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Der verrückte Tag!

Gestern war echt ein verrückter Tag. Er begann mit einem Skype Gespräch mit Steffen Prey aus dem Norden Deutschlands. Steffen ist selbständiger Journalist und IT Berater und wir haben die selbe Behinderung. Nicht nur das, wir haben auch in vielen Bereichen sehr ähnliche Einstellungen. Uns war relativ schnell klar, dass wir etwas zusammen machen müssen. Wir planen nun einen gemeinsamen Live Stram zu verschiedenen Themen. Wir werden diese natürlich im Voraus ankündigen, damit ihr auch dabei sein könnt.

Dann ging es für mich ins Training nach Zürich. Dieses war leider unterirdisch schlecht. Nach dem Training war die Koordination so schlecht, dass ich aufgrund der Langsamkeit sogar meinen Zug verpasste. An manchen Tagen bereue ich meine experimentellen Trainings wirklich. Doch auch das gehört dazu.

Als ich dann endlich auf dem Heimweg war und ich eigentlich nichts mehr erwartete, kam plötzlich eine Mail rein. Vermutlich haben alle etwas geschmunzelt, als ich die „Stellenanzeige“ für die Vefko vor ein paar Tagen veröffentlichte. Wer sollte sich schon auf eine Stellenanzeige melden, die bei der es erst mal nichts zu holen gibt!

Ganz ehrlich, ich hatte selbst wenig Hoffnungen, dass sich wer meldet, Die Anzeige war ein paar Tage online und richtig promoted wurde sie erst am Montag abend. Keine 24 Stunden später meldete sich bereits jemand! Ich konnte es kaum glauben. Es gibt sie also noch, die Menschen die bereit sind, erst zu investieren um dann voran zu kommen.

Der Tag war dadurch trotz katastrophen Training gerettet. Etwas was vielleicht auch zeigt, dass bei mir der Sport nicht mehr ganz den Stellenwert hat wie früher. Die Vefko wächst, und damit sind plötzlich Sachen möglich, die früher nicht denkbar gewesen wären. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den vielen, etwas speziellen Leuten.

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Blog 200!

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich bei WordPress registrierte. Eigentlich hatte ich zu dieser Zeit eine richtige Website online die mit 30’000 Aufrufe im Jahr sogar richtig gut besucht war. Den Blog startete ich mehr so nebenbei, ohne wirklich die Absicht zu haben, richtig zu bloggen. Die Website gab ich irgend wann mal auf, da ich grössere Änderungen hätte machen müssen. Übrig geblieben ist noch der Blog, den ich vor allem im letzten Jahr richtig ernst zu nehmen begann. Nun ist das schon den 200ste Post.

Ich muss zugeben, es war gar nicht so einfach, den nicht zu verpassen. WordPress informiert einem nämlich nur im Nachhinein darüber 😉 Die Zweihundert ist ja eigentlich nur eine Zahl. Zweihundert mal habe ich auf „Veröffentlichen“ geklickt, weil ich der Welt irgendwas mitteilen wollte. Manchmal sinnvolles und manchmal weniger sinnvolles.

Dieser Blog hat es nicht so leicht, da er kein Themenblog ist. Es gibt ein bisschen Sport, ein bisschen Lebensphilosophie und Motivation, ein bisschen IT, ein bisschen „Leben als Behinderter“ und ein bisschen Unternehmertum. Kurz alles was mich interessiert. Aber die wenigsten der Leser werden sich aber für alles interessieren. Das ist vielleicht auch der Grund, weshalb der Blog so wenig Abos hat.

Gelesen wird der Blog natürlich trotzdem. Die Leser kommen vorwiegend von Drittplattformen hierher. Aber immer mehr gibt es auch Google Besucher die zu mir finden, vor allem auf technische Artikel. Doch ganz egal woher die Leute kommen. ich muss hier mal ein Dankeschön an meine Blogleserinnen- und Leser aussprechen. Denn ohne Euch wären es bestimmt keine 200 Blogs geworden.

Vor allem mein neues Flaggschiff, der „Stützradkrimi“ läuft gut. Ich freue mich über die positiven Kommentaren. Es häufen sich auch immer mehr die Fragen, ob ich nicht doch mal ein Buch schreibe. Aktuell ist das nicht geplant, und ihr müsst Euch mit dem Blog zu frieden geben. Vielleicht wandle ich irgendwann den Stützradkrimi in ein Buch um. Das ist aber noch nicht sicher.

