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Über rbircher

1980 geboren, körperlich behindert, Programmieren, Sportler und Initiator. Nach einer 20 jährigen, sehr intensiven Sportkarriere habe ich nun mit Vefko.ch mein eigenes Startup und auch die sportliche Reise geht weiter... wenn auch nicht ganz so intensiv.

Sich mit der Kommandozeile anfreunden

Als Programmieranfänger stösst man in Tutorials oft auf die Aufforderung die Command Line zu öffnen und Befehl xy einzugeben. Als ich noch in den Anfängen steckte, öffnete ich dann jeweils die Kommando Zeile und dachte mir… „Nein, das sieht zu gefährlich aus.“ Tatsächlich ist das schwarze Fenster (ok, auf dem Mac ist es weiss) nicht gerade vertrauenserweckend. Grundsätzlich muss man erst mal wissen, dass Windows und die Unixoiden Welt (also Linux, Mac OS, Free BSD usw.) zwei vollkommen verschiedene Systeme haben.

Auch die Gerüchte, dass man mit der Kommandozeile mit einem Befehl den gesamten Computer zerstören kann, stimmen. Wenn man das unabsichtlich tun will, braucht es allerdings schon eine gehörige Portion Pech. Vor allem aber Befehle die man als Root (tiefste Admin Rechte) ausführt, sollte man zwei mal ansehen bevor man sie ausführt. Denn anders als in vielen Grafischen Oberflächen bekommt man auf der Kommandozeile keine Warnung, wenn man zum Beispiel wichtige Systemdaten löschen will. Vor allem auf Linux gibt es sehr selten Rückfragen wie: „Wollen Sie wirklich…“ Deswegen ist eine gewisse Vorsicht angebracht, aber man muss nicht gleich eine Command Line Phobie entwickeln.

Nun habt ihr also dieses schwarze, unsympathische Fenster vor euch und da kommt natürlich die Frage auf, für was soll ich das brauchen? Weshalb tun sich das Programmierer an, auf einem so schwer verständlichen System zu arbeiten? Sind die tatsächlich in den 80ern stehen geblieben? Kein normaler Anwender würde heute auf eine Graphische Oberfläche verzichten. Wollen die Linux Programmierer damit zeigen, dass sie den anderen technisch überlegen sind?

Nein, der Grund liegt wohl an einem ganz anderen Ort. Sowohl beim programmieren als auch bei Server warten gibt es immer wieder Aufgaben die man ständig wiederholen muss. Diese möchte man natürlich automatisieren. Dies macht man dann mit kleinen Scripts. Ein Script für die Kommandozeile ist viel einfacher zu schreiben als ein kleines Progrämmchen für eine Graphische Oberfläche. Weil man genau für so automatisierte Aufgaben die Kommando Zeile sowieso braucht, wird sie auch sonst oft mal verwendet.

Kommandozeile ist nicht Liebe auf den ersten Blick, denn man muss sie erst mal verstehen und daran scheitern schon viele. Der folgende Befehl gibt eine liste der aktuellen Verzeichnisse und Dateien aus:

ls

Stop! ls ist kein Befehl. Der vermeintliche Befehl ist eigentlich ein kleines Programm. In der Kommandozeile gibt man also keine Befehle ein, sondern man startet Programme. Die Kommandozeile ist also eine Schnittstelle die es ermöglicht, Programme zu starten und eine Interaktion mit den Programmen zu haben. Ls macht nichts anderes als schauen welche Dateien und Verzeichnisse in dem aktuellen Verzeichnis sind, und gibt dann die Namen an die Kommandozeilen Ausgabe zurück. Ls kan aber mehr wie der folgende Befehl zeigt.

ls -l

Damit bekommt man eine erweiterte Liste mit mehr Informationen. Dem Programm kann man einen Parameter übergeben, dass das Programm beeinflusst. Fast alle Commandline Programme haben Parameter. Welche das sind kann man mit

programm --help

herausfinden. „programm“ ist natürlich ein Platzhalter für das aufgerufene Programm. (z.B ls, cp, rm, mv, find, apt usw.

