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Der Unterschied zwischen einem FTP Server und GIT

Vielen wird es wohl ähnlich ergangen sein. Wenn man als Neuling anfängt ein paar Websites zu bearbeiten, wird man relativ schnell mit FTP Bekanntschaft machen. Das File Transfer Protokoll ermöglicht es, einfach Dateien vom eigenen Rechner auf einen Server hochzuladen. FTP ist einfach zu bedienen, und funktioniert auch, solange man alleine an einem Projekt arbeitet. Wenn aber dieser Neuling nun in eine Gruppe kommt, wo mehrere Leute gleichzeitig an einem Code arbeiten, ist meist Schluss mit FTP. Dann muss man sich mit so kompliziertem Zeug wie GIT anfreunden.

Viele Neulinge stänkern dann erst mal. „Aber mit FTP hat es doch bei mir auch wunderbar funktioniert. Weshalb nun plötzlich so ein kompliziertes Tool?“ GIT ist tatsächlich ein komplizierteres Tool als FTP und der Unterschied ist erst mal nicht so offensichtlich. Den will ich Euch heute erklären.

Die Grenzen von FTP

Wenn man vom eigenen Rechner via FTP auf einen Webserver eine Datei oder mehrere hochlädt, wird die alte Datei einfach überschrieben. Klingt erst mal logisch, ist ja auf dem lokalen Rechner genau so. Doch wenn mehrere Leute an einer Website arbeiten kann das zu einem heillosen durcheinander führen. Ein Beispiel: Entwickler eins macht in einer Datei eine Änderung… informiert aber nicht gleich das Team. Er lädt die Datei auf den Server hoch. Dann kommt Entwickler zwei und will auch ein paar Änderungen machen. Nur hat er noch eine Datei ohne die Änderungen von Entwickler eins. Wenn nun Entwickler zwei seine Änderungen auf den Server hochlädt, sind die Änderungen von Entwickler eins einfach überschrieben. Dieses Problem schlägt schon bei ganz kleinen Teams zu, weshalb eigentlich alle Entwicklungsteams auf eine Versionskontrolle (GIT ist eine von vielen) setzen.

GIT speichert Change sets, keine komplette Dateien

Der eigentliche Unterschied zwischen einem FTP Server und GIT liegt im Hintergrund verborgen. Im Unterschied zu einem FTP Server speichert GIT nämlich die Änderungen in sog. Change sets. Das sieht dann ungefähr so aus:

Initial commitVersion 1
Changeset 1Version 2
Changeset 2Version 3
Changeset 3Version 4
Stark vereinfachte Darstellung einer Versionskontrolle

Wenn man also etas via GIT auf ein Repository (wie man die Ablage nennt) hochlädt, dann erstellt GIT erst auf dem eigenen Rechner ein Change set. Dieses wird dann an den Server übermittelt. Die Change Sets funktionieren Zeilenbasiert. An folgendem Screenshot kann man das sehr gut erkennen:

Ein Change Set auf GitHube
Darstellung eines Change Sets auf GitHub.com Hier zu sehen Code von Apache Openmeetings

Die Dateien die man also in Git erhält, sind immer aus vielen einzelnen Change sets zusammengezimmert worden.

Dieses System eröffnet ganz andere Möglichkeiten. Zum einen können so Fehler einfach zurückgespult werden. Zum anderen ist es möglich, Änderungen eines anderen Entwicklers in den eigenen Quellcode einzubauen auch wenn man selbst schon Änderungen gemacht hat.

GIT ist zwar komplizierter zu bedienen, vereinfacht aber letztendlich vieles. Selbst das kleine Einmann Projekt profitiert davon. Insbesondere wenn man was einbauen wollte, und erst zu spät bemerkt, dass es nicht funktioniert. Mit GIT kann man die Änderung einfach zurückrollen und hat somit eine laufende Website.

