Archiv der Kategorie: Vefko

Die ersten Stunden Vefko nach der Pause

Ja, seit vorgestern bin ich wieder am arbeiten und ich habe Euch eine kleine Photostory gemacht.

Erst mal schauen was Marc in der Zwischenzeit so gemacht hat. Im ganzen Monat April war allerdings still

Dann mal schauen wie es den Server so geht. Da glauben wohl ein paar Spambots wir hätten ein WordPress installiert. Nein, das haben wir nicht, sorry. Die Spamer laufen auf.

Die erste Aufgabe, den lokalen Webserver updaten.

Ist nicht gerade hell dieses Foto, aber links sieht man, dass ich temporär noch ausgebaut habe. Ich will mein IMac auf den möglichst neusten Stand bringen um ihn als build Bystem für IOS einzusetzen.

Das Ding ist zwar erst seit vier Jahren nicht mehr mein Hauptrechner, dennoch ist mir die Bedienung schon ziemlich fremd. Wie konnte man nur mit so einer langsamen Maus arbeiten, frage ich mich. Wie schnell man sich doch an andere Gegebenheiten gewöhnt.

Und was man auf so einem alten Ding noch alles findet. Als erstes habe ich gleich noch ein paar alte Dateien gesichert. Das updaten an und für sich stellt allerdings eine grössere Herausforderung dar. Der Mac ist so hoffnungslos veraltet, dass Apple ihrerseits den App Store auf dem Rechner gesperrt haben. Ich komme also nicht an die entsprechende Iso ran. Auch wenn ich dieses Problem dann überbrückt habe, wird es noch einige weitere Probleme zu umschiffen geben. Aber über das Update des Macs werde ich einen separaten Artikel schreiben.

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Wenn der Motivator selbst einen Schups bekommt

Lange war ich still… sehr lange. Nicht nur hier, auch bei Vefko. Heute Morgen klingelt es an der Tür. Marc stand davor und wollte wissen wie es mir geht. Ja, ich hatte bereits ein schlechtes Gewissen, denn ich ahnte es… ohne mich läuft in der Vefko nichts.

Ich bin normalerweise der, der das Team zusammentrommelt, Aufgaben koordiniert und auch mal motiviert. Doch die Vorstellung, dass ich die einzige Kraft bin, die vorwärts drängt, ist falsch. Marc ist auch ein pusher und heute hat er mich mal wieder angeschoben.

Wir nahmen dann das zum Anlass, miteinander auch mal die nächsten Schritte zu Besprechen. So ganz 100% einig waren wir uns nicht. Marc möchte eher in Richtung Dienstleistung für Vereine gehen. (also zum Beispiel Web Entwicklung für Vereine) Ich hingegen möchte in unserer Website das Design und die Benutzerfreundlichkeit verbessern. Denn diese lässt aktuell noch zu wünschen übrig.

Diese Meinungsverschiedenheiten sind nicht nur normal, sondern wichtig! Meinungsverschiedenheiten zeugen davon, dass eine Gruppe in der Lage ist, Probleme von verschiedenen Blickwinkel zu betrachten und unterschiedliche Lösungskonzepte zu erarbeiten. Ich hüte mich auch davor, einen Weg als DEN richtigen zu beschreiben. In sehr vielen Fällen ist es nämlich der Mix aus zwei oder mehr Lösungsansätzen, die den Durchbruch schafft.

Vefko ist vielleicht auch etwas „Beschäftigungstherapie“ für Leute die sonst keine Beschäftigung haben. Mit dem einzigen Unterschied, dass es kein gemeinsamer Raum und keine Sozialarbeiter gibt. Wir sind natürlich nicht anerkannt, und ich glaube auch nicht, dass wir je anerkannt werden. Denn viele haben Zweifel, ob das so ganz ohne Betreuung funktioniert. Auch wenn das Ganze noch sehr klein ist, funktioniert es eben doch. Das zumindest hat das heutige Klingeln von Marc gezeigt. Normalerweise bin ich immer der, der Anschupst. Doch heute war mal Marc die schupsende Person. Danke dafür!

Arbeit für die Vefko

Da ihr Foto Stories so mögt, habe ich wieder eine für Euch gemacht. Und zwar was dieses Wochenende so bei Vefko gelaufen ist.

