Archiv der Kategorie: Computer

IT Anschaffungen, nicht übertreiben!

Wer zu hause eine IT Anlage hat, kennt das. Die Geräte sind schnell outdate und man muss jährlich Geld in die Hand nehmen um die Anlage wieder zu verjüngen. Klar macht es einen Unterschied, ob man professionell damit arbeitet oder eben nur so ein Ding hat, weil es ohne eben nicht mehr geht. Als IT Freak ist man natürlich gerne auf der modernen Seite. Doch wir, und da schliesse ich mich gerne mit ein, übertreiben gerne mal.

Letztes Jahr habe ich eine kostspielige Anschaffung gemacht. Ich habe mein Hauptgerät ersetzt. Die Überlegungen dahinter und wie das Aussieht, habe ich in diesem Blog beschrieben. Dennoch, eigentlich schaffe ich mir jedes Jahr was neues an. So stellte ich mir auch dieses Jahr die Frage, was ich verbessern könnte.

Beim X270 ist der Engpass der Prozessor. Der i7 hat nur zwei Kerne. Aufrüsten lässt sich das aber nicht. Daher spielte ich mit dem Gedanken das Notebook zu verkaufen und mir ein leistungsstärkeres zu holen. Ich hätte auch schon ein persönlicher Favorit gehabt, Das Lenovo Thinkpad X1 Carbon Extreme. Mit Hexa Core (Sechs Kern) und einer Dedizierter Graphikkarte lässt das Ding keine Wünsche offen. Ne absolute Rennmaschine unter den Notebooks.

Doch dann kam der zweite Teil, was bringt mir der Wechsel. Das ist nicht nur eine Kostenfrage sondern auch eine Frage des Aufwands. Denn bis ich mein System wieder so konfiguriert habe, wie ich es haben will, vergehen ein paar Stunden. Lohnt sich das?

Natürlich hängt das ganz davon ab, wie man die Kiste benutzt. Das bisschen PHP fordert meinen Laptop überhaupt nicht. Es gibt ganz selten Situationen wo ich mir sage… Ach ein paar Prozessorkerne mehr wäre kein Luxus. Die 16GB Arbeitsspeicher reize ich nie voll aus und die 512GB SSD sind nur halb voll. Programmdateien brauchen kaum Platz auf dem Rechner. Mit anderen Worten, der Wechsel hätte mir nichts gebracht. Es wäre einfach nur Luxus gewesen.

Dennoch habe ich mir etwas bestellt. Ich arbeite ja zu Hause über eine Docking Station an einem normalen Bildschirm, Tastatur und Maus. Der Bildschirm ist schon ziemlich alt. 8 Jahre um genau zu sein. Er war nie für die Nutzung am Hauptcomputer bestimmt, daher wählte ich eine nicht so hohe Qualität damals. Heute habe ich mir einen neuen Bürobildschirm bestellt, und darauf freue ich mich.

So bleiben die IT Anschaffungen erst mal moderat, wir wollen es ja nicht übertreiben.

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Die letzte Woche bei der Vefko

Wir sind langsam wieder am warmlaufen. Letzte Woche war eigentlich vor allem ich aktiv. Ich führte unteranderem ein längeres Gespräch mit unserem Neuling und behob einige technische Kleinigkeiten. Ebenfalls habe ich schon mal eine Mail für die Sponsorensuche aufgesetzt. Bevor wir wirklich breitflächig raus gehen, möchten wir noch ein paar Sponsoren finden.

Des Weiteren überlege ich mir, ob wir vielleicht mal ein Team Weekend machen. Einfach mal die gesamte Truppe an einem Wochenende in einem Tagungszentrum zusammenziehen und den Gedanken freien Lauf lassen. Ideen und Lösungen bei Mind Mapping, Kaffee und Kuchen ausdiskutieren, das wäre schon cool.

Ansonsten freue ich mich schon darauf, wenn der Vefko Motor mal voll läuft. Ich meine, schon zu zweit mit Marc zusammen war das ne super coole Sache, aber wie bitte ist das zu viert!