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Programmierung des Automatischen logouts für das VTool

Heute Morgen setzte ich mich mal wieder an den Quellcode. Etwas was ich in letzter Zeit eigentlich viel zu wenig mache. Ich nahm mich einem Problem an, dass sich über das gesamte Tool erstreckt, und das auch sicherheitsrelevant ist. Denn man wird Tool bis jetzt nicht automatisch ausgeloggt. Wenn also jemand das Logout vergisst und einfach nur den Browser schliesst, kann theoretisch eine andere Person mit dem selben Computer sich auch Stunden später auf einem fremden Account rumtreiben. Das wollen wir natürlich nicht 😉

Der Code dafür war eigentlich nicht so eine grosse Herausforderung. Nach ein bisschen Recherche war er schnell geschrieben. Aufwändiger war das Testen. Denn das Timeout (wie man das im Fachjargon nennt) muss in jedem Fall funktionieren. Soll einem aber auch nicht unnötig raushauen.

Computer mit Bildschirmschoner, einer Tastatur mit Kekse drauf
So gemütlich kann Programmieren sein, wenn man auf das Timeout wartet

Das ganze ist natürlich immer wieder mit Wartezeiten verbunden. Natürlich hab ich den Wert für das Timeout für den Test auf drei Minuten runter gestellt. Normalerweise ist er auf 30 Minuten. Ich habe ein paar mal 3 Minuten gewartet, was mich zum Bild oben verleitete 😉

Natürlich gab es auch ein paar Herausforderungen. Das dachte ich zumindest. Vor allem beim Chat witterte ich Probleme. Weil der immer wieder Daten vom Server nachlädt, fürchtete ich, dass er Aktivität simulieren könnte, ohne dass ein Benutzer aktiv ist. Das hätte dazu geführt, dass wenn man im Chat blieb, man nie ausgeloggt würde.

Doch das war nicht der Fall, im Gegenteil, ich musste dort überhaupt nichts ändern. Ich hab dann nur einen Kommentar im Quellcode hinterlassen, dass ich das absichtlich so belassen habe. Nicht das jemand hinterher meint… Oh, da hat jemand was vergessen, und mit seiner „Verbesserung“ einen Fehler provoziert.

Am Schluss musste ich dann meine Kekse aber doch weglegen. denn der letzte Teil war Fleissarbeit. Ich musste fast in allen Dateien ein paar Zeilen Code anpassen.

Menschen können sich ändern!

Auf diesen Blog habe ich lange gewartet, und ich hätte ihn gerne früher gemacht. Doch ich darf auf meinem Blog nicht ohne Einwilligung über andere Menschen schreiben. Mein Kollege Marc Disch hat sich letztens entschieden, seine Geschichte öffentlich zu machen. Auf mdisch.ch hat könnt ihr sie nachlesen. In einem Blogbeitrag hat er mir auch für meine Unterstützung gedankt. Leider verschweigt er Euch dabei so einiges, und das möchte ich nun in meinem Blog nachholen.

Marc kenne ich schon seit seinen Jugendjahren. Er hat mich immer für meinen Durchhaltewillen und den Sport bewundert. Doch bewundern heisst noch nicht, dass man automatisch den selben Weg einschlägt. Marc war damals definitiv einer, der den Weg des geringsten Widerstandes suchte, und darin war er wirklich Meister. Ich kannte seine Drogenprobleme (zumindest teilweise). Auch wenn ich immer mal wieder auf ihn einzuwirken versuchte, konnte ich ihn in den Jugendjahren nicht davon überzeugen seine Potentiale zu nutzen.

Marc zog aus dem Dorf weg, und wir verloren uns aus den Augen. Irgendwann sickerte es allerdings zu mir durch, dass es ihm nicht gut geht, und er ernsthafte Drogenprobleme hat. Marc beschreibt das auch auf seiner Seite sehr gut. Ich hingegen will hier über was ganz anderes schreiben.

2017 war ich auf der Suche nach einem Mitstreiter für mein Projekt. Ich hatte weder Geld noch sonst was zu bieten. Die Chance, jemanden zu finden, war also nicht so gross. Ich suchte eigentlich nur jemanden der mitmacht. Irgendwann traf ich Marc. Auf meine Frage, was er mache, antwortete er: „Arbeitslos.“

Ich stellte mich bereits schon auf mühselige Motivationsarbeit ein. Doch Marc meinte gleich: „Tönt interessant, bin dabei.“ Auch das hörte ich schon oft genug, und so war meine Hoffnung erst mal nicht allzu gross. Doch ich sollte schon bald eines Besseren belehrt werden.