Als erstes habe ich mal ein kleines Script geschrieben, dass die Services auf meinem Ubuntu on Windows automatisch startet. So dass ich sie einfach an und ausschalten kann. Hier das Script in Betrieb

Bild des Scripts auf der Kommandozeile

Dann ging es ins Anstrengende Wochenende. Was Marc’s Arbeit wahr, seht ihr da unten. Sieht optisch nicht nach viel aus, war aber einiges an Arbeit im Hintergrund. Ab der nächsten Version des Admin Tools werden wir automatisch gewarnt, bevor wir ausgeloggt werden. Genau genommen werden wir sogar zwei mal gewarnt. Dann kann sich auch niemand beschweren. 😉

Warnungen im Admin Tool bevor man ausgeloggt wird.

Ok, es war jetzt nicht ganz das Einzige was Marc am Wochenende gemacht hat. Wenn ihr mehr wissen wollt, müsst ihr schon den Blog von Marc besuchen.

Ich selbst setzte mich am Montag hinter das Release Konzept. Ist schön geworden, findet ihr nicht?

Screanshot vom Release Konzept

Heute machte ich dann noch Performance Test für das Vefko Tool. Diese Sind zwar nicht sehr genau, da händisch durchgeführt, aber besser als nichts. Der Folgende Screenshot zeigt das Vefko Tool auf meinem lokalen Testserver und links die Prozessor Auslastung. Mit vier bis fünf Anfragen pro Sekunde kam ich auf ungefähr 30% Auslastung auf einem i7 dual Core Notebook Prozessor.

Performance Test 1

Dies ist eigentlich nicht eine sonderlich gute Leistung. Doch sie täuscht. Denn so bald ich auf die Prozessansicht wechselte, sah ich, dass der grösste Teil der Ressourcen mein Browser (in dem Fall Edge) schluckte. Die beiden Server Prozesse. Apache2 und mysqld kamen gerade mal zusammen auf 2%. Das wiederum ist sehr gut, und die Performance Tests sind somit erfolgreich bestanden.

Performance Test 2

So, das wars wieder mal mit einer Foto Story. Ich hoffe es hat Euch gefallen, und bis zum nächsten mal.

Mehr als 1000 Stunden Vefko!

Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an unserem Tool weiter. Vor allem Freitag und Samstag is viel los in unserem online Büro. Marc und ich arbeiten an einer neuen Version unseres internen Büro Tool. Zum allerersten mal arbeiten wir nicht mehr hot. Das heisst wir arbeiten nicht mehr direkt am Tool das online ist, sondern bereiten offline eine komplett neue Version vor. Diese hat auch einige Änderungen in den Datenbanken.

Eine grosse Änderung bekommt auch die Stundenverwaltung. Unser Tool hat ja einen Arbeitsstundenzähler eingebaut. Sobald man sich im Tool einloggt, wird die Zeit gezählt. Doch man kann sich natürlich nicht einfach einloggen und dann ein Kaffee trinken gehen. Man muss immer mal wieder bestätigen dass man noch da ist.

Wenn man gemeinsam Arbeitet ist das meist auch kein Problem, denn man schaut ohnehin von Zeit zu Zeit wieder mal in das Tool, ob jemand im Chat irgendwas gepostet hat. Bei mir läuft das Tool meist nebenbei auf dem zweiten Bildschirm. Dann kann ich immer mal wieder einen Blick darauf werfen.

Screenshot beider Bildschirme wenn ich für die Vefko arbeite. Links das Vefko Tool rechts mein Hauptbildschirm.

Und so sieht das dann aus. Das Vefko Tool ist übrigens noch die Etwicklerversion, deswegen noch die Fehlermeldungen. Diese läuft lokal auf meinem Rechner, und nur ich habe Zugriff darauf. Wenn ich von zu Hause aus arbeite, habe ich das Vefko Tool im Griff, es geht also nicht vergessen. Wenn ich aber unterwegs bin, und nur den Laptop habe. Ist das Tool meist irgendwo im Hintergrund. Da kann es schon passieren, dass man es vergisst, und ausgeloggt wird, obschon mal noch am Arbeiten ist. Damit das nicht mehr passiert, kriegen wir künftig eine „Ping Nachricht“ (Desktop Notification). Das ist eine der Verbesserungen. Des weiteren war bisher das Zusammenrechnen der Gesamtstunden Fehlerhaft. Wirklich korrekt angezeigt wurden nur die Gesamtstunden von Marc und Mir (die speziell zusammengerechnet wurden) Und natürlich auch die Monatsrapporte die sich jeder Benutzer selbst ausdrucken kann. Auch die Gesamtstunden aller Beteiligten wird in Zukunft stimmen.