Auch Marc hat sich wieder gemeldet. Ich bin immer wieder erstaunt über seine Steh auf Qualitäten. Nächste Woche will er wieder Einsatzbereit sein. Ob es sein Computer auch ist, steht noch offen. Es schaut so aus, als ob da eine Neuinstallation notwendig wird.

Marc und ich waren uns einig, dass wir jetzt auch langsam finanziell etwas mehr für uns sorgen müssen. Wir sind vielleicht diesbezüglich nicht die besten. Wir müssen noch etwas von unserem Herzblut in wirtschaftliches Denken umwandeln. Denn schliesslich ist es unser Ziel, mit dem Ganzen auch Geld zu verdienen.

Die Entscheidung vor über einem Jahr, das Projekt ins Leben zu rufen war die einzig richtige. Nun geht es darum, das Projekt bei der Achterbahn über die Kuppe zu bringen. Denn da sind wir noch nicht darüber hinweg.

Vefko sucht noch Kreative

Programmierer haben wir, doch für Design und Graphik suchen wir noch Kreative Leute.

Anforderungsprofil

  • Motivation und Freude an der Arbeit
  • Aktives mitdenken.
  • Anwender der entsprechenden Graphik Software. Adobe CC, Corel, oder die Open Source Alternativen. (GIMP, Inkscape, Scribus)
  • Selbständiges Arbeiten.
  • Behindert oder sonst irgend eine Macke (ja, das meinen wir ernst)

Das bieten wir!

  • Keine garantierte Entlöhnung
  • Home Office. Komplett von zu Hause aus arbeiten.
  • Vorerst keine feste Stundenbindung (jeder arbeitet so viel er möchte und kann)
  • Etwas verrücktes aber total cooles Team
  • Möglichkeit der Beteiligung bei etwas Neuem
  • Und vielleicht wächst daraus ja doch ein bezahlter Job!

Du fühlst dich spontan angesprochen? dan schreibe JETZT gleich eine Mail an raphael(at)vefko.ch (bevor dich die ersten Zweifel beschleichen). Du brauchst erst mal keine Bewerbung zu schicken, sondern nur ein Hinweis, dass du Interesse hast.

Wer ist die Vefko: Die Vefko ist eine kleine Gruppe von Leuten, die es aufgrund irgendwelcher Beeinträchtigungen bis jetzt nicht geschafft haben, in unserem Wirtschaftssystem Fuss zu fassen. Wir sind der Meinung dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann und daher haben wir uns zusammengeschlossen. Eine art Selbsthilfegruppe der „vermeintlichen Verlierer“


Programmieren lernen, aber wie?

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich überhaupt programmieren lernte. Alles im Selbststudium, das ist doch gar nicht möglich. Doch das ist möglich, wenn auch nicht so einfach wie manche immer behaupten. Für viele Menschen ist programmieren ein Mysterium und wie es Mysterien so an sich haben, geht auch vom programmieren eine Faszination aus.

Um es gleich mal vorweg zu nehmen, all die Kiddies, die jetzt glauben, man könne Informatik mit dem vergleichen was so ein durchschnitts Jugendlicher vor einem Computer macht, vergesst es! Programmieren hat nichts mit Gamen und schon gar nicht mit YouTube Video kucken zu tun. Und ja, es ist schon wahr, nicht jeder ist für das Programmieren geschaffen. Es erfordert abstraktes und logisches Denken und vor allem (und das ist noch viel wichtiger) viel, nein verdammt viel Geduld. Neven aus Stahlseilen sind hier Pflicht. Denn es kommt vor, dass du mehrere Stunden an einem Fehler sitzt. Mein persönlicher Rekord lag bei 30h, und es war am Schluss ein Komma das ein Kollege vergessen hatte. Jeder Programmierer kann dir da seine eigenen Geschichten erzählen.