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Lenovo X270 nach einem Jahr

Nun ist mein Lenovo X270 bereits ein Jahr bei mir in Betrieb, und ich möchte mal so ein Feedback geben, wie das Ding so läuft. Aktuell hat das Gerät 8155 Betriebsstunden (Keine Sorge, ich war nicht so viel am Computer) Es wurde 777 mal eingeschaltet und es wurden 9612GB geschrieben bei einer SSD von 512GB. Kurz, das Gerät wurde ordentlich beansprucht.

Der X270 auf der Docking Station mit externem Bildschirm, Maus und Tastatur
Der X270 auf der Docking Station mit externem Bildschirm, Maus und Tastatur

Komplikationen gab es in der ganzen Zeit nur eine. Ganz am Anfang fiel mal kurz die Webcam aus. das hat sich dann aber irgendwie selbst gelöst. Auch das Windows 10 Pro läuft immer noch ohne Probleme. Es zeigt, dass Windows 10 Pro seinen Vorgängern punkto Stabilität überlegen ist.

Die Kühlung des Laptops ist gut gelöst, ich hatte nie Hitzeprobleme mit dem Gerät. Auch wenn er über weite Strecken auch für Distributed Computing rechnet. Das Gerät ist normalerweise sehr leise, und selbst wenn der Lüfter läuft wird es nicht laut.

Das Full HD Display ist für die Grösse ein hochwertiger Bildschirm, dürfte aber noch ein ticken heller sein. Sehr gut ist allerdings die matte Oberfläche die Spiegelungen reduziert. Bei voller Helligkeit kann man auch bei vollem Tageslicht gut arbeiten. Die Helligkeit frisst allerdings einiges an Strom.

Das Touchepad ist im Gegensatz zum X240 gut gelungen. Es ist jetzt zwar kein Meisterstück gerade was Multi Touche anbelangt. Auch die Grösse ist eher klein. Dafür hat das Gerät einen Track Point mit dessen Hilfe sich der Computer selbst in feuchten Umgebungen steuern lässt. Der Fingerabdrucksensor ist zwar besser als auf alten ThinkPads, aber immer noch nichts für Nasse, Schmutzige oder Fettige Finger.

Mit der Akkulaufzeit gibt Lenovo ganz schön an. 12 Stunden mit dem kleinen Akku. Ich weiss nicht unter was für unrealistischen Bedingungen die gemessen haben, aber ich kam nie viel über 6h. Mit dem Grossen Akku, sind allerdings Betriebszeiten über 10h problemlos machbar. Die Akkus altern allerdings sehr langsam, und lassen sich einfach austauschen.

16 GB RAM reichen für diese Notebook Klasse aus. Schwachstelle des Notebooks ist sicher der Prozessor. Zwar hat der Dual Core i7 7th Generation ordentlich Wumps, aber es bleibt halt ein Dual Core. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Tatsache, dass dem Gerät eine dedizierte Graphikkarte fehlt. Die Im Prozessor integrierte Intel HD 630, reicht zwar für das Notebook selbst meist problemlos aus, kann aber bei einem externen Bildschirm an ihre Grenze stossen. Für Graphisch anspruchsvolle Sachen ist das Notebook sicher nicht die richtige Wahl.

Super hingegen ist die Tastatur, und die vielen Anschlüsse. Ebenfalls ist die 3 Jahre onside Garantie natürlich ein grosser Pluspunkt. Ich habe sie in meinen vier Jahren, in denen ich Lenovo benutze noch nie gebraucht, hatte aber mal Kontakt zu der Hotline von Lenovo (wegen dem Webcam Problem). Die scheinen da wirklich kompetent zu sein.

Ich ging jetzt nicht zimperlich mit Kritik um. Ich wollte auch die Nachteile des Gerätes belichten. Allerdings bin ich persönlich mit dem Gerät sehr zu frieden. Wer CAD macht oder viel mit Graphik/Video arbeitet wird mit dem Laptop bestimmt nicht glücklich. Wer allerdings Programmiert und nicht gerade Monsterprojekte zum Kompilieren hat wird daran Freude haben. Auch wenn das Gerät schon gebraucht gekauft wird. Für reine Büroarbeit ist die Maschine nach wie vor ein kleiner Luxus.