Nichts desto Trotz haben Marc und ich schon 1000 Stunden für den Verein gearbeitet. Dieses Wochenende haben wir diese Zahl überschritten. Es zeigt mal wieder wie Arbeitsintensiv solche Projekte sind und bisher haben wir keinen Rappen verdient. Wir haben noch nicht mal alle Spesen abgedeckt. Dennoch machen wir weiter, und es macht Spass daran zu Arbeiten. Vor allem dann wenn man so gut voran kommt wie dieses Wochenende. Ich möchte mich damit auch bei allen Beteiligten bedanken, die bei dem Projekt mitziehen. Das ist nicht selbstverständlich.

Aufbau eines IT Creative Space in Landquart

Seit einigen Jahren begleitet mich nun schon diese Idee, der Aufbau eines Raumes für ITler in Landquart. Ich denke da so an einem Mischung aus Hackerspace und Co Working Space. Hacker ist hier im traditionellen Sinne gemeint. Die Hackerethik gibt Aufschluss darüber. Gemeint ist also nicht das Eindringen in fremde Systeme, sondern das programmieren unter einem bestimmten Codex. Hackerspaces (Also Räume für Hacker) gibt es an verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz. Sie sind meist in Vereinen organisiert und haben meist an zwei bis drei Abenden offen. In den Hackerspace steht der Spass im Vordergrund. Denn die Leute machen das in ihrer Freizeit.

Co Working Space ist ein anderes Modell. Es bietet den Leuten einen Büroplatz für ein paar Stunden oder einen Tag an. Es ist gedacht für Geschäftsreisende oder auch Leute die Home Office machen können. Aber vielleicht lieber von einem externen Ort aus arbeiten, weil zum Beispiel die Kids zu Hause sind. Wenn die Firma weit weg ist, kann ein naheliegender Co-Working Space eine gute Alternative sein.

In Landquart und Umgebung wird es sowohl für ein Hacker Space als auch für ein Co Working Space zu wenig Interesse geben. Bei einem Hacker Space brauchst du genügend Mitglieder, die die Miete tragen. Bei Co Working Spaces brauchst du genügend Leute die ihn benutzen und für die Benutzung zahlen. Doch was ist, wenn man die beiden Sachen kombiniert. Am Tag Business orientiert und am Abend mehr Hobby orientiert. Dann könnte das doch aufgehen, oder nicht?

Hintergrund warum ich das anzettle ist folgendes: Wir von der Vefko haben uns in letzter Zeit des Öfteren Gedanken über eine Büroräumlichkeit gemacht. Wir haben ja Home Office und schätzen das auch sehr. Doch es gibt immer mal wieder Situationen wo man gerne gemeinsam in Real Live zusammensitzen würde. Ohne Büro geht das so schlecht. Nur wenn wir uns jetzt ein Büro mieten würden, wäre das sehr schlecht ausgelastet. Für ab und zu eine Sitzung abzuhalten, oder mal gemeinsam zu arbeiten ist ein eigenes Büro ein overkill.

Ich denke dabei nicht nur an ein Büro sondern auch an gemeinsame Infrastruktur. Wie zum Beispiel ein schneller Drucker und Scanner. Eine Kompilierstation für unterschiedlichste Geräte, die Mitglieder auch remote benutzen können. Eine Teststation mit unterschiedlichsten Systeme (auch ältere) Für Webseitentest oder Software Tests.

Man könnte verschiedene Mitgliedschaften machen. Leute die den ganzen Tag Zugriff zum Raum haben zahlen einen fixen Monatsbeitrag. Leute die nur zu den wöchentlichen abendlichen Computer Treffen kommen, zahlen einen Jahresbeitrag.