Wenn Euch der Blog gefällt, könnt ihr gerne einen Like oder ein Kommentar da lassen, oder ihr abonniert den Blog sogar. Dafür reicht auch eine einfache E-Mail Adresse.

Auf weitere 100 Blogs in diesem Jahr.

Guten Montag Morgen

Es ist Montag Morgen 6:30. Nach einem mehr oder weniger ruhigen Wochenende bin ich nun nach ein paar Mützen Schlaf auch wieder wach. Montag Morgen, der Lieblingstag aller Arbeitnehmer. Endlich ist das langweilige Wochenende wieder vorbei, und man kann wieder arbeiten gehen.

Für mich spielt das ja keine Rolle, denn ich kann auch am Wochenende arbeiten. Normalerweise lasse ich das zwar grössten Teils, dieses Wochenende liess ich es aber nicht komplett sein. Wie viel das war, könnte ich im Stunden Tool der Vefko nachschauen, hab ich jetzt aber keine Lust dazu.

Die erste Aufgabe die ich heute habe, ist Schäfchen zusammentrommeln. Ich schätze, es wird wieder Nachmittag/Abend bis alle reagieren, aber so ist das halt. Diese Woche sollte ich endlich nicht mehr alleine mit Arbeiten sein, und darauf freue ich mich. Doch eigentlich sind wir noch gar nicht richtig auf mehrere Programmierer eingerichtet. Dieses Projekt haben wir erst gerade gestartet.

Ich arbeite momentan daran, die Vefko Tools auf einem Lokalen Testserver zum laufen zu bringen. Wir nutzen dafür XAMPP. Da hat man quasi den Server auf seinem eigenen Laptop, und kann auf seinem eigenen Rechner entwickeln. Zusammen mit der Versions Kontrolle GIT können wir dann zu dritt am Source Code arbeiten, ohne dass wir uns zu stark in die Quere kommen. Erst am Samstag habe ich einen Branch für die Version 1.0 gemacht. Diese wird nun fertig entwickelt, parallel läuft schon die Entwicklung der neuen Version an. Wir haben also einiges vor.

Doch vielleicht kommen heute für mich auch noch ein paar organisatorische Fragen dazu. Geld auftreiben beispielsweise. Oder uns mal bei den Verbänden vorstellen. Dafür müssen zig E-mails geschrieben werden. Und nein, die sollte man vielleicht besser nicht im Serienmail Verfahren schreiben. Zu tun gibt’s genug, dazu noch das Training, das ich auch nicht vernachlässigen darf. Denn Körperlich geht es mir nach wie vor nicht so gut, und ich muss ein bisschen Gegensteuer leisten.

Dennoch lasse ich keinen Vorweihnachtsstress aufkommen. Im Unterschied zu anderen kann ich ja zwischen Weihnachten und Neujahr auch noch arbeiten. Natürlich stehen dann auch für die Vefko noch Jahresbericht, Abschlüsse usw. an. Ein Verein bringt halt immer auch administrative Sachen mit sich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Montag Morgen. Arbeitet schön, und habt eine gute Woche.

Daily Blog – Bin ich jetzt ein Blogger?

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Knapp 80 Blogs und alles in allem 29’000 Wörter habe ich dieses Jahr schon veröffentlicht. Etwas über 8000 Views habe ich dieses Jahr auf dem Konto. Bin ich nun ein Blogger… ich weiss es nicht.

Gestern habe ich wieder eine neue Folge des Stützradkrimis geschrieben und veröffentlicht. Es macht Spass diese Geschichte zu schreiben. Natürlich können jetzt Leute kommen, und behaupten, dass ich Statistikgeil bin. Ich glaube jeder der schon mal selbst ein Blog geführt hat, weiss, dass man immer mal wieder auf die Statistik schaut. Es ist halt einfach eine Bestätigung, wenn der Blog auch gelesen wird. Ganz ehrlich, wer würde schon dauerhaft bloggen wenn niemand das Ganze liest.

Doch sind wir ehrlich, ob man Blogger ist oder nicht, lässt sich nicht an den Viewzahlen ablesen. Ich hatte bei YouTube vor etwas mehr als einem Jahr mal ähnliche Viewzahlen hingekriegt, und fühlte mich trotzdem nicht als YouTuber. Es geht mehr darum, wie viel Zeit man in den Blog steckt. Und genau das hat sich in diesem Jahr geändert. Früher war für mich der Blog nur ein Ort, wo ich Sachen hinpappte, die ich irgendwo öffentlich haben wollte. Die älteren Blogs von mir sind lieblos geschrieben und meist auch gar nicht ein zweites mal durchgelesen.

