Archiv für den Monat: April 2018

Blog 4 – Protest der Spastik

Heute war ein guter Tag, schönes Wetter und zwei gute Trainings. Ja, ich machte heute mal wieder ein Morgen- und ein Abendtraining. Ob ich jetzt wieder mit Doppeltrainings anfange? wohl eher nicht, aber ich fühlte mich heute einfach danach.

Die trainings waren gut, nicht weil sie hochstehend waren… nein, das waren sie nicht. Doch ich setzte mich gegen die Behinderung durch. Die Spastik unternahm so ziemlich alles, um mir den Spass am Training zu verderben. Das rechte Bein wollte beim Radfahren um keinen Preis mitarbeiten. Doch ich hatte gar keine Lust aufzugeben und schlussendlich setzte ich mich durch!

Ich glaube, der Körper protestiert momentan gegen das Koordinationstraining. Doch das ist mir sowas von scheissegal. Ich glaube, mein Körper merkt, dass ich auf ernst mache und das passt der Behinderung gar nicht.

Es sind diese kleinen Siege die die Hoffnung zurückbringen, die den Kämpferwillen in mir wecken und die sagen: „Hey, die Saison wird was.“ Endlich wieder mal was positives in der kargen, langweiligen und harten Trainingslandschaft. Endlich mal wieder eine kleine Antwort auf die Frage: „Warum tue ich mir das an.“ Genau das brauchte ich!

Ich beschäftige mich auch gerade wieder mit Zielsetzung. Ich brauche wieder ein Ziel. Vor allem brauche ich Zwischenziele. Das ist gar nicht so einfach zu definieren. Denn eine Behinderung lässt sich kaum nur in Zahlen ausdrücken.

Die grossen Erfolge sind aktuell noch weit entfernt. Doch an Tagen wie heute glaube ich, dass ich diese Erfolge irgendwann feiern werde.

Werbeanzeigen

Blog 3 – Fanpost, Sommer Fritte und Velotraining

Zugegeben, Fanpost ist eher noch ne Rarität. Kein Wunder, ich bin ja auch eher ein kleiner Fisch. Doch manchmal kommt hier schon ein Brieflein an. Witzig bei der letzten Grusskarte war allerdings die Adresse. Da hat jemand nämlich nur An Raphael Bircher, 7208 Malans verschickt. Die Karte ist angekommen, ohne die Strasse zu nennen. Ich scheine bekannt genug zu sein, dass die Pöstler wissen, wohin mit dem Zeugs. Ich weiss nicht, ob ich das jetzt gut oder schlecht finden soll. Aber ein Postfach scheine ich offenbar keines zu brauchen 😉

Schon lange sollte iWhatsApp Image 2018-04-28 at 21.52.03ch wieder mal eine sommerliche und Sprint taugliche Frisur machen lassen. Heute war es so weit. Wie das aussieht, könnt ihr selbst schauen.

Mir wurde dabei wieder mal klar, wie unglaublich wichtig das Vertrauen zum Friseur sein muss. Vor allem dann wenn man auch den Bart aufmotzen lässt. Ich meine, ich hatte heute immerhin eine Rasierklinge am Hals. 😉

Spass bei Seite, der Sommer kann jetzt kommen!

Nach dem Coiffure bin ich dann auch noch etwas auf dem Fahrrad gesessen, und habe meine Runden gedreht. Wie schön, hier kenne ich die Strecke, kein Weg suchen, einfach nur fahren.

Wie viel Kilometer ich gemacht habe, weiss ich leider nicht. denn mein Zähler hat immer noch der falsche Radstand drin. Vielleicht krieg ich den ja nächste Woche noch raus. Aber komischerweise stört ist mich nicht mal mehr so. Früher hätte ich es kaum ausgehalten, zu fahren ohne zu wissen wie viel es war. Ist das das Alter?

Stützradkrimi – Als Unihockey das Matten Schulhaus überfiel

Huch, das war ja eine Resonanz auf den ersten Teil. Danke viel mal dafür und viel Spass beim zweiten Teil.

Das Schulhaus in dem ich zur Schule ging war ein kleines Landschulhaus. Mit Kindergarten waren wir vielleicht 50 Kinder – also sehr überschaubar. Ursprünglich ging ich dort zur Schule, weil die einen Halbtags Kindergarten hatten. So konnte ich am Nachmittag noch Therapie machen. Man hat mich dann dort behalten, weil ich so gut aufgenommen wurde. In dem Schulhaus war die Welt noch in Ordnung. Doch schon bald sollte diese kleine heile Welt von einem sehr ansteckenden Virus heimgesucht werden.