Sport of Hope – Aktueller Stand der Trainings

Vielleicht ist einigen Aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch nicht an Wettkämpfen in der Leichtathletik teilgenommen habe. Zwar ist es mir letzthin endlich wieder gelungen ein paar Meter zu Rennen. Die Koordinationsprobleme die dies im Winter verhindert hatten, sind weitestgehend behoben. Zumindest für den Moment. So ganz traue ich der Sache nämlich noch nicht.

Das was mich an einem Saisonstart momentan hindert, sind die Kniee. Die sind der Belastung eines Sprintes aktuell nicht gewachsen. Vielleicht muss ich doch noch etwas Muskelaufbau machen. Ich habe mit Absicht keinen Muskelaufbau gemacht, um eine allfällige Disbalance durch Veränderungen im Laufstil besser abfangen zu können. Für all die jenen die jetzt nicht aus dem Sportsektor kommen. Eine Disbalance ist, wenn gewisse Muskeln zu stark und andere zu schwach sind. Bei einer Laufstiländerung kann es ganz schnell zu einer Disbalance kommen, da sich die Kräfte verschieben. Eine Disbalance kuriert man in der Regel mit gezieltem Muskelaufbau. Dieser ist natürlich viel effektiver, wenn die Muskeln nicht bereits auf einem sehr hohen Level trainiert sind.

Laufstilmässig hab ich aktuell nicht gross das Gefühl, dass da was Neues ist. Im Training kriege ich manchmal was anderes hin… zumindest gefühlt. Allerdings habe ich dann die Tage darauf Gehprobleme. Das ist natürlich eine Barriere, weil ich dann letztlich immer wieder in das alte Muster zurückfalle. Meine Hoffnung beruht auf „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Wenn ich die neuen Bewegungsmuster oft genug einprogrammiere wird es vielleicht irgendwann nicht mehr so anstrengend. Ich glaube genau das ist das Problem. Für den Körper (vor allem für das Gehirn) sind die neuen Bewegungsmuster noch zu anstrengend. Das würde erklären, warum es im Training für kurze Zeit mal ganz gut klappen kann, im Alltag aber scheitert.

Wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt. Es braucht immer wieder viel Motivation meinerseits. Zumal nie so ganz klar ist, macht man es richtig, oder nicht. Es bleiben hoch experimentelle Trainings.

Die ersten Stunden Vefko nach der Pause

Ja, seit vorgestern bin ich wieder am arbeiten und ich habe Euch eine kleine Photostory gemacht.

Erst mal schauen was Marc in der Zwischenzeit so gemacht hat. Im ganzen Monat April war allerdings still

Dann mal schauen wie es den Server so geht. Da glauben wohl ein paar Spambots wir hätten ein WordPress installiert. Nein, das haben wir nicht, sorry. Die Spamer laufen auf.

Die erste Aufgabe, den lokalen Webserver updaten.

Ist nicht gerade hell dieses Foto, aber links sieht man, dass ich temporär noch ausgebaut habe. Ich will mein IMac auf den möglichst neusten Stand bringen um ihn als build Bystem für IOS einzusetzen.

Das Ding ist zwar erst seit vier Jahren nicht mehr mein Hauptrechner, dennoch ist mir die Bedienung schon ziemlich fremd. Wie konnte man nur mit so einer langsamen Maus arbeiten, frage ich mich. Wie schnell man sich doch an andere Gegebenheiten gewöhnt.

Und was man auf so einem alten Ding noch alles findet. Als erstes habe ich gleich noch ein paar alte Dateien gesichert. Das updaten an und für sich stellt allerdings eine grössere Herausforderung dar. Der Mac ist so hoffnungslos veraltet, dass Apple ihrerseits den App Store auf dem Rechner gesperrt haben. Ich komme also nicht an die entsprechende Iso ran. Auch wenn ich dieses Problem dann überbrückt habe, wird es noch einige weitere Probleme zu umschiffen geben. Aber über das Update des Macs werde ich einen separaten Artikel schreiben.

Wenn der Motivator selbst einen Schups bekommt

Lange war ich still… sehr lange. Nicht nur hier, auch bei Vefko. Heute Morgen klingelt es an der Tür. Marc stand davor und wollte wissen wie es mir geht. Ja, ich hatte bereits ein schlechtes Gewissen, denn ich ahnte es… ohne mich läuft in der Vefko nichts.

