Archiv der Kategorie: Vefko

Guten Montag Morgen

Es ist Montag Morgen 6:30. Nach einem mehr oder weniger ruhigen Wochenende bin ich nun nach ein paar Mützen Schlaf auch wieder wach. Montag Morgen, der Lieblingstag aller Arbeitnehmer. Endlich ist das langweilige Wochenende wieder vorbei, und man kann wieder arbeiten gehen.

Für mich spielt das ja keine Rolle, denn ich kann auch am Wochenende arbeiten. Normalerweise lasse ich das zwar grössten Teils, dieses Wochenende liess ich es aber nicht komplett sein. Wie viel das war, könnte ich im Stunden Tool der Vefko nachschauen, hab ich jetzt aber keine Lust dazu.

Die erste Aufgabe die ich heute habe, ist Schäfchen zusammentrommeln. Ich schätze, es wird wieder Nachmittag/Abend bis alle reagieren, aber so ist das halt. Diese Woche sollte ich endlich nicht mehr alleine mit Arbeiten sein, und darauf freue ich mich. Doch eigentlich sind wir noch gar nicht richtig auf mehrere Programmierer eingerichtet. Dieses Projekt haben wir erst gerade gestartet.

Ich arbeite momentan daran, die Vefko Tools auf einem Lokalen Testserver zum laufen zu bringen. Wir nutzen dafür XAMPP. Da hat man quasi den Server auf seinem eigenen Laptop, und kann auf seinem eigenen Rechner entwickeln. Zusammen mit der Versions Kontrolle GIT können wir dann zu dritt am Source Code arbeiten, ohne dass wir uns zu stark in die Quere kommen. Erst am Samstag habe ich einen Branch für die Version 1.0 gemacht. Diese wird nun fertig entwickelt, parallel läuft schon die Entwicklung der neuen Version an. Wir haben also einiges vor.

Doch vielleicht kommen heute für mich auch noch ein paar organisatorische Fragen dazu. Geld auftreiben beispielsweise. Oder uns mal bei den Verbänden vorstellen. Dafür müssen zig E-mails geschrieben werden. Und nein, die sollte man vielleicht besser nicht im Serienmail Verfahren schreiben. Zu tun gibt’s genug, dazu noch das Training, das ich auch nicht vernachlässigen darf. Denn Körperlich geht es mir nach wie vor nicht so gut, und ich muss ein bisschen Gegensteuer leisten.

Dennoch lasse ich keinen Vorweihnachtsstress aufkommen. Im Unterschied zu anderen kann ich ja zwischen Weihnachten und Neujahr auch noch arbeiten. Natürlich stehen dann auch für die Vefko noch Jahresbericht, Abschlüsse usw. an. Ein Verein bringt halt immer auch administrative Sachen mit sich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Montag Morgen. Arbeitet schön, und habt eine gute Woche.

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FAQ zum Thema Vefko Tools

Es sind einige Fragen zum Thema Vefko Tools zusammengekommen. Diese möchte ich mal in einem Blog beantworten.

Wird es zum bezahlten Tool eine werbefinanzierte Alternative geben.
Das haben wir uns am Anfang tatsächlich überlegt. Allerdings ist es nicht einfach, Tools mit Werbung zu finanzieren. Selbst bei grossen Plattformen kann man bemerken, dass sie mittlerweile meist noch bezahlte alternativen anbieten. Das kommt nicht von ungefähr. Internetwerbung funktioniert fast nur noch, wenn man Benutzerdaten auswertet und dann Benutzerspezifische Werbung anbietet. Viele Leute reagieren mittlerweile Sensibel auf dieses Thema und boykottieren Plattformen die solche Praktiken anwenden. Wir haben uns daher gegen Werbung entschieden. Ausserdem finden wir, das 40 Franken im Jahr nicht die Welt ist, und sich das jeder Verein leisten kann.

Wird Vefko auch eine Plattform stellen wo sich Leute von Vereinen untereinander austauschen können?
Ein Vereinsforum… weshalb nicht. Wenn Leute Interesse an einer solchen Plattform haben, wo man Vereinsprobleme austauschen und Diskutieren kann, sagt es uns. Die Tools dafür haben wir ohnehin schon in Betrieb. Unserem Forum können wir ohne weiteres eine solche Ausrichtung geben.