Nun kommt es natürlich auf das Interesse drauf an. Wenn 20 Leute den Raum regelmässig nutzen möchten ist das natürlich was anderes als wenn es 5 Leute sind. Aus diesem Grund bitte ich um eine Rückmeldung auf raphael(at)vefko.ch. Schreibt da rein, ob ihr für den abendlichen Computer Club Interesse habt, oder ob ihr am Tag die Räumlichkeiten nutzen möchtet.

Ich freue mich auf das Feedback.

Vefko die ganze Nacht

Gestern war es wieder mal so weit. Wir drehten mal wieder die Welt um, und arbeiteten in der Nacht. Weshalb wir das manchmal machen, keine Ahnung. Vielleicht, weil wir dann keine Störungen von aussen zu erwarten, und uns damit besser konzentrieren können. Vielleicht sind Programmierer aber eben wirklich Nachteulen.

Mir wurde früher immer vorgehalten, es gäbe keine Nachtmenschen. Das sei alles nur ein Hirngespinst von mir. Ok, ich kann heute auch gut am Tag arbeiten, wenn es so um Allgemeine Arbeiten geht. Wie E-Mail schreiben, Gespräche führen, organisieren, usw. Also all das was ich normalerweise so erledige.

Geht’s dann aber um anspruchsvollere Arbeiten wie programmieren oder so, verschiebe ich das lieber sehr an die Randstunden (frühen Morgen oder später Abend) oder eben gleich in die Nacht.

Doch was machen wir eigentlich. Wir bauen gerade unser internes Bürotool etwas um. Darunter wird auch am internen Zeittool gearbeitet, was etwas komplizierter wird. Da Ganze ist halt komplett selbst entwickelt, und am Anfang mussten wir einfach mal etwas haben wo mit wir einigermassen Arbeiten können.

Ein grosser Unterschied ist auch, dass wir jetzt endlich einen richtigen Entwickler Workflow eingebaut haben. Die ersten Versionen haben wir einfach Hot entwickelt. Sprich die Änderungen wurden direkt auf dem FTP Server vorgenommen. Das kann man natürlich machen, wenn man a) Alleine oder maximum zu zweit entwickelt und b) wenn das Tool noch nicht wirklich produktiv im Einsatz ist. Wenn man aber mehrere Leute zusammen entwickelt, kommt man um eine Versionskontrolle nicht herum.

Die verschiedenen Entwickler haben dann alle lokal einen Webserver auf ihrem Rechner und updaten die Version über die Versionskontrolle, in unserem Fall Git. Kompliziert wird das Ganze erst, wenn auch Änderung am Datenbank Design gemacht werden. Denn diese sind im Source nicht zu finden. Das funktioniert natürlich wenn sich die Entwickler untereinander Absprechen, nur muss das Ganze dann auch wieder auf den Webserver. Und das mit möglichst wenig Unterbrechungszeit. Deswegen bereitet man Migrationsscripte vor, die das ganze automatisieren. Dan muss das Ganze auch noch getestet werden. Denn auf dem Produktiven Server muss dann alles 100 Prozentig sitzen.

Klar, wir müssten das noch nicht so machen. Denn ausser uns läuft noch nicht viel auf unseren Servern. Wir nutzen das aber als Übung für spätere Versionen. Wenn man tausende von Leuten auf den Server hat, will man den Unterbruch so kurz wie möglich halten. Was nach aussen so einfach aussieht, ist in Wahrheit sehr aufwändig und eine echte Kunst. Ich finde es immer wieder krass, wie grosse Plattformen es schaffen, ihre Software zu updaten ohne dass man was mitbekommt.

Vefko – So macht es Spass

Gestern war für mich ein langer Tag. Am Morgen aufgestanden, bloggte ich erst mal. Danach loggte ich mich bei unserem online Büro ein und machte erste Arbeiten. Vorwiegend drehte es sich um die Sponsoring Mappe. Dann meldete sich auch Marc wieder mal. Er hatte diese Woche etwas Motivationsprobleme.