Marc tritt aus der Komfortzone

Ich war überrascht, wie schnell Marc auf meine Mails antwortet. Teilweise kamen die Mails innerhalb zehn Minuten beantwortet zurück. Erschrocken bin ich allerdings als mich Marc nach einer Funkpause von einer Woche schon fast Vorwurfsvoll ansprach: „Hey was ist los! wir haben doch ein Projekt, wir sollten wieder mal daran arbeiten, sonst wird das nie was!“ So kannte ich ihn überhaupt nicht.

Doch Marc beliess es nicht bei mahnenden Worten. „Wenn der nicht macht, mach ich halt!“, sagte er sich wohl. Immer wieder agierte Marc proaktiv und brachte somit den Verein immer wieder voran. Er schreibt in seiner Geschichte, dass er heute nicht da wäre, wo er heute ist, wenn es Vefko nicht gäbe. Das mag sein, aber es würde auch den Verein Vefko nicht geben ohne den Einsatz von ihm.

Wenn Marc mich früher bewunderte, so bewundere ich ihn heute. Ich habe miterlebt, was der Entzug von ihm abverlangte. Ich hab selbst erlebt, wie sehr er kämpfte, und selbst wenn er tausend eigene Probleme hatte, hatte er immer noch ein Auge auf den Verein und deren Mitglieder.

Menschen können sich Ändern! Es braucht dazu den eigenen Willen und das richtige Umfeld. Wobei man sich zweites zu einem grossen Teil auch selbst aussucht. Das Vefko zu einem Platz wird, wo sich die Menschen ändern können, finde ich toll und macht mich auch ein wenig stolz.

Doch die Wahrheit ist auch, dass es ohne Marc nicht so weit gekommen wäre. Daher ein dickes DANKESCHÖN an Marc!

Proteine falten geht in Verlängerung (Corona)

Wer mich kennt, der weiss, dass Distributed Computing schon lange in Hobby von mir ist. In den letzten zwei Jahren forcierte ich vor allem das Projekt Folding@Home. Ein Projekt dass Grundlagenforschung im Medizinalbereich betreibt. Auf meinem Blog habe ich bereits darüber berichtet.

Kurz gesagt geht es darum, dass man mit der eigenen Rechenpower die Wissenschaft beim lösen von Problemen helfen kann. Bei Folding@Home geht es um Proteinfaltung, die bei sehr vielen Krankheiten und deren Behandlung eine zentrale Rolle spielt.

Bei mir kommt doch ein bisschen Rechenpower zusammen, weshalb ich meine Kisten zu einem grossen Teil für die Wissenschaft rechnen lasse. Allerdings stoppe ich meine Beteiligung meist so im Mai, weil die Rechner doch ein bisschen heizen. Im Sommer macht sich das natürlich besonders bemerkbar.

Meine Rechner helfen der Wissenschaft im Kampf gegen Corona

Doch momentan laufen alle Kisten noch auf Vollgas. Denn Folding@home beteiligt sich an der Grundlagenforschung von Covid-19. Deswegen beteilige ich mich auch daran.

6 mal so schnell wie der schnellste Supercomputer

Das Rechennetzwerk von Folding@Home hat massiv zugelegt. Es verfügt nun über sechs mal mehr Rechenpower als der schnellste Supercomputer der Welt. Mit 1300 Petaflops verfügen wir über eine ordentliche Schlagkraft. Wer auch noch beim Kampf gegen Corona mitrechnen möchte, Kann sich das Programm von der Folding@home Seite herunterladen, und los rechnen.

Ich rechne auch noch ein bisschen weiter, bis es mir, vermutlich irgendwann im Juli, zu heiss wird 😉

Stützradkrimi – Der Entscheid zum Spitzensport

Meine Schulzeit ist zu Ende, doch wie geht es weiter. Diese Frage war bei mir echt nicht einfach. Mein Herz hatte den Entscheid eigentlich schon lange gefasst, ich will Spitzensportler werden! Der Verstand machte mir das allerdings nicht leicht. Der Sport einer Ausbildung vorzuziehen war eine sehr unpopuläre Entscheidung. Ich wusste, dass mir dazu niemand, aber wirklich niemand gratulieren wird.