Ist das Tool von Euch Open Source?
Nein, ist es nicht.

Warum habt ihr alles selbst programmiert und nicht auf bestehende Tools zurückgegriffen?¨
Wir haben zum Beginn bestehende Tools evaluiert. Die meisten Tools sind gut wenn man nur kleine Anpassungen vornehmen muss. Wenn man grössere Anpassungen machen muss wird der Aufwand von einer Neuentwicklung oft geringer. Zudem sind die meisten Tools, die man frei bekommt nur auf mittlere Grösse ausgelegt. Für ein Tool das Schweizweit ausgerollt werden soll, fehlte meist die Performance. Unsere Tools sind schlank geschrieben, und daher schnell.

Wird die Finanzierung ausreichen, wenn ihr nur 40 Franken pro Verein habt?
Ja, das haben wir schon durchgerechnet. Wenn ein Verein oder auch Privatpersonen mehr zahlen möchte, kann man dies als einmalige Spende tun oder aber eine passive Mitgliedschaft abschliessen. Wir sind ja keine Firma, und sind verpflichtet, das Geld wieder irgendwie in die Entwicklung einfliessen zu lassen.

Die Vision einer Firma

Die Idee ist schon alt und entstand vor etwas mehr als 20 Jahren. Damals war ich zur „Beruflichen Abklärung“ in einer IV Institution. Ich erschrak als ich die Leute sah, die dort drin wahren. Da tummelten sich lauter fähige Leute, die einfach auf den Abstellgleisen deponiert wurden. „Wie vielen anderen Menschen geht das auch noch so?“ fragte ich mich. Und wie viele fähige Menschen landen in einer geschützten Werkstatt und verrichten Arbeit weit unter ihrem Niveau?

Seitdem begleitet mich dieser Gedanke, und liess mich nicht mehr los. Doch da der Sport lange Zeit für mich oberste Priorität hatte, blieb der Gedanke im Hintergrund. Doch meine Beteiligung an IT Kongressen brachte sie wieder ins Bewusstsein. An gewissen Kongressen lagen die Jobangebote buchstäblich auf dem Serviertablett. Gute ITler sind dermassen gesucht, dass man sie jagt. Der Markt ist so trocken das Rekrutierer selbst vor Leuten die Inhaber einer eigenen Firma sind, nicht zurückschrecken.

Auf der anderen Seite sitzen Leute mit Potential zu Hause, werden depressiv nur weil sie irgendwann mal durch irgend ein bescheuertes Raster gefallen sind. Wir erlauben uns ganz schöne Ressourcenverschwendung und jammern gleichzeitig über Mangelnde Fachkräfte. So geht’s nicht weiter Leute!!!

So drehte mein Ideenkopf mal wieder seine Runden. Nach einigen Schlaflosen Nächten hatte ich dann auch eine Idee zusammen, die sich diskutieren liess. In meinem Blog Blog 14 – Vefko als Sprungbrett? schrieb ich das erste mal über die Idee auf meinem Blog. Marc und ich diskutierten die Ideen untereinander. Danach hatten wir ein erstes Treffen mit Profil der Stelle der ProInfirmis die sich um Berufliche Integration kümmert. Doch der Entscheidende Moment war das Digital Forum Davos. Da kriegte ich dermassen positives Feedback, dass ich das Zeitnah umsetzen musste.

Um die grobe Strategie noch mal zu erwähnen. Die Beeinträchtigten fangen erst mal bei der Vefko an. Dort können sie sich wieder langsam an das Arbeitsleben gewöhnen, Erfahrungen sammeln und ihr Können unter Beweis stellen. Danach werden sie an Partnerfirmen ausgemietet. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich so erst mal kennen lernen und man sieht ob die Person in das Umfeld passt. Und erst dann folgt der Transfer an die Firma. Somit kann sicher gestellt werden, dass genügend Zeit da ist, um das oft verstaubte Potential zu wecken, das oft angeknackste Selbstvertrauen zu wiederherzustellen, und die richtige Arbeitsstelle zu finden.