Das „Virus“ befiel vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und grassierte vor allem in Schweden, Finnland, Norwegen und der Schweiz. Die rede ist von Unihockey, einer noch jungen Hockeysportart. International wird Floorball als Begriff verwendet. In Skandinavien wird das schnelle Ballspiel seit den späten Siebzigern gespielt, die Schweiz wird Mitte der Achtziger erobert. Die Sportart löst einer der grössten Booms in der Schweizer Sportgeschichte aus. Innerhalb weniger Jahren entstehen über 400 Sportclubs und der Verband wächst auf 20’000 Lizenzierte Spieler. Die Geschichte von Unihockey ist wirklich bemerkenswert. Es war wirklich wie eine Krankheit, wer infiziert war, wurde es nicht so einfach wieder los. Mehr noch, Unihockey prägte viele Menschen, darunter auch mich.

Das alles wussten wir damals noch nicht. Es waren einfach plötzlich so komische Plastikschläger und so ein komischer gelochter Ball da. Wo her die kamen, und dass sie zu einer Sportart gehörten wussten wir nicht. Für uns war es erst mal nur ein Pausenplatz Spiel. Doch die Schläger nahmen das Matten Schulhaus fest ein ihren Bann. Schon bald machte das ganze Schulhaus nichts mehr anderes als Unihockey spielen. Alle Spielten es… ausser ich.

Ich traute mir das nämlich nicht zu. Das war eines der ersten mal an das ich mich erinnern kann, wo ich mir auf Grund der Behinderung etwas nicht zutraute. Bei Fangen, Räuber und Polizei oder Verstecken, überall machte ich mit. Aber hier sah ich irgendwie nicht die Möglichkeit. Das stimmte mich Traurig. Zum ersten Mal fühlte ich mich ausgeschlossen.

Da ich den Heimweg nicht selbst bewältigen konnte, wurde ich jeweils abgeholt. An jenem Tag wurde ich vergessen und so musste ich ein bisschen warten. Mein bester Freund, der übrigens damals Eishockey spielte, war natürlich am Unihockey spielen. Ich war so traurig, dass ich weinen musste. Meine Freunde kamen sofort zu mir und wollten wissen, was ich habe. „Da kann ich ja nicht mitspielen“, meinte ich. „Was du kannst nicht? Du hast es noch gar nicht versucht! Da ein Stock für dich, komm, und spiel mit.“ Das war die Antwort und ich war schnell überredet.

Doch ich hatte mich selbst richtig eingeschätzt. Es war tatsächlich nicht so einfach. Rennen und dann noch einen Ball führen, erfordert eine Menge Koordination. Die hatte ich einfach nur begrenzt. Das sahen auch meine Freunde, und plötzlich kam einem die zündende Idee. „Gehe doch ins Goal“, meinte einer. Und tatsächlich, da ging es besser. Innert Minuten überfiel auch mich das Virus. Ich kämpfte gegen jeden Ball der da aufs Goal kam. Einsatz pur, schrammen egal.

Ich war gerade so richtig in Fahrt gekommen als ein Auto auf den Schulhausplatz fuhr. Meine Mutter stieg aus und fragte etwas ungläubig: „Was hast du denn da gefunden?“ Ich sehe sie noch heute vor mir stehen. Die richtige Antwort wäre gewesen: „Etwas das mein Leben verändert!“ Aber das wussten wir alle noch nicht, für uns war es ja nur ein Spiel.

Blog 2 – Erster Wettkampftag

Am Mittwoch war es so weit. Mein erster Wettkampftag. Eigentlich ist es ein Murks, so früh bereits schon mit dem Wettkampf beginnen. Doch der Zufall wollte es, dass am letzten Final Spiel der SCRJ Lakers gleich der erste Wettkampf der Leichtathletik war. Warum ich das unbedingt kombinieren wollte, schreibe ich Euch in einem anderen Blog.

Der Wettkampf ist am anderen Ende der Schweiz im Welschland (französischsprachigen Schweiz). So ging meine Reise schon am Mittag los, um rechtzeitig am Abend dort zu sein. Der Resten war Zug fahren, also nichts spektakuläres.

Es ging nach La Chaux-de-Fond in den Jura. Ich war noch nie dort. Mit dem Taxi ging es dann an den Wettkampfort. Man merkt, dass man in der Westschweiz ist. Die Strassen haben deutlich mehr Schlaglöcher. Aber die Bahn war relativ gut. Ein relativ harter und schneller Belag. Das Meeting war allerdings sehr sehr klein. Wenn es gut kommt 40 Leute. Kein Wunder eigentlich. Es war ein Abendmeeting, Nicht gerade mega zentral und es war schlecht Wetter angesagt.

Letztes trat allerdings zum Glück nicht ein. Es war zwar kühl (Wir waren auf 1000m.ü.M.) wolkig, blieb aber trocken. Dann auf zum 100m. Es gab nur eine Serie, wobei der schnellste deutlich unter 11s lief. Ich habe den Start verpennt. dann die ersten 35m gut gelaufen, wobei die Kadenz sehr tief war. Dann wollte ich etwas die Kadenz erhöhen, und mein rechtes Bein blockierte. die nächsten 30m waren verkrampft. und die Letzten 25m waren richtig mühsam. Alles in allem, weit vom perfekten Sprint entfernt, aber es ist ja auch erst Saisonanfang.