Ich bin normalerweise der, der das Team zusammentrommelt, Aufgaben koordiniert und auch mal motiviert. Doch die Vorstellung, dass ich die einzige Kraft bin, die vorwärts drängt, ist falsch. Marc ist auch ein pusher und heute hat er mich mal wieder angeschoben.

Wir nahmen dann das zum Anlass, miteinander auch mal die nächsten Schritte zu Besprechen. So ganz 100% einig waren wir uns nicht. Marc möchte eher in Richtung Dienstleistung für Vereine gehen. (also zum Beispiel Web Entwicklung für Vereine) Ich hingegen möchte in unserer Website das Design und die Benutzerfreundlichkeit verbessern. Denn diese lässt aktuell noch zu wünschen übrig.

Diese Meinungsverschiedenheiten sind nicht nur normal, sondern wichtig! Meinungsverschiedenheiten zeugen davon, dass eine Gruppe in der Lage ist, Probleme von verschiedenen Blickwinkel zu betrachten und unterschiedliche Lösungskonzepte zu erarbeiten. Ich hüte mich auch davor, einen Weg als DEN richtigen zu beschreiben. In sehr vielen Fällen ist es nämlich der Mix aus zwei oder mehr Lösungsansätzen, die den Durchbruch schafft.

Vefko ist vielleicht auch etwas „Beschäftigungstherapie“ für Leute die sonst keine Beschäftigung haben. Mit dem einzigen Unterschied, dass es kein gemeinsamer Raum und keine Sozialarbeiter gibt. Wir sind natürlich nicht anerkannt, und ich glaube auch nicht, dass wir je anerkannt werden. Denn viele haben Zweifel, ob das so ganz ohne Betreuung funktioniert. Auch wenn das Ganze noch sehr klein ist, funktioniert es eben doch. Das zumindest hat das heutige Klingeln von Marc gezeigt. Normalerweise bin ich immer der, der Anschupst. Doch heute war mal Marc die schupsende Person. Danke dafür!

Schnelles Internet

Von allem ein bisschen

Letzten Donnerstag war wieder mal ein Training fällig, eigentlich überfällig, und so machte ich mich mit dem Zug nach Zürich, um zu trainieren.

Blick aus dem Zugfenster

Und so sieht es aus, wenn ich auf dieser Strecke aus dem Fenster schaue. Wenn man die Strecke dauernd fährt, ist einem gar nicht mehr bewusst, wie schön sie eigentlich ist. Doch meistens habe ich nicht wirklich ein Blick für draussen…

Mobile Office

Denn das Mobile Office fährt da meist auch mit, und will bedient sein. Ja, so sieht das Büro von mir aus, wenn ich unterwegs bin. Es kann genau das selbe wie das zu Hause, Fast zumindest…

Schnelles Internet

Denn seit Freitag habe ich wieder festes Internet zu Hause. Das Mobile Internet was ich über Jahre brauchte, reicht zwar eigentlich vom Tempo her, ist aber in letzter Zeit wackeliger geworden. Ich gehe davon aus, dass das Mobile Internet mehr gebraucht wird. Und es ist nicht toll wenn das Internet genau dann unterbricht, wenn man an einer wichtigen online Besprechung ist.

Internet Speed

Dieser Internet Speed braucht eigentlich kein Mensch. 200 Mbit down und 100 Mbit up. Aber ich habs jetzt halt 😉 Und mein Handy Abo hat auch noch ein Upgrade bekommen. Nun habe ich Europaweit eine unlimitierte Datenflatrate. Swisscom hat es endlich geschafft, Roaming abzuschaffen.

Neue Bremsbeläge

Auch mein Fahrrad wurde frisch gemacht, und hat jetzt neue Bremsbeläge. Erster Satz Bremsbeläge durch. Kommt davon, wenn man in der 30er Zone ständig Dorf auf und Dorf runter fährt.

Arbeit für die Vefko

Da ihr Foto Stories so mögt, habe ich wieder eine für Euch gemacht. Und zwar was dieses Wochenende so bei Vefko gelaufen ist.

