfügbar. Was ich allerdings bis jetzt noch nicht hingekriegt habe, war eine SFTP Verbindung zu dem Subsystem aufzubauen. Ich hab allerdings auch nicht lange versucht, da wir eh GIT nutzen, und ich dann jederzeit die aktuelle Version vom Internet holen kann.

Man muss natürlich darauf achten, dass man nicht gleichzeitig ein XAMPP am laufen hat, da es sonst zu Port Konflikten kommt. Das Subsystem ist zwar nicht das schnellste, das will gesagt sein, funktioniert aber wirklich gut. Ein Kuriosum gibt es allerdings. Will man das Subsystem ausschalten braucht man dafür die Windows PowerShell.

net stop LxssManager

Dieser Befehl stoppt dann das Subsystem. Ich finde das eine spannende Alternative, vor allem wenn man hin und wieder auch noch Shell Scripte und cmd Programme braucht. Viel Spass beim ausprobieren.

Sport of Hope – Es geht wieder ganz wenig besser

Ich schulde Euch mal wieder ein Update über meine Mission „Normal laufen.“ Diese Woche war wirklich mal schönes Wetter, und so konnte ich mein Fahrrad startklar machen. Die Trainings darauf taten mir sehr gut. Es ist halt einfach die kontrollierte runde Bewegung die ein Ausgleich schafft.

Dieses Puzzleteil fehlte mir in den letzten Wochen im Trainingsplan. Ich bin froh, es jetzt wieder zu haben. Koordinativ machte ich diese Woche sehr wenig. Da geht’s dann nächste Woche wieder richtig weiter. Alles in allem fühlt sich das Bewegungsmuster zwar immer noch falsch an, aber ich falle zum Glück nicht mehr dauernd hin, und muss mich auch nicht mehr so konzentrieren wie auch schon.

Es ist aber nach wie vor ein weiter Weg, den ich vor mir habe. Denn das lösen nach einer Kontraktion der spastischen Muskeln ist nach wie vor sehr langsam. Ich bin gespannt ob ich das überhaupt hin kriege. Denn schnelle Lösungsimpulse be spastischen Muskeln wäre schon fast das Ende der Spastik selbst. Das wäre dann doch ein ziemlich krasser Erfolg.

Ich rechne zwar damit, dass die Spastik auf Dauer gesehen zurück geht, wenn die Muskeln besser ansteuerbar sind. Weil die nicht Steuerbarkeit der Muskeln und die Spastik hängen irgendwie zusammen.

Und ich bin auf der Suche nach jemand der Elektro Impuls Training macht. Professionell meine ich. Denn von verschiedenen Seiten wurde das an mich Herangetragen, dass ich das doch mal versuchen soll. Falls jemand da eine gute Adresse hat, her damit.