Doch zu jener Zeit hätte ich in meiner Situation auch nicht so viele Alternativen gehabt. Eine Ausbildung in einer Behinderten Institution hätte für mich bedeutet, den Sport um mindestens 50% zu reduzieren. Das kam für mich halt überhaupt nicht in Frage. Von einer reduzierten Lehre wollten die Organisationen nichts wissen. Ich war ein Typ der immer 100% oder nichts gab. Halbpatzige Sachen mochte ich nicht. So konnte ich mir auch nicht vorstellen, Sport einfach nur so als Hobby nebenbei zu betreiben. Die Wahl war dann entweder eine Lehre, und dann geb ich da Vollgas, oder eben der Sport.

Ich überlegte lange hin und her. Schliesslich sagte ich zu mir: „Sport musst du machen so lange du jung bist. Erfolgreich im Beruf kannst du später noch sein. Ich werde Spitzensportler!

Die Verantwortung lastet auf meinen Schultern

Ich kann mich noch gut an den ersten Sommertrainingstag erinnern. Wobei… Sommertraining war das Falsche Wort. Es war etwa 12°C und schüttete in Strömen. In solchem Wetter zieht man sich meist einen Trainings Pullover und ein paar kurze Hosen an. Genau das machte ich auch. Als ich die Treppe runter kam meinte meine Mutter: „Wo willst du denn hin?“
Ich: „Trainieren!“
Mutter: „Aber nicht jetzt in dem Wetter, oder, es regnet.“
Ich: „Das sehe ich selbst, glaube mir, ich hätte mir den Start auch etwas anders vorgestellt!“
Meine Mutter erwiess sich wieder mal als keine grosse Unterstützung was den Sport anbelangte, aber das war ich mir ja schon gewohnt. Meine Eltern konnten das Ganze einfach nicht nachvollziehen

Egal, ich biss in den sauren Apfel, und stürzte mich in den strömenden Regen. Nach 200m komplett durchnässte Kleidung. Doch nach 400m ist das egal, dann kommt nämlich die Körperwärme. Es ist zwar nass, aber nicht kalt. Das Wasser stand auf der Strasse, als plötzlich ein Auto neben mir hielt. „Hey Raphi, willst du mitfahren“ „Danke, ich bin grade am trainieren“, antwortete ich.

Ich war als jugendlicher schon sehr konsequent was das Training angeht, doch jetzt nehme ich es halt verdammt bierernst. Sport ist nicht mehr mein Hobby, es ist meine Berufung. Leistung ist nun nicht mehr etwas das schön ist, wenn man es bringen kann, sondern schlicht eine Pflicht! Ich sah es als meine Verantwortung an, zu zeigen, dass mehr geht als man denkt. Ich wollte ganz nach oben, an die Spitze. Ich war bereit meinen Gegner auseinander zu nehmen. Doch mein wahrer Gegner sah ich noch nicht… ich kannte ihn noch nicht. Vielleicht war es besser so!

Home Office mit einfachen Mitteln

Mittlerweile spielt es keine Rolle mehr, wie man die Corona Geschichte einstuft. Wir sind alle davon betroffen, ob wir wollen oder nicht. Und natürlich kommen sie, die Wölfe die schon fette Beute wittern. Ich musste jedenfalls ziemlich lachen, als ich Ende Woche eine Werbung für ein Home Office Programm bekam. Wenn die wüssten… Wir haben nie anders gearbeitet als im Home Office 😉 Hier möchte ich mal schreiben, worauf es bei Home Office wirklich ankommt!

Selbständiges arbeiten ist das A und O

Der erste Punkt ist leider gerade einen, den man nicht einfach so von Heute auf Morgen kann. Wer im Home Office arbeitet muss extrem selbständig arbeiten. Denn man kann nicht eben mal dem Kollegen am Schreibtisch nebenan auf die Schulter tippen, und seine Meinung einholen. Wir machen das meistens so, dass wir vor einer Arbeit, uns telefonisch kurz schliessen. In der Regel bevorzugen wir dafür irgendwelche Voice over IP Tools von denen es zu genüge gibt. Wichtig ist dabei, dass jeder Mitarbeitende ein klares Bild davon kriegt, was er zu tun hat. In der Regel reicht hier eine Sprachkonferenz auch aus.

Grössere Projekte werden erst von einer Person in einem Konzept online gestellt. Wir haben für unsere Zwecke hierfür eine geschlossene Instanz von MediaWiki installiert. Danach wird das Konzept mit den Beteiligten meist auch in einer Telefon Konferenz besprochen, und angepasst, dann die Aufgaben verteilt, und umgesetzt.