Um diese zu beheben bin ich der absolut richtige und nach einem privaten Gespräch, war dann Marc plötzlich wieder bereit. Marc ist so ein Typ der entweder Vollgas gibt, oder er pausiert. Ein zwischendurch gibt es nicht. Und wenn der mal den Turbo zündet…

Doch bevor er überhaupt loslegen konnte, musste er seinen Computer neu aufsetzen, der hatte irgend ein Problem. Installieren ist ja nicht so eine grosse Sache, aber alles richtig Konfigurieren… das dauert. Vor allem bei einem Entwickler PC. Da sind SDK’s, lokale Testserver usw. Alles will installiert und konfiguriert sein.

Gegen Abend loggte ich mich erst mal aus dem Vefko Tool aus. Denn ich hatte ja einen Live Stream mit Steffen Prey und der zählt nicht zur Arbeitszeit. Es war unser ersten Stream und es klappte von Beginn weg super mit der Technik. Mir machte es unglaublich Spass, und der Stream wird in den nächsten zwei drei Tagen sicher auch auf meinem YouTube Channel zu finden sein. Es werden weitere Folgen von uns kommen.

Schon während dem Stream pingte mich Marc im WhatsApp an, und fragte, wann wir fertig seien. „Marc, es ist eigentlich Wochenende!“ dachte ich mir. Doch das ihn das herzlich wenig interessiert, weiss ich auch. Wir arbeiteten dann noch gemeinsam bis Mitternacht zusammen weiter. Es war wieder mal richtig Cool, Im online Büro war heute richtig was los und so macht es Spass. Ich ging dann mal Schlafen… Marc machte noch bis um 5:00 Uhr weiter. Ich hoffe mal, er hat nicht schon wieder den ganzen Quellcode umgepflügt. 😉

Netzwerk der vermeintlichen Verlierer wächst!

Findet ihr auch, dass es viel zu viele negative News auf dieser Welt gibt? Deswegen mag ich „Steve Hartman – On the road.“ In diesen Beiträgen bringt der Amerikanische Fernsehsender CBS jeweils immer am Freitag ein Bericht über etwas das gut läuft in dieser Welt. Ja, die Sendung ist sehr amerikanisch, doch es tut einfach gut, zu sehen, dass die Welt nicht so trist ist, wie sie in den Medien oft dargestellt wird.

Die Folgen sind teilweise sehr berührend da sie oft zeigen wie Menschen positiv mit ihrem Schicksal umgehen und damit viel erreichen. Oder es sind Karma Stories, wo Menschen gutes tun und schlussendlich in einer Krisensituation viel mehr zurück bekommen als sie je geben konnten. Alle die Englisch können, empfehle ich die Reihe „Steve Hartman – on the road“ zu Gemüte zu führen.

Eigentlich wollte ich in meinem Blog eine Serie machen, die „on the Road“ kopiert. Ich wollte in dieser Serie fremde Beispiele aus der Schweiz bringen. Ich hätte es „Raphael Bircher – aus dem Zug“ genannt. Doch ich bin kein Journalist und will auch keinen werden. Journalisten sind auf der Zuschauerbank, und ich hasse es, Zuschauer zu sein.

Deswegen fokussierte ich mich auf mein Vefko Projekt. Vor drei Wochen hätte ich noch gesagt, dass aus dem Projekt wohl nichts mehr wird. Nach etlichen Versuchen Leute zu motivieren, sich mal aus ihrem Loch zu kämpfen, hatte ich schon fast aufgegeben. Ich glaubte halt einfach, dass die meisten Leute selbst dann nicht aktiv werden, wenn man ihnen eine Hand reicht.

Oh man, wie falsch war ich mit dieser Einschätzung. Keine Ahnung was gerade passiert, aber seit drei Wochen kommen all die vermeintlichen Verlierer aus dem Boden gekrochen. Und alle wollen sie eins, Teil der Vefko sein. Dabei bieten wir absolut nichts Materielles. Wir sind momentan noch nicht mal in der Lage die CHF 5.– Home Office Spesen für 8h Arbeit zu vergüten. Wir haben in den letzten drei Wochen drei Leute hinzu gewonnen.

Und ich sag Euch eins, das erleben zu dürfen ist schöner als „On the road“ schauen. Denn es ist nicht irgend eine Geschichte die man auf YouTube ansieht. Es ist ein Teil meiner Geschichte. Und das macht diese so speziell.