Als erstes habe ich mal ein kleines Script geschrieben, dass die Services auf meinem Ubuntu on Windows automatisch startet. So dass ich sie einfach an und ausschalten kann. Hier das Script in Betrieb

Bild des Scripts auf der Kommandozeile

Dann ging es ins Anstrengende Wochenende. Was Marc’s Arbeit wahr, seht ihr da unten. Sieht optisch nicht nach viel aus, war aber einiges an Arbeit im Hintergrund. Ab der nächsten Version des Admin Tools werden wir automatisch gewarnt, bevor wir ausgeloggt werden. Genau genommen werden wir sogar zwei mal gewarnt. Dann kann sich auch niemand beschweren. 😉

Warnungen im Admin Tool bevor man ausgeloggt wird.

Ok, es war jetzt nicht ganz das Einzige was Marc am Wochenende gemacht hat. Wenn ihr mehr wissen wollt, müsst ihr schon den Blog von Marc besuchen.

Ich selbst setzte mich am Montag hinter das Release Konzept. Ist schön geworden, findet ihr nicht?

Screanshot vom Release Konzept

Heute machte ich dann noch Performance Test für das Vefko Tool. Diese Sind zwar nicht sehr genau, da händisch durchgeführt, aber besser als nichts. Der Folgende Screenshot zeigt das Vefko Tool auf meinem lokalen Testserver und links die Prozessor Auslastung. Mit vier bis fünf Anfragen pro Sekunde kam ich auf ungefähr 30% Auslastung auf einem i7 dual Core Notebook Prozessor.

Performance Test 1

Dies ist eigentlich nicht eine sonderlich gute Leistung. Doch sie täuscht. Denn so bald ich auf die Prozessansicht wechselte, sah ich, dass der grösste Teil der Ressourcen mein Browser (in dem Fall Edge) schluckte. Die beiden Server Prozesse. Apache2 und mysqld kamen gerade mal zusammen auf 2%. Das wiederum ist sehr gut, und die Performance Tests sind somit erfolgreich bestanden.

Performance Test 2

So, das wars wieder mal mit einer Foto Story. Ich hoffe es hat Euch gefallen, und bis zum nächsten mal.

Das Mysterium Schweizerdeutsch

Sprichst du eigentlich Schweizerdeutsch? Werde ich oft gefragt wenn ich zum Beispiel mit Deutschen zu tun habe. Natürlich spreche ich Schweizerdeutsch. Eigentlich jeder, der in der Schweiz aufgewachsen ist, kann das. Doch was ist eigentlich Schweizerdeutsch genau?

Nun, in der Deutschen Sprache gibt es die sogenannte Schriftsprache mit den orthographischen Regeln und so weiter. Die haben alle Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg (Die übrigens auch ein paar Deutsch sprechende haben) Teilweise haben auch wir kleine orthographische Unterschiede. Wir in der Schweiz kennen zum Beispiel kein Scharfes S. Wir haben auch ein paar Fremdwörter mehr im allgemeinen Sprachgebrauch als zum Beispiel Deutschland. Das hängt sicher auch mit der Mehrsprachigkeit der Schweiz zusammen. Aber an sonst ist die Schriftsprache ziemlich die gleiche.

Was viele nicht wissen, es gibt auch eine Standardisierte Aussprache für das Schriftdeutsch. Das nennt sich Standard Deutsch. Doch die wenigsten können das wirklich. Man hört dies in Fernsehen und Rundfunk. Auch Deutsche sprechen meist ein Schriftdeutsch mit einem örtlichen Akzent. Das können wir Schweizer theoretisch auch, nur wir brauchen es selten.

Schweizerdeutsch gibt es im Prinzip auch nicht, sondern ist als Sammelbegriff für die in der Schweiz gesprochenen Dialekte zu sehen. Ja, Schweizerdeutsch ist keine eigene Sprache sondern nur lokale Deutsch Dialekte. Auch Deutschland hätte Dialekte, die Bayrischen Dialekte, oder Schwäbisch und Kölsch. Auch die Versteht ein Deutscher am Anfang nur schwer. Genau so ist es mit dem Schweizerdeutsch auch.