Textchat für die schnelle Frage zwischendurch

Egal wie man sich am Anfang abspricht, Unklarheiten wird es trotzdem hin und wieder mal geben. Wenn man eine Rückfrage an einen Kollegen hat, nutzen wir meistens Textchat. Das stört am wenigsten und ist sehr effizient. In unserem Fall haben wir einen Textchat in unserem eigenen Online Office Tool (Selbst entwickelt) eingebaut. Wenn der Diskussionsbedarf dann doch grösser ist, wechseln wir auf VoiceChat.

Spielereien vermeiden!

Die heutigen HomeOffice Tools lassen eine Menge Spielereien offen. Video Chat, ClipBoard, Screensharing, usw. Nach unseren Erfahrungen sind das meist Zeiträuber, und nicht hilfreich. Screensharing haben wir in den schon bald drei Jahren glaub ich zwei mal gebraucht. Videochat brauchen wir so gut wie gar nie. und Clipboard brauchen wir auch höchst selten. Spielereien machen die Sache selten effizienter.

Lokal arbeiten, aber alle Daten online haben

Wir arbeiten nicht in Cloud Systemen. Auf lange Frist hat sich das bewährt. Jeder hat die Dateien für sein Gebiet auf seinem Rechner. So kann man auch weiterarbeiten, wenn mal kein Internet oder nur wackeliges Netz zur Verfügung steht. Cloud Arbeitsplätze haben immer Verzögerungen. auch wenn dies meist im Millisekunden Bereich ist, stört das auf die Dauer. Zudem sind Cloud Desktop Anwendungen meist teuer.

Was bei uns aber ein heiliges Gebot ist; „alle Daten gehören online“. Wenn ich an etwas gearbeitet habe, lade ich das sofort hoch. Auch dann, wenn ich mit Bestimmtheit weiss, dass nur ich an der Datei arbeiten werde. Das ist wichtig, damit sofort jeder die Arbeit übernehmen kann, wenn es zu einem Ausfall der Person kommt.

Es ist auch empfehlenswert, in den Online Daten eine gewisse Ordnung zu halten. So dass jeder weis, welche Daten wo liegen. Ansonsten wird die Online Ablage schnell zu einem Albtraum.

Falls ihr Fragen zum Thema Home Office habt, könnt ihr die gerne in den Kommentaren stellen.

Coronavirus: Fakten gegen die Panik

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Deswegen habe ich mal ein paar Fakten zusammengetragen, die in den Sensationsorientierten News immer wieder untergehen.

  • Das Coronavirus ist nicht neu. Es ist schon über 50 Jahre bekannt. Hatte bist vor kurzem in der Wissenschaft einfach keinen Stellenwert. Wir lebten also schon früher Jahr für Jahr damit, ohne dass wir war davon merkten. Viren verändern sich immer wieder, sonst könnten sie unser Immunsystem nicht austricksen. Das „Neue Coronavirus“ ist im Prinzip einfach eine neue Version eines alten Bekannten.
  • Das was man gemeinläufig als Coronatote bezeichnet, sind in Wahrheit „Auf Corona positiv getestete Tote.“ Es wurde bei den Menschen einfach Corona Festgestellt. Es wird aber nicht untersucht, ob sie auch daran gestorben sind. Es kann auch ein anderer Virus oder ein Bakterieller Infekt für den Tod verantwortlich sein. Da Corona offenbar relativ oft als Nebenerkrankung vorkommt, ist die Zahl der Coronatoten vermutlich einiges zu hoch
  • Das aktuelle Coronavirus schaffte es laut Statistik, in den letzten vier Monaten etwas über 200’000 Leute anzustecken. Das ist extrem wenig. Selbst wenn man da noch eine Dunkelziffer von 5 – 10x dazurechnet ist man mit sagen wir mal 3 Mio Weltweit immer noch unter dem Promille Bereich. Und das nach vier Monaten!
  • Beim berechnen der Sterblichkeit wird die Dunkelziffer schlicht ignoriert. Getestet werden meiest nur Fälle die auch zum Arzt müssen. Die Leichten Fälle tauchen also nie in der Statistik auf. Das führt dazu dass die Sterblichkeit viel zu hoch eingeschätzt wird

Es wird immer wieder gesagt, dass es darum geht, die Alten und Kranken zu schützen. Die Frage ist ob das auf diese Weise wirklich gelingt? Erstens überleben sie dann vielleicht das Corona, sterben aber im Sommer an einer Magen-Darm Infektion kombiniert mit Hitze und hohen Ozonwerten.

