Blog 4 – Protest der Spastik

Heute war ein guter Tag, schönes Wetter und zwei gute Trainings. Ja, ich machte heute mal wieder ein Morgen- und ein Abendtraining. Ob ich jetzt wieder mit Doppeltrainings anfange? wohl eher nicht, aber ich fühlte mich heute einfach danach.

Die trainings waren gut, nicht weil sie hochstehend waren… nein, das waren sie nicht. Doch ich setzte mich gegen die Behinderung durch. Die Spastik unternahm so ziemlich alles, um mir den Spass am Training zu verderben. Das rechte Bein wollte beim Radfahren um keinen Preis mitarbeiten. Doch ich hatte gar keine Lust aufzugeben und schlussendlich setzte ich mich durch!

Ich glaube, der Körper protestiert momentan gegen das Koordinationstraining. Doch das ist mir sowas von scheissegal. Ich glaube, mein Körper merkt, dass ich auf ernst mache und das passt der Behinderung gar nicht.

Es sind diese kleinen Siege die die Hoffnung zurückbringen, die den Kämpferwillen in mir wecken und die sagen: „Hey, die Saison wird was.“ Endlich wieder mal was positives in der kargen, langweiligen und harten Trainingslandschaft. Endlich mal wieder eine kleine Antwort auf die Frage: „Warum tue ich mir das an.“ Genau das brauchte ich!

Ich beschäftige mich auch gerade wieder mit Zielsetzung. Ich brauche wieder ein Ziel. Vor allem brauche ich Zwischenziele. Das ist gar nicht so einfach zu definieren. Denn eine Behinderung lässt sich kaum nur in Zahlen ausdrücken.

Die grossen Erfolge sind aktuell noch weit entfernt. Doch an Tagen wie heute glaube ich, dass ich diese Erfolge irgendwann feiern werde.

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