Dazu solltest du einen Hang zur Genauigkeit haben und den willen Sachen richtig zu machen. Oft ist dieses „Richtig machen“ den längeren Weg. Aber man tut gut daran diesen zu gehen, denn die Abkürzungen (durty hacks wie man sie nennt) bringen später meist Probleme. Viele lernen das erst nach schmerzlichen Erfahrungen, andere lernen es gar nie. Mit anderen Worten, Programmieren ist nicht der geile Job, den man aus dem Fernsehen kennt, sondern grösstenteils einfach üble Fleissarbeit.

Ich konnte Euch damit noch nicht vertreiben? Eigentlich ziemlich schade, denn sonst hätte ich das Tutorial gar nicht schreiben müssen. Wobei ein Tutorial soll das hier gar nicht werden. Denn solche gibt es schon genug. Ich möchte Euch eher so das Grundrüstzeug auf den Weg geben, um los zu legen.

Viele stellen sich programmieren lernen eh falsch vor. Sie glauben, man liest da irgend ein schlaues Buch und prügelt sich den Inhalt in den Kopf, und danach könne man programmieren. Programmieren lernen heisst learning by doing. Man beginnt ganz am Anfang schon mit kleinen Programmen. Mittels Nachschlagewerken und einer guten Portion Geduld und Logik kann man sich bereits ein Programm zusammenschustern. Dennoch ist der Weg voll von Stolperfallen, und genau diese will ich in meiner Blogserie behandeln. Viele Informationen die ich euch nenne, erscheinen vielleicht gar nicht so wichtig. Lest es Euch trotzdem durch, Ihr erhaltet viele Informationen, die euch später jede Menge Zeit ersparen.

Wir werden mit der Website Programmierung anfangen und uns dann langsam hoch arbeiten. Ich wünsche Euch bei den Tutorials viel Spass

Netzwerk der vermeintlichen Versager

Es ist schon mehr als zwei Jahre her, als ich die Idee hatte, mit lauter „Versager“, die in unserer Wirtschaft keinen Platz finden, etwas zu gründen. Vor eineinhalb Jahren habe ich das getan. Wir waren zu zweit, Marc und ich, die den Verein Vefko ins Leben riefen.

Wie es so mit neu gegründeten Sachen ist, gingen wir mit viel Elan an die sache. Mussten aber auch feststellen, dass eine gute Idee alleine nicht reicht, um Leute zu überzeugen. Vor allem bei der Sponsorensuche reichte eben nur eine Idee und ein Konzept nicht wirklich aus.

Marc und ich hatten immer eine gute Zusammenarbeit. Wir hatten unsere höhen und unsere Tiefen mit der Vefko. Manchmal machte es tierisch Spass, und manchmal war es einfach nur mühsam. Es gab einige Legendäre Situationen über die wir wohl noch lange sprechen werden und ich bin froh das gemacht und miterlebt zu haben.

Das klingt jetzt so, als ob es vorbei wäre und das Projekt Vefko eingestampft. Nein das ist nicht so… die erste Phase des Projektes ist vorüber. Denn nun ist das passiert, was an was wir lange nicht geglaubt haben. Unser „Netzwerk der vermeintlichen Versager“ wächst. Es sind nämlich schon vier. Ist jetzt nicht viel, aber vier Leute, die sich selbst von sich aus für ihre Berufliche Zukunft einsetzen, ist doch schon mal was! Das heisst auch vier Leute die sich nicht als Opfer sehen und die ihr Potential ausschöpfen wollen.

Doch von zwei auf vier ist eine grosse Veränderung. Wir müssen jetzt erst lernen, wie wir zu viert effizient arbeiten. Einige Umstellungen haben wir ja bereits vorgenommen, damit der Workflow in der Software Entwicklung besser passt. Aber es wird noch mehr brauchen, und deswegen gehören die Anfänge bereits zu den „Guten alten Zeiten.“

Ich freue mich auf jeden Fall auf die kommende Zeit, eine Zeit in der wieder mehr läuft, und wir auch mehr umsetzen können.

