Mein Wochenende an der FrOSCon

Ursprünglich hatte ich die FrOSCon überhaupt nicht auf dem Plan. Aber jemand von der Apache Software Foundation machte mich darauf aufmerksam. So entschied ich mich doch mal zu gehen. Ich organisierte die Reise und die Unterkunft. Ich hatte die Wahl zwischen Flugzeug und Bahn. St. Augustin ist nur wenige Kilometer vom Flughafen Köln/Bonn entfernt. Da ich aber eigentlich am liebsten Bahn Fahre, entschied ich mich dann doch für die Bahn. Obschon man Bahnfahren in Deutschland nicht mit der Schweiz vergleichen kann.

Leider gab es keine direkte Verbindung ab Basel. Die Bahnfahrt in der Schweiz verlief, wie zu erwarten, ohne Probleme. Wohlwissend um die Überbesetzung der Züge, buchte ich 1. Klasse. Dies war auch die einzig richtige Entscheidung. Die Züge in Deutschland waren in der 2. Klasse überbesetzt. Der Zug hatte zwar in Mannheim aufgrund einer Baustelle eine Verspätung, aber alle Anschlüsse waren gewährleistet. In Siegburg/Bonn kamen wir mit wenigen Minuten Verspätung an.

Dann hiess es erst mal die Taxis suchen. Diese versteckten sich relativ gut. An der Hochschule angekommen wurde ich gefragt, ob ich ein Namensschild wolle. „Nein danke, die die mich kennen müssen, erkennen mich schon“, antwortete ich. Ich stolperte kaum in den Eingang als schon jemand rief: „Ja hallo Raphael, schön dich hier zu sehen.“ Mich kennen immer irgendwo Leute, ich hab mich daran gewöhnt.

Doch eigentlich war ich nicht der bekannten Gesichter wegen da, sondern um Neue kennen zu lernen. Und so machte ich mich schon bald an meine eigentliche Aufgabe, dem Networken. Da war ich dann auch ziemlich fleissig. Ich war auch nicht der einzige der aus der Schweiz angereist ist. Ich hab mindestens noch sieben andere Personen getroffen.

Erstaunt war ich mal wieder, wie viele Firmen den Event für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter nutzten. Es waren bestimmt fünf Firmen die vorwiegend aus diesen Gründen einen Stand aufgebaut hatten. Ich habe den Eindruck, der IT Fachkraftmangel wird alle Jahre schlimmer. Ich bin dann gespannt wie viele Firmen sich bei mir melden werden. Es hatte die eine oder andere interessante Firma dabei.

Es wurde mir mal wieder klar, wie wichtig das Vefko Projekt ist. Aber irgendwie fühlt man sich da mit drei Entwickler auch ziemlich klein. Es ist zwar momentan immer noch einen Tropfen auf den heissen Stein. Aber besser als nichts ist es allemal.

Am Abend ging es dann an den Social Event, wo ich geraume Zeit mit einigen Rechencenter Mitarbeiter aus dem Raum Nürnberg diskutiert habe. Um 0:15 bestellte dann auch ich ein Taxi und fuhr ins Hotel. Da hatte ich übrigens mal wieder ein gutes Händchen. Ich konnte relativ günstig ein vier Sterne Hotel buchen. Ein schönes Queensize Bett erwartete mich da.

Die Rückreise war etwas weniger entspannt. In Siegburg/Bonn stand ich am falschen Ort, so dass ich mich erst mal durch die gesamte zweite Klasse kämpfen musste, um mein Platz in der 1. Klasse zu erreichen. Da war ich natürlich selbst schuld, denn ich bin ja falsch gestanden. In Frankfurt Flughafen holte sich der Zug dann eine ziemliche Verspätung. Der Anschluss in Mannheim war knapp. Dummerweise lag die Erste Klasse im Zug nach Basel genau auf der anderen Seite des Bahnsteiges. Da ich den Zug nicht verpassen wollte, Stieg ich wieder in der 2. Klasse ein, und versuchte mich nach Vorne zu kämpfen. Ein Stück weit kam ich. Dann versperrten aber stehende Leute mit Koffern den weg, und ich konnte erst in Karlsruhe nach vorne. Den Resten der Reise verbrachte ich dann in Gesellschaft mit einem Line Dancer Club aus der Region Basel. Das war eine lustige Truppe 😉

Die Reise intern der Schweiz war dann wieder reine Routine, das mach ich ja des Öfteren. Ich muss sagen, ich war von der FrOSCon positiv überrascht. Die neuen Kontakte waren doch recht ergiebig. Diese Reise hat sich gelohnt, selbst wenn ich kein Fan der Reiserei bin. Am Ende war ich dann aber doch froh, wieder zu Hause zu sein.

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2 thoughts on “Mein Wochenende an der FrOSCon

  1. Michael Stehmann

    Hallo,

    eigentlich waren alle Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, vor allem aber alle Sponsoren, da, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Das ist aber auf den Chemnitzer Linux-Tagen und auf der OpenRheinRuhr nicht anders.

    Und dass sich Leute freuen, Dich zu sehen, sollte Dich nicht wundern, da Du Dich ja gelegentlich auch etwas „rar“ machst. Von „Community“-Seite sind solche Events eh‘ so etwas wie „Familientreffen“.

    Gruß
    Michael, der sich gefreut hat, Dich in St. Augustin zu treffen

    Antworten
    1. rbircher Beitragsautor

      Hallo Michael

      Danke für deine Antwort. Allerdings war ich dieses mal wirklich nicht wegen OpenOffice da. Ich werde auch an der ApacheCon Europe nicht wegen OpenOffice sein. Ich mach mich nicht nur rar im Projekt, sondern ich bin inaktiv. Das wird sich auch in absehbarer Zukunft nicht ändern.

      Also seht das bitte nicht als Comeback an, denn das ist es nicht.

      Gruss Raphael

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