Ich will es einfach immer noch nicht glauben!

Heute war das letzte Training vor dem Wettkampf in Thun. Ab jetzt heisst es schonen und Energie tanken. Aber kann ich überhaupt ruhig sitzen bis am Mittwoch Abend? Noch vor sieben Monaten wäre mir das locker gelungen. Aber heute wird das eine echte Herausforderung.

Ich habe ein super Gefühl. Nicht im Hinblick auf den kommenden Wettkampf am Mittwoch, sondern auf die längerfristige Zukunft. Die Veränderungen werden immer präsenter. Das Gehen fühlt sich anders an, bestimmt sieht es noch nicht anders aus aber die Veränderungen sind spürbar.

Eigentlich hätte ich gedacht, dass es mindestens drei Monate dauert, bis die „neuen“ Muskeln in die Koordination einfinden. Nun scheint das schon innert Monatsfrist zu geschehen. Natürlich, bis die Koordination im Sprint besser wird, dauert es noch mal eine Weile. Aber es geht alles schneller als gedacht.

So warte ich gespannt auf den Wettkampf morgen in Thun. um 19:00 stehe ich am Start. Ich erwarte keine PB, schliesse sie aber auch nicht mehr aus. Ich will es einfach noch nicht glauben, dass ich es tatsächlich geschafft habe, 37 jährige, nahezu inaktive Muskeln zu aktivieren.

Es wird viel zu viel mit den Hoffnungen von Behinderten und deren Eltern gespielt. Viel zu oft wurden schon „Wunder Therapien“ angepriesen. Ich will das nicht tun. Dennoch haben die Trainings in den letzten Monaten gezeigt, dass die Cerebralparese nicht so unantastbar ist wie man annahm. Auch die Einstellung dass man Entwicklungsschritte nur im Kindes- und Jugendalter machen kann, scheint nicht zu stimmen. Bereits schon das ist ein grosser Sieg für mich und jetzt kämpfe ich gerade noch mehr. Danke für alle die mich unterstützen!!!

Über rbircher

Ich bin Jahrgang 1980 und ehemaliger Sportler. Aktuell in der IT Welt unterwegs und offen für die Herausforderungen der Zukunft. Mit einer Behinderung seit Geburt (Zerebral Parese) und Lymphdrüsenkrebs 2005 -2006 habe ich schon einiges hinter mir. In diesem Blog schreibe ich über mein Leben, meine Gedanken und Ideen. Viel Spass. Ach ja, ich lebe in einem kleinen (für die Schweiz nicht so kleinen) Dorf im Bergkanton Graubünden in der Schweiz.
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