Und hier ist noch der link zur vefko.ch

Einer von einer Millionen

Zertifikat von Folding@home

Weihnachten ist vorbei, und damit auch die Zeit der tausend Bettelbriefe. Auch ich habe gespendet, kein Geld, aber Rechenleistung. Ja das kann man, und ist sogar ziemlich einfach. Aber bevor ich Euch jetzt sage wie, möchte ich noch sagen, warum ich das tue.

Wie einige von Euch vielleicht wissen, hatte ich im Jahre 2005 Lymphdrüsenkrebs. Ich konnte nach einem Jahr geheilt werden. Einige Medikamente, die ich bekam waren relativ neue Entwicklungen. Ich weiss nicht, wo ich ohne diese heute wäre. Auch wenn ich punkto Medikamente eher kritisch bin, und nur das nehme was wirklich sein muss (aktuell gar nichts), so können sie manchmal doch über Leben und Tod oder auch über mehr Lebensqualität entscheiden.

Doch um Medikamente zu entwickeln muss man erst mal die Krankheiten verstehen. Grundlagenforschung ist angesagt. Die Ursache vieler Krankheiten liegen in fehlerhafter Proteinfaltung. Proteine sind Eiweisse die in unserem Körper wichtige Aufgaben übernehmen. Dabei falten sie sich auf sehr komplexe weise. Die Proteinfaltung lässt sich mathematisch berechnen, braucht aber unglaubliche Rechenpower

Und genau darin liegt das Problem, die Wissenschaft hat in diesem Bereich zwar die Tools aber nicht die Rechenpower um die Probleme zu lösen. Dabei ist eigentlich auf der Welt Rechenpower im Überfluss vorhanden. Denn ein durchschnittlicher Anwender braucht meist unter 10 Prozent der Rechenleistung des Computers. Und die restlichen 90 Prozent kann man der Wissenschaft zur Verfügung stellen.

Auf der Website von folding@home könnt ihr ein Programm runterladen und installieren. Damit kann auch dein Computer zur Grundlagenforschung beitragen. Leider gibt es aktuell wesentlich mehr Arbeit als Rechner und deswegen hoffen wir auf Verstärkung.

Ist Windows 10 wirklich eine Alternative zu Mac OS X?

Nie mehr Windows! Das sagte ich 1999 als ich als enttäuschter User von Windows 98 auf Mac OS (damals noch Classic) umstellte. Und diesen Spruch hört man oft von Leuten. Ich war lange glücklicher Mac User. Doch vor drei Jahren habe ich ihnen den Rücken zu gekehrt. Grund dafür war vor allem die Hardware, deren Preis Leistungsverhältnis für mich einfach nicht mehr vertretbar wahren kombiniert mit den Hunds miserablen (sorry, kann es nicht anders ausdrücken) Service von Apple. In diesem Blog habe ich darüber geschrieben.

Doch mit dem Hardware Wechsel stand leider auch ein Betriebssystem Wechsel an. Ich muss dazu sagen, dass ich neben den Mac OS immer auch Windows Betriebssysteme am laufen hatte. Allerdings nie als Hauptsystem. Nach einem einigermassen brauchbaren Windows XP schockierte uns Microsoft mit dem Windows Vista. Windows 7 war zwar wieder besser, aber es war halt immer noch Windows. So war meine Erwartungen an mein neues System vor drei Jahren nicht allzu hoch, doch ich wollte ihm eine Chance geben.

Und ich wurde positiv überrascht. Mit Windows 10 hat meiner Meinung nach Microsoft nicht nur ein XP Nachfolger geschaffen, sondern noch eine oben drauf gelegt. Vor allem in Sachen Stabilität und Performance ist Windows 10 ein Quantensprung. Mir ist Windows 10 Pro in den 3 Jahren keine zehm mal abgeschmiert wobei sich die Abstürze in den neueren Updates noch mal massiv verringert haben. Neuinstallation war nur einmal notwendig, und zur Verteidigung muss ich auch noch erwähnen, dass es ein Windows 8 Gerät mit Windows 10 Update war, zudem mit einer Vendor Version von Lenovo. Als ich dann das standard Windows 10 Pro drauf geladen habe, lief das Ding und läuft auch heute, drei Jahre später immer noch ohne Probleme.