Ich möchte klar stellen, dass wir nicht eine der zahllosen „Och hilf den armen Behinderten“ Organisationen sein wollen. Wir sehen das eher umgekehrt. Wir Behinderten wollen der Überlasteten IT Branche ein Händchen reichen und unser Know How zur Verfügung stellen.

Auf lange Sicht, ist natürlich ein Verein die falsche Organisationsstruktur für so was. Deswegen steht mittelfristig die Gründung einer Firma im Raum. Ich Persönlich fände eine Genossenschaft ganz passend, Da könnte die Partnerfirmen sich beteiligen. Das ist allerdings noch lange nicht ausdiskutiert.

So, jetzt ist es raus! und ihr wisst, an was Raphael die letzten Wochen rumgebrütet habt. Firmen die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, melden sich bei mir. Mit etwas Glück kriegt ihr sogar ein paar Stunden von mir als Open Source Spezialist.

Anfragen könnt ihr an raphael(at)vefko.ch stellen.

Zwischen Computer und Sportplatz

Seit gestern hat in meiner Sportgruppe wieder offiziell das Training begonnen. Gerade läuft es mir mit dem Laufen nicht so gut. Der Bewegungsablauf ist irgendwie anders und anstrengend. Ich muss mich wieder dauernd konzentrieren, damit ich nicht hinfalle. Für den Alltag ist das mühsam. Es ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie vor einem Jahr, aber halt trotzdem nicht angenehm.

Mein Körper experimentiert mal wieder mit anderen Bewegungsmustern, und ich hab mal wieder nicht wirklich Ahnung was er da genau tut. Ich spüre, dass die Waden vor allem beim Treppensteigen mehr im Einsatz sind. Auch der Kniebeuger ist mehr im Einsatz, nur leider mit dem falschen Timing. Die Zusammenarbeit mit den Waden stimmt überhaupt nicht, was in einem Bewegungsablaufs Chaos endet.

Dieses Chaos heisst es in den kommenden Wochen etwas zu ordnen. Das wird wieder eine Herausforderung und ich hoffe, dass die Muskeln nicht einfach wieder in die alten Bewegungsmuster zurückfallen. Zudem Behandle ich gerade wieder einen kleinen Magnesiummangel.

Der Sport macht aktuell wenig Spass. Momentan habe ich wieder mal das Gefühl, dass ich höchstens gegen Rückschritte ankämpfen kann und Fortschritte in weiter Ferne sind. Aber das Gefühl kenne ich ja, und bis jetzt ist es immer wieder in ein neues Hoch gegangen. Also kämpfen wir wieder mal ohne grosse Motivation.

Umso schöner ist es, dass das Vefko Projekt Freude bereitet. Manchmal fühle ich mich schon richtig wie ein Businessmann. Sitzung da, Sitzung dort, es ist glaub ich seit langem wieder mal ein Projekt, dass wirklich Beteiligung von aussen hat. Dem entsprechend will es auch gemanagt werden.

Es tut gut, den Fokus etwas weg vom Sport zu haben. Nicht nur aufzustehen um zu trainieren. Versteht mich nicht falsch, die Jahre des Spitzensports waren eine tolle Sache. Aber nun ist es an der Zeit, in anderen Bereichen die grosse Leistung zu bringen. Natürlich, für die Leute da draussen bin ich immer noch der Sportler, aber für mich hat die Vefko nun Priorität.

Nichts desto trotz, die nächste Saison in der Leichtathletik ist in der Vorbereitung. Es dürfte schon spannend werden, wie ich Sport und Business unter einen Hut bringe aber bis jetzt klappt das gut. Die Abwechslung macht Spass. Bleibt noch zu hoffen, dass es mit dem Sport auch bald wieder bergauf geht. So dass ich wieder mit Freude in die Trainings kann.

Marketing, Marketing und noch mal Marketing

Gestern hat der Tag für mich wieder mal früh morgens begonnen. Schon um vier Uhr war ich vor dem Computer. Doch dies mal ging es nicht ums programmieren. Marketing war angesagt. Das Thema beschäftigt mich nun schon seit zwei tagen, und wird mich wohl auch noch ein bisschen begleiten.