Der grosse Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland liegt im Stellenwert der Dialekte. In Deutschland haben Dialekte eher eine hinterwäldlerische Note. Dialekt wird meist nur noch in Dörfern auf dem Land gesprochen. Sie wurden grösstenteils durch das Standarddeutsch (oft mit Akzenten) verdrängt. Im alltäglichen Umgang hört man die Dialekte in Deutschland sehr selten.

In der Schweiz ist es genau das umgekehrte. Man trifft das Standarddeutsch sehr selten an. Es wird eigentlich immer Dialekt gesprochen. Die Kinder lernen auch erst in der Grundschule das Standarddeutsch kennen. In Vereinen, auf der Arbeit, auf der Strasse und auch beim einkaufen. Überall wird Schweizerdeutsch gesprochen. Selbst Fernseh- und Radiosendungen werden heute oft auf Schweizerdeutsch geführt. Bei uns ist also das Standarddeutsch die Ausnahme. Es wird eigentlich nur gebraucht wenn man damit rechnen muss, dass Ausländische Gäste anwesend sind. Beispielsweise bei einem Vortrag. Selbst Sitzungen im kleineren Rahmen werden meist auf Dialekt abgehalten. Das ist vermutlich auch der Grund, dass früher die meisten Schweizer so schlechtes Standarddeutsch gesprochen haben. Bei einigen Reden von Bundesräten kriegen selbst wir Schweizer Ohrenkrebs. Junge Schweizer sprechen hingegen meist ein relativ gutes Standarddeutsch. Da hat man stark dran gearbeitet.

Wo es anders aussieht ist beim geschriebenen Wort. Da ist auch bei uns ganz klar die Schriftsprache die erste Wahl. Für die Dialekte gibt es auch gar keine orthographischen Regeln. Wo oft Dialekt geschrieben wird, ist in Kurznachrichten wie WhatsApp, SMS oder auch in Social Media wie Facebook und Co. Das sind dann kurze Texte, und das geht noch. Lange Texte auf Schweizerdeutsch zu lesen ist ziemlich anstrengend.

Die allermeisten Dialekte der Schweiz gehören übrigens zu den Alemannischen Dialekte, zu denen auch das Schwäbische gehört. Einzige Ausnahme bildet meines Wissens das Bündner Bergdorf Samnaun, dessen Dialekt zu den Bayrischen Dialekten gehört.

Ihr braucht also einen Deutschschweizer nicht zu fragen, ob er Schweizerdeutsch spricht. Die Antwort wird immer ja sein. Mier würdis trotzdäm nid i sinn cho, en Blog uf schwiizerdüütsch z’schribe 😉

Mehr als 1000 Stunden Vefko!

Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an unserem Tool weiter. Vor allem Freitag und Samstag is viel los in unserem online Büro. Marc und ich arbeiten an einer neuen Version unseres internen Büro Tool. Zum allerersten mal arbeiten wir nicht mehr hot. Das heisst wir arbeiten nicht mehr direkt am Tool das online ist, sondern bereiten offline eine komplett neue Version vor. Diese hat auch einige Änderungen in den Datenbanken.

Eine grosse Änderung bekommt auch die Stundenverwaltung. Unser Tool hat ja einen Arbeitsstundenzähler eingebaut. Sobald man sich im Tool einloggt, wird die Zeit gezählt. Doch man kann sich natürlich nicht einfach einloggen und dann ein Kaffee trinken gehen. Man muss immer mal wieder bestätigen dass man noch da ist.

Wenn man gemeinsam Arbeitet ist das meist auch kein Problem, denn man schaut ohnehin von Zeit zu Zeit wieder mal in das Tool, ob jemand im Chat irgendwas gepostet hat. Bei mir läuft das Tool meist nebenbei auf dem zweiten Bildschirm. Dann kann ich immer mal wieder einen Blick darauf werfen.

Screenshot beider Bildschirme wenn ich für die Vefko arbeite. Links das Vefko Tool rechts mein Hauptbildschirm.