An der Performance wurde definitiv gearbeitet. Windows läuft flott. Nur das Dateisystem ist noch ne lame Ente. Kopieren von vielen kleinen Dateien ist nach wie vor ein Spiessrutenlauf. Mit viel meine ich so 10’000 Aufwärts, also nichts was ein normaler Anwender jeden Tag macht. Auch punkto Sicherheit kann man heute auf zusätzliche Antivirus Programme verzichten. Der Windows Defender macht seinen Job ganz gut und saugt auch nicht die halbe Performance weg.

Treiberprobleme unter Windows war lange Zeit ein grosses Problem. Auch unter Windows 10 hatte ich ein Treiberproblem das wohl im Zusammenhang mit Intel Grafics 620 steht. Da gibt es einen nervenden Flacker Bug bei Videos. Meine Recherchen haben jedoch ergeben, dass der meinen doch recht speziellen Einstellungen für die Hyper-V geschuldet ist. Mit anderen Worten, ein normaler Anwender sollte nicht in dieses Problem laufen. Microsoft hat in Sachen Treiber sicher viel gemacht, dennoch kann man hin und wieder Treiberproblemen begegnen.

Und wie ist es mit der intuitiven Bedienung. Ja, da hat Microsoft leider wenig getan. Und hardcore Mac User werden da ihre Probleme haben. Windows ist der Meister der „Funktionen zu verstecken“ und selbst ich habe schon Funktionen gesucht. Wenn man professionell mit Computer arbeitet kann man sich da jedoch umgewöhnen. Aber für Leute die nur gelegentlich mal am Computer sind, ist Windows nach wie vor kein so tolles System.

Windows 10 bietet gegenüber Mac OS X aber auch Vorteile. So laufen auf Windows auch noch 10 Jährige Programme, was du auf einem Mac OS X vergessen kannst. Ebenfalls ist die Programmauswahl natürlich um einiges grösser. Ein weiterer Vorteil ist der Tablet Mode, womit Windows 10 auch auf einem Touch Bildschirm gut zu bedienen ist.

Langer Rede kurzer Sinn. Windows 10 hat sich zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten von Mac OS X entwickelt und das sagt jemand, der mal ganz scharf gegen Microsoft geschossen hat. Das Betriebssystem ist zumindest in der Pro Variante und in Kombination mit einer SSD wirklich gut zu gebrauchen.

Mein Programmiererequipement

Heute stelle ich mal meine Arbeitsgeräte und Programme vor, so wie die Überlegungen dahinter. Vor etwas mehr als drei Jahren machte ich einen grossen Wechsel in meiner IT Umgebung. Einerseits wechselte ich von Apple auf Lenovo mit Windows 10. Andererseits wollte ich eine komplett mobile Workstation. Vorher hatte ich einen aufgemotzten IMac 2011er Generation für zu Hause und ein Macbook Air für unterwegs. Das Problem, das Macbook Air war relativ leistungsschwach und ich hatte da nur das nötigste dabei. So fehlte immer mal wieder ein Programm für irgendwelche Arbeiten oder was auch immer.

Aktuell besteht mein Arbeitsplatz aus zwei Rechnern. Einem Lenovo X240 mit 256GB SSD und 8GB RAM und einem I7 2.4GHz Dual Core Prozessor und einem X270 mit 512GB SSD, 16GB RAM und einem I7 2.9GHz Dual Core Prozessor. Der X240 ist heute mein Zweitrechner. Gebraucht wird er vor allem für Telekonforenzen über Skype oder so. Nebenbei rechnet er etwas für die Wissenschaft.

Der X270 ist mein Hauptrechner. Er ordnet sich gerade noch knapp zu den UltraBooks ein, hat jedoch ordentlich Leistung. Ich muss dazu sagen, dass Programmierarbeit meist nicht so viel Platz braucht. Deswegen reichen 512GB SSD vollkommen aus. Eigentlich habe ich noch eine Externe HardDisk. Diese brauchte ich aber nur, als ich noch mehr YouTube machte.