Die beste Software (wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass wir die beste Software haben) bringt nichts, wenn sie niemand kennt. Daran sind schon ganz coole Projekte gescheitert. Im Unterschied zu viele Startups, die mit viel Geld im Rücken in den Markt geballert werden, müssen wir nahezu ohne Finanzen auskommen. Das ist eine richtige Herausforderung.

Zwischen den E-Mails und Networking auf den verdächtigen Plattformen, schob ich auch noch zwei Trainings ein. Ja, ich bin wieder am Trainieren. Aktuell zwar nur mit dem Fahrrad aber es geht auch schon bald wieder mit den Lauf- und Koordinationstrainings los. Diese habe ich jetzt auch langsam wieder bitter nötig. Bei meinem Fahrrad wird langsam aber sicher eine grössere Reparatur fällig. Die Bremsbeläge der Scheibenbremsen neigen sich dem Ende zu.

Am Nachmittag ging es dann nach Chur. Es war in der ganzen Schweiz Digital Tag. Da gab es Anlässe in diversesten Städten der Schweiz. Der Event ist eigentlich eher für die Allgemeinheit ausgelegt, also kein Entwickler Event. Die Themen waren dem entsprechend auch sehr oberflächlich. Dennoch konnte ich ein paar neue Kontakte knüpfen und ein paar interessante Gespräche führen.

Auf dem Rückweg traf ich dann noch Kai. Kai ist ein Strassenmusiker unserer Region. Er spielt im Herbst und Winter immer abwechselnd in Chur und Landquart in den Bahnhofunterführungen. Normalerweise sehe ich ihn immer auf dem Weg zum Training. Kai und seine Familie ist ein spezieller Typ, der sein Leben lebt. Solche Menschen finde ich einfach cool.

Kai hat mit seiner Familie eine neue CD aufgenommen, und hat am 24. November Plattentaufe in Chur. Da er eher der Analoge Mensch ist, hab ich mir erlaubt, den Flayer für das Konzert abzufotografieren.

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Die Vefko Tools kurz erklärt

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, und die Vefko Tools kurz erläutern. Vor allem möchte ich mit Euch unsere Gedankengänge teilen.

Die Vefko Tools sind in erster Linie ein Arbeitswerkzeug für Vereine. Es richtet sich vor allem an Vorstand und Funktionäre. Wir sprechen nicht von Vereinen, sondern von Gruppen. Es ist sehr gut möglich, dass ein Verein verschiedene Vefko Gruppen hat. Denkbar sind Gruppen für Vorstand, TK (in Sportvereinen), OK eines grösseren Anlasses, usw.

Admin pannel

Das da oben ist der Admin Panel. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Usern. Admins und normale User. User müssen von einem Admin hinzugefügt werden. Es ist möglich mehrere Admins zu haben. Eine Person kann mit dem selben Nick in mehreren Gruppen sein. Der Admin Panel kann auch als eine einfache Mitgliederverwaltung gebraucht werden. Ist aber definitiv noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Chat

Das da oben ist der Chat… na ja, es ist nicht ganz live… denn er wird nur alle zwei Minuten aktualisiert. Wir gehen allerdings auch nicht davon aus, das Funktionäre eines Vereins nun gross online Chatten werden. Eingebaut haben wir dieses Tool, um seinen Kollegen schnell wichtige Informationen zu hinterlassen. Bei Vereinen werden Informationen zu oft nicht an alle Beteiligten weitergegeben. Dies geschieht natürlich meist nicht absichtlich, aber es ist doch nervend, wenn nicht alle den selben Informationsstand haben. Der Chat ist also für Mitteilungen gedacht wie: „Hey, Getränke sind für den Anlass XY organisiert,“ oder „Ich aktualisiere gerade die Mitgliederliste“ usw. Deswegen ist der Chat auch archiviert… nicht auf ewig aber doch einige hundert Zeilen. Wir hoffen dass damit das „hinter irgendwelchen Informationen her rennen“ ein Ende hat.