Der Tod gehört zu unserem Leben dazu, auch wenn wir das gerne ausblenden. Und die Sterblichkeitsrate ist dieses Jahr übrigens unter dem Durchschnitt. Auch das spricht gegen eine Pandemie.

Ich weiss, dass dieser Artikel keine grossen Sprünge machen wird. Er ist komplett gegen den Strom der Social Media geschrieben. Dennoch würde ich mich freuen, wenn ihr ihn teilt. Vielen dank

Corona Virus: Wenn Fake News Billionen kosten!

Als das Corona Virus in die Schlagzeile kam, dachte ich: „Nicht schon wieder so ein Tamtam um nichts!“ Das hatten wir doch schon bei der Schweinegrippe erlebt. Ich dachte eigentlich, es würde so ähnlich verlaufen wie bei der Schweinegrippe. Anfangs ne riesen Panikmache, und dann lässt man alles im Sande verlaufen.

Doch der Unterschied zur Schweinegrippe ist, dass man dieses mal auch Massnahmen getroffen hat, und zwar drastische. Die Schweinegrippe war mehr oder weniger ein mediales Ereignis. Da ist es leicht das abflachen zu lassen. Doch Massnahmen kann man nicht einfach grundlos aufheben. Da würde man sich eingestehen, dass man Fehler gemacht hat. So ein ehrliches Geständnis von der Politik zu erwarten, ist wohl zu viel verlangt.

Eine Information die erst jetzt langsam durchdringt, ist, dass das Coronavirus kein neues Killervirus ist. Corona gibt’s schon lange, es interessierte einfach niemanden. Es ist auch nichts Neues, dass die Vieren sich ständig verändern. Bei den Corona Toten, ist im übrigeh überhaupt nicht nachgewiesen, ob Corona auch wirklich für den Tod verantwortlich war. Man hat lediglich dort Corona Viren gefunden. Wobei möglicherweise nicht mal das garantiert ist, da die Tests vorher nicht Validiert sein sollen. Sprich heisst, sie reagieren vielleicht auch auf andere Viren. Ist das Corona Virus vielleicht ein ganz harmloses Virus? Und weshalb dann die Panikmache?

Und selbst wenn die Statistiken stimmen sollten… ist diese Reaktion gerechtfertigt? Wenn man den Statistiken Glauben schenken will, haben wir bis jetzt 18 Corona Tote in der Schweiz. So nebenbei erwähnt, es handelt sich in der allermeisten Fällen um sehr alte Menschen oder Menschen mit massiven Vorerkrankungen. Die Gefahr des Todes ist da sowieso allgegenwertig. Man schliesst dafür Schulen, Einkaufscenters, Caffees, sagt alle Veranstaltungen ab. Ist diese Reaktion verantwortlich?

Wir könnten auch gleich sämtliche Strassen schliessen, und ein komplettes Verkehrsverbot erteilen. Denn jährlich sterben auf unseren Strassen rund 200 Menschen. Von den Menschen die Schwer verletzt werden, und ein Leben lang an den Folgen leiden, spricht noch niemand. Man müssten also die Strassen längst dicht gemacht haben. Dennoch war das nie ein Thema.

Ich denke, dass die Politik massiv überreagiert hat, weiss sie selbst, doch wie kam es Soweit? Schuld meiner Meinung nach ist wieder mal das Fake News Prinzip. Ich habe in einem Blog bereits mal über die Funktionsweise berichtet. Diesmal hat man zwar keine Falschinformationen gestreut. Sondern nur der Menschheit ein paar wichtige relativierende Informationen vorenthalten. Diese Information verbreitet sich dann rasend schnell im Internet. Gegeninformationen haben gar keine Chance mehr durchzukommen. Die Panikmache ist perfekt. Politiker und Fachleute müssen reagieren, weil ihnen sonst Verharmlosung vorgeworfen wird.