Für zu Hause habe ich eine Docking Station von Lenovo, mit externem Bildschirm, Tastatur und Maus. Einige fragen sich jetzt weshalb eine Docking Station, es ginge doch auch ohne. Das ist prinzipiell richtig. Nur habe ich mit der Docking Station deutlich mehr Anschlüsse. Und ich brauche nicht jedes mal vier Kabel auszustecken wenn ich verreise. Doch im unterschied zu früher, habe ich alles auf meinem Notebook. Es ist also egal ob ich zu Hause oder unterwegs bin. Ich habe immer alles dabei.

Ich habe auf dem Gerät einen Business Service Vertrag. Das ist das, was die ThinkPads wohl am meisten von anderen Geräten unterscheiden. Im Schadensfall habe ich vor Ort Service. Allerdings sind die Geräte ziemlich robust. und in den drei Jahren musste ich noch kein Garantiefall melden. Ach ja, die Geräte kommen mit 3 Jahre Garantie.   Die Qualität gibt mir eine gewisse Sicherheit.

Ich habe etliche Spezialeistellungen in Windows vorgenommen. Wie viele das sind, wurde mir erst bewusst, als ich letzten Frühling meinen neuen Computer installierte. Die erste Sondereinstellung ist, dass ich nicht den Microsoft Account benutze, sondern einen lokalen Benutzer erstellt habe. Genau genommen habe ich zwei Benutzer erstellt. Ich habe nämlich einen separaten Admin Account und arbeite auf einem Standard Account ohne Admin Rechte. Das ist auf Windows eine ziemlich untypische Einstellung. Die habe ich aus Sicherheitstechnischen Gründen gewählt habe. So kann sich nämlich nicht einfach ein Programm ohne meine Erlaubnis installieren. Bei nicht so gut programmierten Programmen macht diese Einstellung auch hin und wieder mal Probleme.

Meine SSD ist verschlüsselt, damit nicht gleich jedermann Zugriff auf die SSH Keys hat wenn er meinen Laptop stielt. Für die jenen die nicht wissen was SSH Keys sind. Das sind digitale Schlüssel für Server. Damit man auf den Server zugreifen kann, braucht man nicht nur ein (ziemlich kompliziertes) Passwort, sondern auch den richtigen Schlüssel. Die Schlüssel kann ein Kollege relativ schnell austauschen. Der Alte Schlüssel ist dann wertlos. Damit nicht jemand an meinen Computer kann während der mal unbeaufsichtigt ist, habe ich einen Bildschirmschoner installiert, der automatisch in den Anmeldebildschirm zurückkehrt. Bei Anderen Betriebssystemen ist das Standard, Windows tut sich da leider immer noch schwer.

Eine Weitere Spezial Einstellung ist die Art wie ich die zwei Monitoren eingestellt habe. Sobald ich zu Hause arbeite, habe ich einen zweiten Monitor. Bei mir ist der Externe Monitor als Hauptbildschirm definiert. So bald ich den Computer auf der Docking Station habe, gehen alle Fenster auf den Externen Bildschirm. Den Notebook Bildschirm nutze ich dann für irgendwelche Zusatzinformationen. Zum Beispiel lasse ich dort meist das Vefko interne Office Tool laufen. Sobald ich das Notebook von der Dock nehme, gehen alle Fenster wieder auf den Notebook Bildschirm zurück.

Viele Programme bei mir sind auf Englisch eingestellt. Das System auf dem Zweitrechner ist sogar komplett in Englisch. Das ist nicht, weil ich Englisch mag, sondern weil man mit den englischen Fehlermeldungen einfach mehr infos erhält. Entwicklern kann ich nur den Tip geben, die Systeme auf englisch zu setzen. Ihr findet viel schneller Lösungen für eure Probleme.


Programme die ich Benutze

Notepad++ Das ist jetzt nicht der super Editor. Aber für das was wir aktuell machen, vollkommen ausreichend. Ich bin sowieso kein Fan von fetten SDK’s.