Todo

An irgend einem Morgen während der Entwicklungsphase sprachen Marc und ich über die anstehenden Arbeiten. Plötzlich meinte Marc: „Wir brauchen eine ToDo Liste.“ Auf diese Weise ist die ToDo Liste entstanden. Das schöne an der Sache, wenn man arbeiten mit Erledigt abhakt verschwinden sie nicht ganz. Das passiert nur wenn man die Aufgabe löscht. Alle anderen aufgaben bleiben im Hintergrund erhalten. Das kann einem OK eines Anlasses viel Arbeit ersparen, wenn man auf die Todos des Vorjahres zurückgreifen kann.

upload

Der Daten Upload ist ein Tool um sich Dokumente zu teilen. Wir bieten von Hause aus 1GB Speicherplatz. Für den normalen Gebrauch sollte das mehr als reichen.

Dazu gibt es noch ein Newsletter Tool wo ich vergessen habe, ein Bild zu machen. Damit kann man einen Newsletter an alle Mitglieder versenden.

So, ich hoffe, ich konnte euch mit diesem kurzen Blog zeigen, was die Vefko Tools überhaupt sind, und für was man sie brauchen kann. Die Tools findet ihr auf vefko.ch. Gerne dürft ihr auf vefko.ch verlinken oder das ganze Teilen. Ihr tut uns damit einen grossen Gefallen, Danke!

Wir starten in die Beta!

Es braucht einiges, bis ich nervös werde. Doch heute bin ich es. Viele Jahre habe ich neben meinem Sport Erfahrungen in der IT Welt gesammelt. Ich hatte das Privileg in namhaften Projekten wie OpenOffice mitzuwirken. Ich konnte bei Apache mit Spitzenentwickler diverser Firmen zusammenarbeiten. Jede Menge Erfahrung und Know How durfte ich so sammeln. Doch mein Hauptziel war immer ein eigenes Projekt.

Es war wahrlich nicht einfach, Vefko aufzuziehen. Leute von einer Idee zu überzeugen und sie für sich zu gewinnen ist wirklich nichts leichtes. Egal ob als Sponsoren, Mitstreiter oder als Kunden. Neue Ideen haben es selten leicht.

Wir liessen uns durch all die Schwierigkeiten nicht beirren. Die Sponsoring Einnahmen im ersten Jahr beliefen sich gerade mal auf irgendwas mit 800 Franken. Das deckte nicht mal die vollen Spesen. Die hunderten von Stunden die wir investiert haben, hat uns niemand bezahlt. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Wir werden es bald wissen. Denn nach dem ich letzte Woche noch ein paar weitere Fehler ausgeräumt habe sind nun die Vefko Tools bereit für den Beta Test. Nein, das Tool ist keine Augenweide und bestimmt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es stecken schon ein paar Überlegungen dahinter.

Jetzt ist es Zeit für einen ersten Feldversuch. Hier gehts zu den Vefko Tools Für mich stellen sich da viele Fragen:

  • Wird das Angebot angenommen?
  • Können die Leute damit arbeiten?
  • Was für Wünsche erhalten wir für die nächste Version?
  • Wie wird das Finanziell laufen?

Gerade letzteres erwarte ich mit voller Spannung. Bis jetzt habe ich zwar zum Preis 40.– im Jahr grösstenteils positives Feedback bekommen. Viele meinten sogar: „Das sei ja geschenkt.“ Wird es Leute oder Vereine geben, die mehr zahlen, um die Entwicklung zu pushen. Und was denken die Leute zum Integrationsgedanke. Dass wir Leute mit Beeinträchtigungen im Verein an die IT ranführen und dann an den ersten Arbeitsmarkt weiter vermitteln. All diese Fragen habe ich zur Zeit. Sie werden sich bestimmt nicht gleich beantworten lassen, aber Tendenzen wird man feststellen können.

Daher erwarte ich den Start voller Spannung. Mal sehen, ob der Start ein Geburtstagsgeschenk für mich wird.

Vefko Tools, warum sich die Beta verspätet

Das hier ist nur ein kleiner Informations Blog. Eigentlich plante ich vor einer Woche das Beta Release für die Vefko Tools zu machen. Doch das Ganze verspätet sich. Grund dafür ist ein traurig schönes Ereignis. Marc Disch, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, fand einen Job! Wir freuen uns natürlich sehr für ihn, denn Reintegration ist ein wichtiger Bestandteil für uns.