Doch wird diese Mühe belohnt? Auf jeden Fall. Ich habe 2 neue Follower auf meinem Blog und mit einem stehe ich seit kurzem auch in Kontakt. Es ist Staphan von adventureofmylifetime.com – ein ehemaliger Profi Triathlet von Deutschland, der aktuell die Ausbildung zum Fachinformatiker Richtung Anwendungsentwicklung macht. Ich glaube, es versteht sich von selbst, dass wir eine Menge Berührungspunkte haben. Und wer weiss, vielleicht kommt da ein gemeinsames Blogprojekt mit Stephan

Ich wollte mich nie ein Blogger nennen. Denn zum Bloggen gehört auch einen guten Schreibstil. Es gibt ganz sicher viele Menschen mit einem wesentlich besseren Schreibstil als ich. Meine Schwester meinte letztens zu mir: „Da hat jemand stark am Schreibstil gearbeitet.“ Ja, ich gebe mir wirklich Mühe. Es sind auch durchaus nicht die einzigen Komplimente die ich erhalte. Das alles bewirkt, dass ich mich tatsächlich schon ein bisschen als Blogger fühle.

Die Vision einer Firma

Die Idee ist schon alt und entstand vor etwas mehr als 20 Jahren. Damals war ich zur „Beruflichen Abklärung“ in einer IV Institution. Ich erschrak als ich die Leute sah, die dort drin wahren. Da tummelten sich lauter fähige Leute, die einfach auf den Abstellgleisen deponiert wurden. „Wie vielen anderen Menschen geht das auch noch so?“ fragte ich mich. Und wie viele fähige Menschen landen in einer geschützten Werkstatt und verrichten Arbeit weit unter ihrem Niveau?

Seitdem begleitet mich dieser Gedanke, und liess mich nicht mehr los. Doch da der Sport lange Zeit für mich oberste Priorität hatte, blieb der Gedanke im Hintergrund. Doch meine Beteiligung an IT Kongressen brachte sie wieder ins Bewusstsein. An gewissen Kongressen lagen die Jobangebote buchstäblich auf dem Serviertablett. Gute ITler sind dermassen gesucht, dass man sie jagt. Der Markt ist so trocken das Rekrutierer selbst vor Leuten die Inhaber einer eigenen Firma sind, nicht zurückschrecken.

Auf der anderen Seite sitzen Leute mit Potential zu Hause, werden depressiv nur weil sie irgendwann mal durch irgend ein bescheuertes Raster gefallen sind. Wir erlauben uns ganz schöne Ressourcenverschwendung und jammern gleichzeitig über Mangelnde Fachkräfte. So geht’s nicht weiter Leute!!!

So drehte mein Ideenkopf mal wieder seine Runden. Nach einigen Schlaflosen Nächten hatte ich dann auch eine Idee zusammen, die sich diskutieren liess. In meinem Blog Blog 14 – Vefko als Sprungbrett? schrieb ich das erste mal über die Idee auf meinem Blog. Marc und ich diskutierten die Ideen untereinander. Danach hatten wir ein erstes Treffen mit Profil der Stelle der ProInfirmis die sich um Berufliche Integration kümmert. Doch der Entscheidende Moment war das Digital Forum Davos. Da kriegte ich dermassen positives Feedback, dass ich das Zeitnah umsetzen musste.

Um die grobe Strategie noch mal zu erwähnen. Die Beeinträchtigten fangen erst mal bei der Vefko an. Dort können sie sich wieder langsam an das Arbeitsleben gewöhnen, Erfahrungen sammeln und ihr Können unter Beweis stellen. Danach werden sie an Partnerfirmen ausgemietet. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich so erst mal kennen lernen und man sieht ob die Person in das Umfeld passt. Und erst dann folgt der Transfer an die Firma. Somit kann sicher gestellt werden, dass genügend Zeit da ist, um das oft verstaubte Potential zu wecken, das oft angeknackste Selbstvertrauen zu wiederherzustellen, und die richtige Arbeitsstelle zu finden.

Ich möchte klar stellen, dass wir nicht eine der zahllosen „Och hilf den armen Behinderten“ Organisationen sein wollen. Wir sehen das eher umgekehrt. Wir Behinderten wollen der Überlasteten IT Branche ein Händchen reichen und unser Know How zur Verfügung stellen.