Und so sieht das dann aus. Das Vefko Tool ist übrigens noch die Etwicklerversion, deswegen noch die Fehlermeldungen. Diese läuft lokal auf meinem Rechner, und nur ich habe Zugriff darauf. Wenn ich von zu Hause aus arbeite, habe ich das Vefko Tool im Griff, es geht also nicht vergessen. Wenn ich aber unterwegs bin, und nur den Laptop habe. Ist das Tool meist irgendwo im Hintergrund. Da kann es schon passieren, dass man es vergisst, und ausgeloggt wird, obschon mal noch am Arbeiten ist. Damit das nicht mehr passiert, kriegen wir künftig eine „Ping Nachricht“ (Desktop Notification). Das ist eine der Verbesserungen. Des weiteren war bisher das Zusammenrechnen der Gesamtstunden Fehlerhaft. Wirklich korrekt angezeigt wurden nur die Gesamtstunden von Marc und Mir (die speziell zusammengerechnet wurden) Und natürlich auch die Monatsrapporte die sich jeder Benutzer selbst ausdrucken kann. Auch die Gesamtstunden aller Beteiligten wird in Zukunft stimmen.

Nichts desto Trotz haben Marc und ich schon 1000 Stunden für den Verein gearbeitet. Dieses Wochenende haben wir diese Zahl überschritten. Es zeigt mal wieder wie Arbeitsintensiv solche Projekte sind und bisher haben wir keinen Rappen verdient. Wir haben noch nicht mal alle Spesen abgedeckt. Dennoch machen wir weiter, und es macht Spass daran zu Arbeiten. Vor allem dann wenn man so gut voran kommt wie dieses Wochenende. Ich möchte mich damit auch bei allen Beteiligten bedanken, die bei dem Projekt mitziehen. Das ist nicht selbstverständlich.

Sport of Hope – Ein Training dass ich so nicht erwartet habe

Das ist mal wieder ein Blog, der eigentlich vollkommen ungeplant kommt. Denn heute hatte ich ein richtig gutes Training. Genauer gesagt… nicht nur heute… es ist eine klare Tendenz nach oben festzustellen. Nur heute war eben noch eine runde spezieller.

Ich wollte ein paar Runden mit dem Fahrrad drehen. Das Problem dabei, meine eigentliche Runde ist wegen einer Baustelle für etwa drei Monate gesperrt. Also muss ich auf eine andere Route ausweichen, die wesentlich anspruchsvoller ist. Mehr Höhenmeter auf kürzerer Distanz, kurz eine steilere Bergstrecke. Von der Kraft und der Ausdauer her eigentlich kein Problem für mich. Aber mit der Misskoordination, die ich in letzter Zeit hatte, ist das doch eine Herausforderung.

Denn wenn im langsamen Bergauf fahren die Muskeln nur ganz kurz streiken muss ich anhalten, weil ich da ja nicht ein paar Sekunden laufen lassen kann wie auf einer flachen Strasse. So ist die Herausforderung über lange Zeit keine Misskoordination zu haben. Etwas was in letzter Zeit kaum klappte

Ich bin die Runde vier mal gefahren. Die ersten beiden Runden ohne irgendwelche Probleme! bei der dritten Runde gab es zwei mal ein kleines Problem, was ich aber abfangen konnte. Bei der vierten dann musste ich einmal kurz absteigen. Zum Vergleich, vor drei Wochen kam es noch auf meiner flacheren Runde immer wieder zu Absteigern.

Etwas überrascht war ich auch von meiner Kraft und Kondition… die ist nach wie vor da… klar nicht mehr so wie zu top Zeiten, aber da stiess ich überhaupt nicht an die Grenze. Kann sein, dass ich schon bald mal wieder mit leichtem Joggen anfangen kann. Das wird dann eine sehr entscheidende Phase. Denn da wird sich zeigen, ob ich kleine Veränderungen in meiner Gangart vornehmen kann. Ich erwarte eigentlich nicht viel. Ein bisschen mehr die Waden einsetzen, und damit die Schrittlänge zu vergrössern, wäre schon absolut toll. Wenn ich dann noch oben raus etwas mehr ziehen kann, bin ich schon überglücklich.

Doch das ist noch ein weiter Weg. Die Muskeln reagieren zwar im Training nach einer gewissen Aufwärmungszeit schon echt gut, für einen koordinierten Bewegungsablauf braucht es aber noch einiges mehr. Doch hey, es geht aufwärts, und das macht Mut. Also dran bleiben und weiter trainieren!