Sport of Hope – Eine zähe Trainingswoche

Ich schulde Euch wieder mal ein Update über meine Trainingsfortschritte. Na ja, Fortschritte ist vielleicht das falsche Wort. Nach dem letzte Woche alles nach Besserungen aussah, war diese Woche wieder der Wurm drin. Das Training am Dienstag war absoluter Horror. Nichts ging mehr. Auch mit Übungen konnte ich die Muskeln nicht überzeugen, einigermassen zusammen zu arbeiten.

Ich hatte dann noch ein Gespräch mit einer meiner beratenden Personen. Interessant war seine Meinung. Ob schon ich das Gefühl hatte, absolut schlecht zu laufen, sah er kaum einen Unterschied zu sonst. Er meinte zu mir: „Koordinativ sei alles ganz normal, so wie ich es von dir kenne, du bist nur etwas unsicher.“ Er meinte dann auch noch, dass das wahrscheinlich zu einem grossen Teil ein mentales Problem sei. Ich bilde mir ein, das unregelmässige Bewegungen kommen müssen, und dann kommen die natürlich auch.

Das Mentale spielt sicher eine Rolle, nur ich sollte das relativ gut handeln können, denn im mentalen Bereich war ich schon immer stark. Was ich komisch finde, dass ich mich vollkommen scheisse fühle, offensichtlich aber keine koordinative Verschlechterungen zu sehen sind. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine Beruhigung, da ich nun weiss, dass definitiv keine Verschlechterung vorhanden ist. Es stellt sich halt die Frage, weshalb ich mich mit einer Gangart, die ich immer hatte, plötzlich so dermassen unwohl fühle.

Vermutlich werde ich mal wieder Video Analysen machen müssen, wenn es dann besser läuft. Vielleicht bringt das etwas Licht ins Dunkel. Eine These weshalb ich mich momentan so unwohl fühle ist folgende. Das aktive Mitschaffen des einen spastischen Muskel lässt die Spastik stärker durchdringen. Eines der Hauptprobleme der spastischen Muskeln ist, dass Löseimpulse nicht schnell genug umgesetzt werden, oder gar nicht erst gesendet werden. Das nicht loslassen verursacht jedes mal wie ein klemmen im Bewegungsmuster. Früher hatte ich auf diesen spastischen Muskeln einfach eine gewisse Spannung drauf. Das war einfacher für das Hirn, da einen Bewegungsablauf hinzuzaubern. Wenn die Spannung auf Grund mangelnder Mitarbeit variiert, wird das schwer.

Heute habe ich wieder mal mein Fahrrad hervorgenommen, und drehte ein paar Runden. Das ging einigermassen gut. Fahrradfahren hat immer so eine ausgleichende Wirkung, da es mehr oder weniger fest vorgegebene Bewegungen sind.

Mal sehen, wie es nächste Woche läuft. Danke, dass ihr diese Geschichte so aufmerksam verfolgt.

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