Raphael bircher – mal nicht aus dem Zug – aus Malans, Schweiz

Der verrückte Tag!

Gestern war echt ein verrückter Tag. Er begann mit einem Skype Gespräch mit Steffen Prey aus dem Norden Deutschlands. Steffen ist selbständiger Journalist und IT Berater und wir haben die selbe Behinderung. Nicht nur das, wir haben auch in vielen Bereichen sehr ähnliche Einstellungen. Uns war relativ schnell klar, dass wir etwas zusammen machen müssen. Wir planen nun einen gemeinsamen Live Stram zu verschiedenen Themen. Wir werden diese natürlich im Voraus ankündigen, damit ihr auch dabei sein könnt.

Dann ging es für mich ins Training nach Zürich. Dieses war leider unterirdisch schlecht. Nach dem Training war die Koordination so schlecht, dass ich aufgrund der Langsamkeit sogar meinen Zug verpasste. An manchen Tagen bereue ich meine experimentellen Trainings wirklich. Doch auch das gehört dazu.

Als ich dann endlich auf dem Heimweg war und ich eigentlich nichts mehr erwartete, kam plötzlich eine Mail rein. Vermutlich haben alle etwas geschmunzelt, als ich die „Stellenanzeige“ für die Vefko vor ein paar Tagen veröffentlichte. Wer sollte sich schon auf eine Stellenanzeige melden, die bei der es erst mal nichts zu holen gibt!

Ganz ehrlich, ich hatte selbst wenig Hoffnungen, dass sich wer meldet, Die Anzeige war ein paar Tage online und richtig promoted wurde sie erst am Montag abend. Keine 24 Stunden später meldete sich bereits jemand! Ich konnte es kaum glauben. Es gibt sie also noch, die Menschen die bereit sind, erst zu investieren um dann voran zu kommen.

Der Tag war dadurch trotz katastrophen Training gerettet. Etwas was vielleicht auch zeigt, dass bei mir der Sport nicht mehr ganz den Stellenwert hat wie früher. Die Vefko wächst, und damit sind plötzlich Sachen möglich, die früher nicht denkbar gewesen wären. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den vielen, etwas speziellen Leuten.

Die letzte Woche bei der Vefko

Wir sind langsam wieder am warmlaufen. Letzte Woche war eigentlich vor allem ich aktiv. Ich führte unteranderem ein längeres Gespräch mit unserem Neuling und behob einige technische Kleinigkeiten. Ebenfalls habe ich schon mal eine Mail für die Sponsorensuche aufgesetzt. Bevor wir wirklich breitflächig raus gehen, möchten wir noch ein paar Sponsoren finden.

Des Weiteren überlege ich mir, ob wir vielleicht mal ein Team Weekend machen. Einfach mal die gesamte Truppe an einem Wochenende in einem Tagungszentrum zusammenziehen und den Gedanken freien Lauf lassen. Ideen und Lösungen bei Mind Mapping, Kaffee und Kuchen ausdiskutieren, das wäre schon cool.

Ansonsten freue ich mich schon darauf, wenn der Vefko Motor mal voll läuft. Ich meine, schon zu zweit mit Marc zusammen war das ne super coole Sache, aber wie bitte ist das zu viert!

Auch Marc hat sich wieder gemeldet. Ich bin immer wieder erstaunt über seine Steh auf Qualitäten. Nächste Woche will er wieder Einsatzbereit sein. Ob es sein Computer auch ist, steht noch offen. Es schaut so aus, als ob da eine Neuinstallation notwendig wird.

Marc und ich waren uns einig, dass wir jetzt auch langsam finanziell etwas mehr für uns sorgen müssen. Wir sind vielleicht diesbezüglich nicht die besten. Wir müssen noch etwas von unserem Herzblut in wirtschaftliches Denken umwandeln. Denn schliesslich ist es unser Ziel, mit dem Ganzen auch Geld zu verdienen.

Die Entscheidung vor über einem Jahr, das Projekt ins Leben zu rufen war die einzig richtige. Nun geht es darum, das Projekt bei der Achterbahn über die Kuppe zu bringen. Denn da sind wir noch nicht darüber hinweg.