In einigen Monaten wird es dann heissen, das Corona Virus verursachte einen Schaden von mehreren Billionen US Dollars. Damit rechtfertigt man dann Milliarden um einen Impfstoff dagegen zu suchen.

Und damit prognostiziere ich bereits die nächste Fake News. Denn der Schaden entstand nicht durch das Virus, sondern durch die. Fake News und die Panikmache und die Falsche Reaktion darauf von Bevölkerung, Medien und Politik!

Vefko – Vor dem Release 1

Wenn in letzter Zeit so wenig Blogs gekommen sind, dann lag es daran, dass ich anderweitig beschäftigt war. Zur Zeit läuft sehr viel bei uns, und manchmal frage ich mich, ist das wirklich unser Projekt. Mittlerweile haben wir Zusammenarbeiten von denen wir am Anfang des Projektes nicht mal zu träumen wagten.

In den letzten Wochen fanden wir noch Lösungen für zwei Gebiete die uns Bauchschmerzen bereiteten. In den Bereichen Design und Marketing waren wir schlecht aufgestellt. Diese Lücken konnten wir nun endlich schliessen. Das war für uns eben gar nicht so einfach, da wir nicht den dicken Finanztopf haben. Das machte die Suche nach einer guten Lösung extrem schwierig.

Auch Programmiertechnisch ging es in letzter Woche gut voran. Noch haben wir kein Release Datum, aber langsam geht es in die Richtung. Über die Fortschritte versuche ich jetzt in dem Blog immer wieder mal zu berichten.

Wir sind nicht eingeschlafen, sondern mehr dran, denn je… Aber es gibt eben doch noch ein gutes Stück Arbeit.

Q & A: Behinderung

Ist es nicht hart, Behindert zu sein?

Gegenfrage: „Ist es nicht hart zu leben?“ Ich glaube, das hat sehr viel mit Einstellung zu tun. Es kommt nicht so sehr darauf an, was man hat, sondern was man daraus macht!. Klar hat man als Behinderter ein paar Herausforderungen mehr. Aber ich hab früh gelernt, dass man sich mit Selbstmitleid nur das Leben erschwert. Klar gibt es Tage an denen ich kämpfen muss. Aber hat das nicht jeder Mensch?

Warum hast du keinen Rollstuhl oder Hilfsmittel?

Lange war das für mich überhaupt kein Thema. Denn zu meiner Spitzensport Zeit war ich so fit, dass für mich Gehen kein Problem war. Jetzt nach Ende der Sportkarriere hat mein Radius ziemlich abgenommen. Da habe ich tatsächlich mal über Hilfsmittel nachgedacht. Das Problem ist halt, wenn Hilfsmittel nicht nur helfen sondern auch im Wege stehen. Mit Krücken oder auch Walking Stöcken kann man zum Beispiel nichts mehr in der Hand tragen. Und den öffentlichen Verkehr mit dem Rollstuhl zu nutzen macht auch nicht so viel Spass. Obschon die Schweiz in dem Bereich in den letzten Jahren extrem viel unternommen hat.

Ein Rollstuhl wäre vielleicht praktisch an einer Veranstaltung, Aber für den Weg dort hin ist er ein Hinderniss. Ich werde vermutlich eher im Sommer meine Kondition wieder ein bisschen aufbauen, als auf Hilfsmittel zurückgreifen. Das bringt mir mehr.

Hast du Therapien?

Nein, hab ich nicht. Ich hab mit 17 aufgehört mit Physiotherapie. Danach war Sport meine Therapie über viele Jahren. Aktuell mache ich sogar gar nichts und das seit acht Monaten und ich kann keine Verschlechterung feststellen (mal abgesehen von der Kondition). Es ist auch so, dass ich meinen Körper sehr gut kenne und selbst bei Rückschritten wüsste ich genau wie reagieren. Eine Physio wäre da nicht wirklich eine Hilfe.

Hast du Schmerzen?

Teilweise ja. Mein linkes Knie ist so der Hauptproblempunkt. Es ist halt durch die Gangart stark belastet und hat auch die eine oder andere Sportverletzung abbekommen. Aber die Schmerzen sind meist nicht schlimm und je nach Gangart auch gar nicht vorhanden.