Auch wenn Marc die Vefko nicht verlässt (was uns besonders freut), muss er sich natürlich momentan auf den neuen Job konzentrieren. Programmierarbeiten werden daher aktuell von mir erledigt. Dummerweise haben wir gerade noch ein Bug in einem der längsten Scripts gefunden und das bedingt ein bisschen Einarbeitung meinerseits, da der Code nicht von mir stammt.

Deswegen verzögert sich das Beta Release um eine Woche oder so. Wir wollen mit einer grundsätzlich funktionierenden Beta raus, weswegen dieser Bug noch behoben werden muss. Wir danken für die Geduld und das Verständnis.

Die Vefko bedankt sich bei Marc Disch für die geleistete Arbeit und wünscht ihm in seinem neuen Job alles gute. Natürlich halten wir Ausschau für jemand neues. Wenn du eine Beeinträchtigung hast, Etwas Erfahrung in html, css und php und Motivation solltest du mitbringen. Dann melde dich bei Raphael. Die Arbeit geschieht grundsätzlich Ehrenamtlich, Entschädigungen sind aber möglich, wenn es das Budget her gibt.

Digital Forum Davos

Ich schulde Euch noch einen kleinen Bericht. Am 28. und 29. September fand zum ersten mal das Digital Forum in Davos statt. Jaja, kaum hat man den Sommer so halb überlebt beginnt bereits der Herbst mit seinen Konferenzen. Wird auch nicht das einzige Meetup bleiben. Normalerweise bewege ich mich IT mässig ja immer recht international. Die meisten Konferenzen an denen ich bisher teilnahm waren im Ausland. Ob Brüssel, Berlin oder Budapest… ich bin schon in einige europäische Städte gereist dafür. Ich habe daher auch ein gutes internationales Netzwerk. Lokal fehlten mir aber die Kontakte in die IT Business Welt.

Das musste sich ändern, denn schliesslich habe ich mit der Vefko ein lokales Projekt am Start. Davos kam also wie gerufen. Das Thema war die Digitalisierung, wobei ich weniger wegen den Vorträgen dort war, als um mein Netzwerk zu erweitern. Networking nennt man das auf Denglisch 😉

Da der Ort nur etwa eine Stunde von mir entfernt liegt, und ich innerhalb der Schweiz eh eine Flatrate für den öffentlichen Verkehr habe, lohnte sich für mich die Übernachtung nicht. So hiess es pendeln an den beiden Tagen.

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Digital Forum Davos 2018 im Kongresszentrum Davos

Die Location war das Kongresszentrum Davos, das vor allem durch das WEF (World Economic Forum) bekannt ist. Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen für uns nicht ganz so hoch. Davos wurde nicht Hermetisch abgeriegelt und ich habe auch keinen Scharfschützen auf dem Dach entdeckt. Ja, am Anfang fragte ich mich, ob ich hier richtig bin, denn ausser eine leeren Eingangshalle fand ich nichts. Das ging allerdings nicht nur mir so und wir machten uns gemeinsam auf die Suche. Nach einem kurzen Marsch durch die Katakomben des Gebäudes waren wir da, Badge entgegennehmen, los geht’s!

Ich sprach mit Personal Manager, Consultants, CEO’s und Rekrutierer. Die Gespräche drehten sich natürlich oft um Vefko, aber auch um Behinderte in der IT. Wieder mal waren mehrere Firmen auf der Suche nach neuem Personal. Ich bin zwar diesmal nicht mit einem Jobangebot nach Hause gekommen, aber ein paar Flirts mit Firmen hatte ich schon.

Vor allem die Idee, Vefko als Sprungbrett für den Ersten Arbeitsmarkt zu benutzen, fand reges Interesse. Der Programmierermangel erfordert neue Massnahmen. Man muss neue Ressourcen erschliessen, und da gehören halt auch Menschen mit einer Beeinträchtigung dazu. Mein Plan ist, die Leute erst mal bei Vefko arbeiten zu lassen, dann an Firmen auszumieten, und schlussendlich in den Arbeitsmarkt zu entlassen. Das klappt aber natürlich auch nur, wenn wir Leute finden, die den Mut zu so einem Abenteuer haben. Doch das ist ein anderes Thema, und darüber blogge ich ein anderes mal.