GIT als Versionskontrolle. Wer es nicht kennt (und programmiert), sollte sich dringend mal damit befassen.

WinSCP Für den Transfer der Dateien via FTP auf den Server. Und Leute, Finger weg von FileZilla. Das Ding hat mir schon soviel Ärger bereitet, in dem es einfach Dateien nicht hochladet ohne irgendwelche Fehlermeldungen zu hinterlassen 🙁

XAMPP Als Lokaler Testserver. Erst kürzlich einen Blog darüber gemacht

Wenn ich Linux Server konfigurieren muss, verwende ich am Liebsten Ubuntu auf Windows, viel angenehmer als Cygwin oder Putty.

Das wärs dann so, was ich im Moment brauche. Natürlich können da je nach Projekte noch SDK’s von spezifischen Tools oder Betriebssysteme hinzu kommen. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Guten Montag Morgen

Es ist Montag Morgen 6:30. Nach einem mehr oder weniger ruhigen Wochenende bin ich nun nach ein paar Mützen Schlaf auch wieder wach. Montag Morgen, der Lieblingstag aller Arbeitnehmer. Endlich ist das langweilige Wochenende wieder vorbei, und man kann wieder arbeiten gehen.

Für mich spielt das ja keine Rolle, denn ich kann auch am Wochenende arbeiten. Normalerweise lasse ich das zwar grössten Teils, dieses Wochenende liess ich es aber nicht komplett sein. Wie viel das war, könnte ich im Stunden Tool der Vefko nachschauen, hab ich jetzt aber keine Lust dazu.

Die erste Aufgabe die ich heute habe, ist Schäfchen zusammentrommeln. Ich schätze, es wird wieder Nachmittag/Abend bis alle reagieren, aber so ist das halt. Diese Woche sollte ich endlich nicht mehr alleine mit Arbeiten sein, und darauf freue ich mich. Doch eigentlich sind wir noch gar nicht richtig auf mehrere Programmierer eingerichtet. Dieses Projekt haben wir erst gerade gestartet.

Ich arbeite momentan daran, die Vefko Tools auf einem Lokalen Testserver zum laufen zu bringen. Wir nutzen dafür XAMPP. Da hat man quasi den Server auf seinem eigenen Laptop, und kann auf seinem eigenen Rechner entwickeln. Zusammen mit der Versions Kontrolle GIT können wir dann zu dritt am Source Code arbeiten, ohne dass wir uns zu stark in die Quere kommen. Erst am Samstag habe ich einen Branch für die Version 1.0 gemacht. Diese wird nun fertig entwickelt, parallel läuft schon die Entwicklung der neuen Version an. Wir haben also einiges vor.

Doch vielleicht kommen heute für mich auch noch ein paar organisatorische Fragen dazu. Geld auftreiben beispielsweise. Oder uns mal bei den Verbänden vorstellen. Dafür müssen zig E-mails geschrieben werden. Und nein, die sollte man vielleicht besser nicht im Serienmail Verfahren schreiben. Zu tun gibt’s genug, dazu noch das Training, das ich auch nicht vernachlässigen darf. Denn Körperlich geht es mir nach wie vor nicht so gut, und ich muss ein bisschen Gegensteuer leisten.

Dennoch lasse ich keinen Vorweihnachtsstress aufkommen. Im Unterschied zu anderen kann ich ja zwischen Weihnachten und Neujahr auch noch arbeiten. Natürlich stehen dann auch für die Vefko noch Jahresbericht, Abschlüsse usw. an. Ein Verein bringt halt immer auch administrative Sachen mit sich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Montag Morgen. Arbeitet schön, und habt eine gute Woche.