Auf lange Sicht, ist natürlich ein Verein die falsche Organisationsstruktur für so was. Deswegen steht mittelfristig die Gründung einer Firma im Raum. Ich Persönlich fände eine Genossenschaft ganz passend, Da könnte die Partnerfirmen sich beteiligen. Das ist allerdings noch lange nicht ausdiskutiert.

So, jetzt ist es raus! und ihr wisst, an was Raphael die letzten Wochen rumgebrütet habt. Firmen die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, melden sich bei mir. Mit etwas Glück kriegt ihr sogar ein paar Stunden von mir als Open Source Spezialist.

Anfragen könnt ihr an raphael(at)vefko.ch stellen.

Zwischen Computer und Sportplatz

Seit gestern hat in meiner Sportgruppe wieder offiziell das Training begonnen. Gerade läuft es mir mit dem Laufen nicht so gut. Der Bewegungsablauf ist irgendwie anders und anstrengend. Ich muss mich wieder dauernd konzentrieren, damit ich nicht hinfalle. Für den Alltag ist das mühsam. Es ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie vor einem Jahr, aber halt trotzdem nicht angenehm.

Mein Körper experimentiert mal wieder mit anderen Bewegungsmustern, und ich hab mal wieder nicht wirklich Ahnung was er da genau tut. Ich spüre, dass die Waden vor allem beim Treppensteigen mehr im Einsatz sind. Auch der Kniebeuger ist mehr im Einsatz, nur leider mit dem falschen Timing. Die Zusammenarbeit mit den Waden stimmt überhaupt nicht, was in einem Bewegungsablaufs Chaos endet.

Dieses Chaos heisst es in den kommenden Wochen etwas zu ordnen. Das wird wieder eine Herausforderung und ich hoffe, dass die Muskeln nicht einfach wieder in die alten Bewegungsmuster zurückfallen. Zudem Behandle ich gerade wieder einen kleinen Magnesiummangel.

Der Sport macht aktuell wenig Spass. Momentan habe ich wieder mal das Gefühl, dass ich höchstens gegen Rückschritte ankämpfen kann und Fortschritte in weiter Ferne sind. Aber das Gefühl kenne ich ja, und bis jetzt ist es immer wieder in ein neues Hoch gegangen. Also kämpfen wir wieder mal ohne grosse Motivation.

Umso schöner ist es, dass das Vefko Projekt Freude bereitet. Manchmal fühle ich mich schon richtig wie ein Businessmann. Sitzung da, Sitzung dort, es ist glaub ich seit langem wieder mal ein Projekt, dass wirklich Beteiligung von aussen hat. Dem entsprechend will es auch gemanagt werden.

Es tut gut, den Fokus etwas weg vom Sport zu haben. Nicht nur aufzustehen um zu trainieren. Versteht mich nicht falsch, die Jahre des Spitzensports waren eine tolle Sache. Aber nun ist es an der Zeit, in anderen Bereichen die grosse Leistung zu bringen. Natürlich, für die Leute da draussen bin ich immer noch der Sportler, aber für mich hat die Vefko nun Priorität.

Nichts desto trotz, die nächste Saison in der Leichtathletik ist in der Vorbereitung. Es dürfte schon spannend werden, wie ich Sport und Business unter einen Hut bringe aber bis jetzt klappt das gut. Die Abwechslung macht Spass. Bleibt noch zu hoffen, dass es mit dem Sport auch bald wieder bergauf geht. So dass ich wieder mit Freude in die Trainings kann.

Mein Geburtstag

Das erste „Geschenk“ erwartete mich bereits am frühen Morgen. Ich schaute aus dem Fenster und was sehe ich… es schneite und das am 28. Oktober. Wer mich kennt, weiss, dass ich kein schneebegeisterter Typ bin, aber das kann ich ja auch nicht ändern.

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Ich hatte mit meinen Eltern abgemacht, und so ging meine Reise erst mal mit dem Zug nach Cham. Dort wurde ich von meiner Mutter abgeholt. Nach dem wir uns erst mal bei meinen Eltern ein bisschen unterhalten haben, gingen wir zusammen Mittagessen. Wir hatten mit einem ehemaligen Angestellten meiner Eltern abgemacht. Ich wuchs ja in einer Bauernfamilie auf, und da sind Angestellte oft wie ein Teil der Familie. Bei dieser Person war das wirklich krass. Er war für uns wie ein Grossvater, war fast jede Mahlzeit bei uns. Auch Feste wie Weihnachten und Ostern verbrachte er bei uns. Er ist mittlerweile in einem Alterszentrum und wir gingen ihn besuchen.