Aber auch die Vefko selbst fand anklang. Es waren natürlich auch Leute dabei, die in Vereinen sind, und einige kannten das Organisationschaos nur zu gut. Auch zum Preis von 40 Franken im Jahr meinten fast alle… „Das ist ja nichts.“ Na ja, wer uns unterstützen möchte, und mehr zahlen will, kann gerne eine einmalige Spende oder eine Passivmitgliedschaft abschliessen.

Zu guter Letzt konnte ich mit meinem Know how auch noch ein paar Leute helfen. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen an solchen Kongressen. Eines ist uns allen aufgefallen. An einem Kongress für Digitalisierung tauschen alle Visitenkarten. Der Fakt ist schon etwas witzig, beweist aber auch, dass Digitalisierung nicht überall alles verändert. In einem waren wir uns einig: Die Digitalisierung wird nicht das direkte Gespräch ersetzen. Daher war auch dieser Kongress eine tolle sache.

Zum Schluss hatte ich tatsächlich keine einzige eigene Visitenkarte mehr. Dafür jede Menge von anderen. Ja, ich war nach dem Kongress kaputt, aber es hat sich gelohnt.

https://www.davosdigitalforum.ch/

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Ende des Digital Forums Davos 2018. Wunderschöner Tag, und wir haben fast nur das Kongresszentrum gesehen 😉

Die Woche beginnt auch bei mir am Montag Morgen

Montag Morgen um 06:30 Uhr. Einige sind unterwegs zur Arbeit. Es ist noch Ferienzeit im Sommer. Ich mache mal die Fenster auf, und ziehe die Bude durch. Zum Glück ist es zumindest am Morgen nicht mehr so warm. Da kann man mal durchlüften, und hat anschliessend halbwegs erträgliche Temperaturen zum arbeiten.

Obschon, Hitzetechnisch habe ich die perfekte Wohnung. Im Untergeschoss, so halb im Keller in einem Altbau mit fast 1 Meter dicken Mauern. Da bleibt es lange Zeit kühl. Aber bei einem Sommer wie dieser werden irgendwann die Mauern auch warm, und dann kriegt man die Wärme eine Weile gar nicht mehr raus. Das schlimmste ist aber glaub überstanden. Es geht doch mit grossen Schritten Richtung Herbst, und das merkt man vor allem an den kälteren Temperaturen in der Nacht.

Aber darum soll es in dem Blog doch gar nicht gehen. Viele glauben nämlich, das Home Office komplett die Tagesstruktur zerstört. Ja, ich gebe ja zu, ich wäre jetzt kein Fan von Montag bis Freitag acht Stunden arbeiten. Viele stellen sich Home Office zu gemütlich vor. So auf dem Sofa sitzen und Fernsehen, und nebenbei etwas arbeiten.

Nein Leute, Home Office ist nicht dazu da, damit man sich den kontrollierenden Blicken anderer Entziehen kann, und sich ein gemütlicher Tag auf kosten des Arbeitgebers nimmt. Das würde relativ schnell auffallen, wenn man zwar Stunden hat, aber die Arbeit nicht erledigt ist. Ich sitze auch meistens in meinem Büro, einfach zu Hause statt in einem Geschäftsgebäude.

Nun ja, ich könnte tatsächlich arbeiten wann ich wollte. In der Theorie funktioniert das sogar, in der Realität ist das etwas anders. Sobald man nicht alleine im Projekt ist, muss man sich oft mit der anderen Seite austauschen. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide zur selben Zeit online sind. Aus diesem Grund einigten wir uns, dass wir vorwiegend unter der Woche arbeiten, und wenn möglich auch während den normalen Büroöffnungszeiten etwas Präsenz zeigen.

Natürlich habe ich mehr Freiheiten. Ich kann schon um 16:00 auf den Zug, um ins Training zu gehen, und dann die Zugfahrt noch für Arbeitszeit nutzen. Oder ich kann auch mal einen Tag an einem Wochenende vorarbeiten, wenn ich unter der Woche ein Tag weg bin. Aber Generell startet auch bei mir die Woche am Montag Morgen und endet am Freitag Abend wie bei allen anderen auch.