Wenn man sich vor Augen führt, dass mich die Ärzte mit 20 Jahren im Rollstuhl sahen, kann ich mit ein bisschen Schmerzen hin und wieder gut leben, Ich meine, ich laufe jetzt schon doppelt so lange wie damals prophezeit.

Wo merkst du deine Behinderung am meisten?

Natürlich am kleineren Radius den ich gehen kann. (wobei ich den mit ein bisschen Konditionstraining sofort erweitern kann) Alle Betätigungen die grosses Gleichgewicht erfordern. Ebenfalls sehr mühsam für mich ist es am Platz zu stehen. Zum Beispiel Stehen in einer dichten Menschenmenge ist ein komplettes no Go. Da mein Gleichgewicht fast nur über die Augen funktioniert, brauche ich eine sichtbaren Horizont, den ich als Referenzwert nehmen kann. Dieser ist in einer Menschenmasse aber nicht vorhanden. In einer Wartschlange stehen ohne mich irgendwo halten zu können ist auch sehr schwierig für mich. Allerdings bin ich auch sehr geübt im Objekte zu finden, an denen ich mich halten kann 😉

Hast du Medikamente?

Nein, habe ich nicht.

Wohnst du in der eigenen Wohnung?

Ja, ich wohle alleine und das ist mir wichtig. Ich habe ein mal in der Woche Unterstützung für den Haushalt. das wars. Meine eigenen vier Wände sind mir und waren mir schon immer wichtig. Ich bin auch schon relativ früh ausgezogen. Mit knapp 20 Jahren war ich vom Elternhaus weg. Ich brauche meine eigene Wohnung als Rückzugsort.

Erlebst du Diskriminierung, und wenn ja, wie gehst du damit um?

Es kommt halt sehr darauf an, was man als Diskriminierung empfindet. Gewisse empfinden schon das nachschauen als eine Diskriminierung. Sachen wie Nachschauen sind mir komplett egal. Mir fällt das schon gar nicht mehr auf. Auch mit der Frage: „Was ich habe“ kann ich gut umgehen. Klar es nervt manchmal, wenn man die Frage bereits sechs mal an einem Tag gehört hat. Aber gute Aufklärung ist nun mal die Basis für eine tolerante Gesellschaft.

Viele Äusserungen die man als Diskriminierend empfinden könnte, sind gar nicht so gemeint. Wenn ich zum Beispiel an einem Fest bin, auf dem viel getrunken wird, werde ich oft mit einer Bierleiche verwechselt (obschon ich generell kein Alkohol trinke). Das kann ich den Leuten halt nicht übel nehmen, weil meine Gangart halt wirklich so aussieht. Auch das Nachschauen ist eigentlich nie böse gemeint, sondern immer eher eine Neugierde.

Willentlich bösartige Diskriminierung höre ich ganz ganz selten. Und das sind dann meistens Menschen die ohnehin auf Provokation aus sind. Auf dessen Niveau lasse ich mich in der Regel nicht herab. Mich zu beleidigen ist generell schwierig und mit der Behinderung kann man mich heute kaum noch verletzen.

Als Kind und Jugendlicher war das noch anders. Wenn mich da mal ein Kommentar verletzte, wog ich ab. Das ist jetzt eine Person die nicht freundlich war zu mir… und wie viele waren heute nett zu mir? Die Zahl der netten Kommentare oder gar der Bewunderer war immer höher als die negativen. Das half mir.

Wünschst du dir manchmal die Behinderung weg?

Als Jugendlicher hatte ich diese Phasen manchmal. Heute wünsche ich mir manchmal noch ein normales Leben. Aber ganz ehrlich, wäre ich auch nur eine Woche auf dem 0815 Weg, würde ich meinen jetzigen wieder vermissen. Und meinen Weg den ich einschlug habe ich vermutlich zu einem Grossteil meiner Behinderung zu verdanken. Mit 20 Jahren lass ich einige Motivationsbücher. In einem stand, dass einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist, sich von der Masse abzuheben. Ich sagte zu mir: „Hey cool, das brauch ich gar nicht mehr zu machen. Durch meine Behinderung bin ich bereits speziell… Lass uns das nutzen.“

Rückblickend ist mir das gar nicht so schlecht gelungen 😉 Ihr seht, eine Behinderung kann auch Vorteile haben.