Über meinen Besuch freute er sich sehr. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen. Ich bin relativ selten in Hünenberg, und wenn dann meistens um meine Eltern zu besuchen. An diesem Tag merkte ich wieder mal, wie viele mich immer noch kennen. Das obschon ich schon 15 Jahre weg bin. Viele Leute haben mich angesprochen.

Danach ging es noch mal zu meinen Eltern, wo es noch ein feines Dessert gab. So hatten wir mal wieder Zeit miteinander zu quatschen. Danach ging es für mich wieder nach Hause. Leider hatte ich mit der Zugsfahrt nicht so viel glück. Ich kam etwas verspätet an, wodurch ich den Nachtbus nach Malans verpasste. Auf das Taxi musste ich auch eine Weile warten, da merkte ich, dass der Winter wieder zurück ist. Denn es war kalt.

Alles in Allem hatte ich einen ruhigen Geburtstag. Danke den Eltern für die Einladung, danke all denen, die mir über Social Media Glückwünsche gesendet haben. Natürlich möchte ich auch der Person danken, die mir auch dieses Jahr wieder eine dicke Bündner Nusstorte gebacken hat und offenbar anonym bleiben möchte. Denn ich weiss bis heute nicht, wer das ist. Und jetzt heisst es los ins 39. Lebensjahr!

Marketing, Marketing und noch mal Marketing

Gestern hat der Tag für mich wieder mal früh morgens begonnen. Schon um vier Uhr war ich vor dem Computer. Doch dies mal ging es nicht ums programmieren. Marketing war angesagt. Das Thema beschäftigt mich nun schon seit zwei tagen, und wird mich wohl auch noch ein bisschen begleiten.

Die beste Software (wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass wir die beste Software haben) bringt nichts, wenn sie niemand kennt. Daran sind schon ganz coole Projekte gescheitert. Im Unterschied zu viele Startups, die mit viel Geld im Rücken in den Markt geballert werden, müssen wir nahezu ohne Finanzen auskommen. Das ist eine richtige Herausforderung.

Zwischen den E-Mails und Networking auf den verdächtigen Plattformen, schob ich auch noch zwei Trainings ein. Ja, ich bin wieder am Trainieren. Aktuell zwar nur mit dem Fahrrad aber es geht auch schon bald wieder mit den Lauf- und Koordinationstrainings los. Diese habe ich jetzt auch langsam wieder bitter nötig. Bei meinem Fahrrad wird langsam aber sicher eine grössere Reparatur fällig. Die Bremsbeläge der Scheibenbremsen neigen sich dem Ende zu.

Am Nachmittag ging es dann nach Chur. Es war in der ganzen Schweiz Digital Tag. Da gab es Anlässe in diversesten Städten der Schweiz. Der Event ist eigentlich eher für die Allgemeinheit ausgelegt, also kein Entwickler Event. Die Themen waren dem entsprechend auch sehr oberflächlich. Dennoch konnte ich ein paar neue Kontakte knüpfen und ein paar interessante Gespräche führen.

Auf dem Rückweg traf ich dann noch Kai. Kai ist ein Strassenmusiker unserer Region. Er spielt im Herbst und Winter immer abwechselnd in Chur und Landquart in den Bahnhofunterführungen. Normalerweise sehe ich ihn immer auf dem Weg zum Training. Kai und seine Familie ist ein spezieller Typ, der sein Leben lebt. Solche Menschen finde ich einfach cool.

Kai hat mit seiner Familie eine neue CD aufgenommen, und hat am 24. November Plattentaufe in Chur. Da er eher der Analoge Mensch ist, hab ich mir erlaubt, den Flayer für das Konzert abzufotografieren.

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Tutti Frutti vor dem Computer

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Gestern startete mein Tag früh am Morgen. Schon vor fünf Uhr war ich am Computer und habe programmiert. Ich wollte die Statistik in unserem internen Arbeitstool fixen. Die Gesamtstunden sind immer noch nicht korrekt.

Doch dann überkam mich der Hunger. Zum Glück war schon sechs Uhr. Obschon ich in einem 2500 Seelen Dorf lebe, hat der Dorfladen bereits um 6:00 geöffnet. Da staunt ihr he. Doch diesmal kam ich mit etwas speziellem zurück.