Warum wir bei Retro ins Schwärmen kommen

Retro ist momentan stark im Trend. Mal wieder an einem alten Computer arbeiten, so wie früher. Doch wäre das wirklich so cool. Ich ziehe mal einen Vergleich von dem ersten Computer auf den ich Zugriff hatte, und meinem heutigen Setup

Unsere Familie legte sich 1992 den ersten Computer zu. Ich war damals gerade knapp zwölf. Es war ein 486er 33Megaherz Computer von Tandon mit 4MB RAM und 200MB Festplatte. Jaja, ihr habt schon richtig gelesen, Mega und keine Giga. Wir hatten auch einen Farb Tintenstrahldrucker. Das war damals eher Hightech. Wie viel der Computer gekostet hat, weiss ich nicht. Er war auf jeden Fall nicht billig. Es war wie gesagt ein Familien PC. Das heisst, ein Computer für die ganze Familie. In meiner Klasse war ich der erste, der so ein Ding zu Hause hatte.

Und Internet, vergesst es Leute. Bilder… viel zu wenig Platz auf der Festplatte. Jeder hatte eine Diskette mit 1,44 MB Speicherplatz. Das musste für ein paar Dokumente reichen. Betriebssystem MS DOS 5.x und Windows 3.1 als graphische Oberfläche. Man tat gut daran, alle 10 Minuten zu speichern, weil man nie wusste, wann einem das Windows wieder abstürzte. Süchtig werden konnte man da nicht. Das verhinderte der ultra kleine Röhrenbildschirm der so stark flimmerte, dass einem spätestens nach drei Stunden die Augen weh taten. Klar gab es bessere Bildschirme, aber die konnte man kaum zahlen. Die Dingers waren auch riesig, und hatten ordentlich Gewicht.

Heute habe ich für mich alleine vier Computer. Zugegebener massen, zwei davon sind kaum noch in Betrieb. Die beiden Notebooks, mit denen ich aktuell arbeite verbrauchen wohl zusammen mit dem externen Bildschirm weniger Strom als damals die eine Kiste. Die beiden Geräte machen unter Vollast auch weniger Lärm als der 486er. Die Dingers laufen die ganze Zeit durch. Abstürze gehören zur absoluten Seltenheit. Einer der angenehmsten Fortschritte sind sicher die Bildschirme. Nichts mehr mit flimmern. Arbeiten über Stunden kein Problem. Also ganz Ehrlich, ich möchte meinen jetzigen Arbeitsplatz nicht mit dem damaligen tauschen.

Doch was ist der Reiz an Retro. Früher war alles besser kann man aus technischer Sicht bestimmt nicht sagen. Vielleicht geht es darum, zu verstehen, wie man damals mit mehr als 1000 mal weniger Leistung überhaupt arbeiten konnte. Oder man stellt die Frage umgekehrt: „Weshalb brauchen wir heute für die selbe Arbeit 1000 mal schnellere Rechner? Ein anderer Grund könnte das Interesse der Geschichte am Computer sein. Wie kam es zu dem unglaublichen Siegeszug dieser Rechner? Was ist der Grund, das ständig was Neues raus kommen muss, und wohin geht die Reise. Wer die Vergangenheit versteht, weiss oft auch, weshalb etwas in der Gegenwart so ist. Deshalb ist auch Computergeschichte wichtig.

Und dann gibt es vielleicht auch noch ein vollkommen untechnischen Grund. Die Emotionale Bindung. Vor allem unsere und die jüngere Generation wird bei Retro doch automatisch in die Kindheit zurück katapultiert. Man sieht sich wieder, wie man an einem verregneten Sonntag in der gemütlichen warmen Wohnung vor dem Computer sass. Man bastelte etwas rum, mit mehr oder weniger Erfolg. Doch es waren halt die Anfänge, und wer erinnert sich da schon nicht gerne dran.

Doch eigentlich hat sich gar nicht so viel geändert. Es ist heute auch ein Verregneter Sonntag. Ich sitze auch in einer gemütlich warmen Wohnung und ich sitze auch wieder in meiner Computer Ecke. Ja, es gibt ein paar Bildschirme mehr, und das Equipement ist komplett was anderes. Aber sonst ist es ziemlich ähnlich. Also ran an die Arbeit, damals wie heute.