Bodensee

Richtig geraten, mein Zelt hat die Sturmnacht überlebt. Es windete allerdings schon stark, und bis 2:00 war an schlafen nicht zu denken. Das ging auch den beiden Weltradreisenden Franzosen nicht anders. Dann war es plötzlich, von einer auf die andere Minute still. Als hätte Petrus den Windschalter abgeschaltet.

Am Morgen wurden wir von Baulärm und dem nahe gelegenen Flugplatz Altenrhein geweckt. Zwar fliegen nicht viele Flieger von dort. Aber ab und an startet halt doch eine Maschine.  Ich stärkte mich noch, bevor ich mich an das zusammenpacken machte.

Auch das Zelt zusammenpacken klappt ohne Hilfe wunderbar. Ich bin froh, dass ich nicht ganz so viel zusammenpacken musste wie meine französischen Kollegen nebenan. Dennoch braucht es immer seine Zeit, bis ich wieder fahrbereit bin.

Dies mal packte ich die Isomatte und den Schlafsack auch noch auf den Anhänger. Damit hatte ich den Gepäckträger wieder frei. Als ich abfuhr begann der Wind wieder zu blasen. Allerdings war er heute eher mein Gegner. Entweder von der Seite oder von vorn, selten von hinten.

Auf der Strecke am Bodensee war etwas den Wurm drin. Ich kam nicht richtig in Fahrt, und jeden Kilometer musste mühsam erkämpft werden. Der Bodensee ist eigentlich eine sehr schöne strecke. Kaum ein Radweg in der Schweiz ist so gut ausgeschildert. Allerdings empfehle ich allen, diese Strecke ausserhalb der Hauptsaison zu machen. Im Hochsommer hat es hier schon fast Fahrradstau.

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So schön kann der Bodensee sein, kurz nach diesem Foto änderte sich allerdings das Wetter. Kalter Nordwind drohte mit Regen und ich suchte eine Unterkunft. Eigentlich wäre es mir ein Hotel recht gewesen aber in der Region findet man nur wenig günstiges. Eine Betonröhre  Für 80 CHF oder ein Schlaffass für 105 CHF. So endete ich doch mit dem Zelt auf einem Camping.

Glücklicherweise half mir jemand mit dem aufstellen. Es windete und begann zu regnen. In 7 Minuten stand so das Zelt. Eigentlich rechnete ich mit einer unangenehmen Nacht. Doch es wurde die angenehmste aller Zeltnächte. Es war lange relativ warm und den Schlafsack brauchte ich erst in der zweiten Hälfte der Nacht.

Am Folgetag, das heisst heute, schaltete ich dann einen Ruhetag ein. Auch das gehört dazu. Morgen geht’s dann wieder weiter.

Über rbircher

Ich bin Jahrgang 1980 und ehemaliger Sportler. Aktuell in der IT Welt unterwegs und offen für die Herausforderungen der Zukunft. Mit einer Behinderung seit Geburt (Zerebral Parese) und Lymphdrüsenkrebs 2005 -2006 habe ich schon einiges hinter mir. In diesem Blog schreibe ich über mein Leben, meine Gedanken und Ideen. Viel Spass. Ach ja, ich lebe in einem kleinen (für die Schweiz nicht so kleinen) Dorf im Bergkanton Graubünden in der Schweiz.
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