Vermutlich ist es bereits genetisch festgelegt das Programmierer immer etwas zu knappern auf dem Schreibtisch haben müssen. Dass dies nicht selten die Lebensdauer der Tastaturen verkürzt, nehmen wir billigend in Kauf. Meistens ist das Zeugs, dass man vor dem Rechner verspeist, nicht gerade gesund. Ich machte dies mal eine Ausnahme, und habe mir ein Teller mit Tutti Frutti vor den Computer gestellt.

So gut das Zeugs auch ist, den Fehler konnte ich trotzdem nicht beheben. Zwar habe ich nach einigen Analysen den Fehler gefunden, eine einfache Lösung ist mir aber nicht eingefallen. Also nichts wie raus aufs Rad. Doch heute wollten auch die paar Runden an der frischen Luft nicht helfen.

Am Abend hatte ich dann noch ein Kommentar unter einem YouTube Video. Irgend ein Typ will mich kontaktieren, weil er Programmierer braucht. Wie er mich auf YouTube gefunden hat… keine Ahnung. YouTube ist ja nicht gerade die Plattform, wo man erwartet, Aufträge an Land zu ziehen. Ob daraus was wird, steht sowieso noch vollkommen in den Sternen.

Ich greife in den Teller vor mir. Mist, warum müssen Knappereien immer so schnell weg sein? Aber sind ja nur noch ein paar Stunden, dann kann ich mir wieder Nachschub holen.

Google verkauft Adressdaten an dubiose Callcenter?

Als erstes möchte ich sagen, dass ich keine eindeutigen Beweise habe aber die folgende Story beinhaltet doch starke Indizien dafür.

Telefonwerbung ist in der Schweiz eigentlich verboten. Dennoch kennt sie fast jeder, die Callcenter die vom Ausland aus operieren, sich hinter einer Inlandnummer tarnen und über Umfragen irgendwelche Produkte verkaufen wollen. Ich habe genau aus diesem Grund kein Telefonbucheintrag und meine Handy Nummer gebe ich nur an ausgewählte Leute weiter. In meinen vier Jahren in denen ich die Nummer habe, hatte ich noch nie ein Callcenter Anruf. Doch vor zwei Monaten hatte ich so ein Kandidaten. Es handelte sich um die Firma Datacall. Kurze Recherche im Internet zeigte… agressive Telefonwerbung.

Gut dachte ich, wenn ich nichts unternehme werden die garantiert wieder anrufen… Drehen wir den Spies doch einfach um und nerven die etwas. Ich meine die wollen Produkte verkaufen, und verdienen wohl vor allem wenn sie eben was verkaufen. Also rief ich sie zurück, und nahm sie so richtig auf die Schippe. Nein, nicht nur ein mal… sondern etwa 6 mal an einem Tag. Mir hat das ziemlich Spass gemacht, die Mitarbeiter des Callcenters hatten leider wenig Sinn für Humor. Ich bin wohl nicht der einzige der diese Idee hatte :p

Nur woher haben die meine Nummer?! Ich nehme nie an Wettbewerben teil, da ich weiss, dass diese meist nur Adressdatensammlungen sind. Theoretisch ist es natürlich möglich, durch ausprobieren an eine Nummer zu kommen. Kann ich natürlich nicht ausschliessen dass es so war. Das wäre für Callcenter allerdings nicht sehr rentabel, da die blosse Nummer ziemlich wertlos ist. Adressen sind erst dann interessant, wenn sie mit weiteren Daten versehen sind. Beruf, Interessen usw.

Von Google ist bekannt, dass sie Personendaten im grossen Stil sammelt. Sie behaupten, sie brauchen das für personifizierte Werbung bei Google ads und auch bei YouTube. Google nötigte mich mal meine Nummer rauszugeben, also sie haben meine Handynummer. Lustigerweise hat Google auch seit Jahren eine Fehlinformation von mir. Sie glauben nämlich seit langem dass ich im Besitz eines Auto bin. Auf YouTube wird mir dauernd Autowerbung gezeigt… dabei habe ich nicht mal einen Führerschein. Und nein, diese Falschinformation habe ich nicht bewusst gestreut.

Interessanterweise wollte mir das Callcenter eine Autoversicherung andrehen. Und die gingen fest davon aus, dass ich ein Auto habe. Klar, der Datenhandel zwischen Datacall und Google ist damit nicht belegt. Aber es gibt doch gute Indizien dafür.

Interessieren würde mich ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Schreibt unten in die Kommentare oder ruft mich an auf ++XX XX XXX XX XX

Und Datacall ich vermisse Eure Anrufe… Würde Euch so gerne wieder mal verarschen.