Den eigentlich geplanten 600er liess ich aus, da ich nicht mal eine halbe Stunde zwischen dem 100er und dem 600er gehabt hätte. Blieb also noch der 300er. Von dem hätte ich eigentlich etwas mehr erwartet. Ich bin super reingestartet, und bin dann irgendwie in ganz schlechte Laufmuster zurückgefallen. Warum ich das andere nicht durchziehen konnte, weiss ich noch nicht. Die PB wartet dann ein anderes mal. Die wenigen Zuschauer die es hatte, feuerten mich lautstark an, und dank der Unterstützung bin ich dann irgendwie ins Ziel gekommen. Eindeutig noch verbesserungswürdig.

Eigentlich wollte ich in La Chaux-de-Fond übernachten, als sie allerdings für ein eher älteres Hotel CHF 120.– wollten, habe ich mich schnell auf Plan B um entschieden und bin direkt wieder nach Hause gefahren. Mit über 500km Zugfahren habe ich auf jeden Fall eine Überdosis an öffentlichem Verkehr erhalten.

Früher am Start als gedacht.

Was soll ich Euch da schreiben. Meine Saison startet früher als gedacht, das hat seine Gründe, aber aktuell kann ich Euch die leider noch nicht verraten. Ich bin diesen Mittwoch für ein Wettkampf in La Chaux-de-fond (CH) angemeldet. Ich möchte gar nicht mehr viel schreiben, Denn nun ist nicht Zeit für grosse Worte, sondern Zeit für grosse Taten.

Mein Gefühl möchte ich gerade mit einem YouTube Video ausdrücken.

Daily Blog 1 – So macht Bloggen Spass

Hallo zusammen

Vor gut einem Jahr startete ich mal einen Versuch auf YouTube Daily Vlogs zu machen. Dabei filmt man einfach den ganzen Tag, und schneidet dann am Ende eine Zusammenfassung des Tages. Das Problem an der Sache. Es ist extrem aufwendig. Denn man muss immer an die Kamera denken und das schneiden nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Zudem bin ich nicht der Cutter. Video schneiden ist nicht so mein Ding.

Versuchen wir es doch einmal auf dem Blog, dachte ich mir. Vielleicht ist schreiben ja mehr mein Ding. Ich weiss zwar nicht, wer das lesen soll aber wenn es dann gar niemand interessiert, können wir das Projekt ja immer noch abbrechen.

Wie auch immer, Bloggen macht aktuell tierischen Spass. Ich habe diesen Monat schon fast die 3000 Visits geknackt. Das ist natürlich der Tour zu verdanken. Aber auch mein vorgestern begonnener Stützradkrimi hatte eine absolut super Resonanz, danke dafür. Eine Fortsetzung ist übrigens bereits in der Pipeline.

Ja, und hier werde ich Euch einfach frisch von der Leber erzählen, was ich so den ganzen Tag mache. Das muss jetzt nicht immer spannend sein, aber ja.

Heute war ein schöner Tag und ich war fast den ganzen Tag drin. Ich bin halt nicht nur Sportler, sondern auch IT’ler und wenn man unter der Woche zu wenig macht, muss man halt am Wochenende aufholen. Ich habe mich mal wieder dem Verein vefko.ch gewidmet. Der ist durch die Tour etwas zu kurz gekommen.

Wobei die Arbeit grösstenteils darin bestand, erst mal meinen Computer einzurichten. Es ist ja schon toll einen neuen Laptop zu haben, aber das Einrichten gibt jeweils schon einiges an Arbeit. Auch die ganzen Systemeinstellungen. Ich glaube immer, dass ich gar nicht so viel daran verändere, aber im Endeffekt ist es doch immer mehr als man denkt. Und dann kommen noch die ganzen Tools die man zum Entwickeln braucht. Ich muss dazu sagen, dass Entwicklertools oft auch nicht so einfach zu installieren sind wie die für normale Anwender. Aber auch das geht vorbei, und irgendwann ist mein neuer Computer auch die neue digitale Heimat. Wie immer gibt es noch viel zu tun. Wie es weiter geht, könnt ihr dann morgen lesen.

Zeit um mein Computer fertig einzurichten

Mein neuer Computer habe ich ja schon seit ein paar Tagen, eingerichtet ist er aber noch lange nicht. Die Grundeinstellungen sind gemacht, ja – aber halt noch nicht mehr. Installiert sind die Dingers heute ja schnell, aber bis man alles so hat, wie man es haben will… ist eine andere Geschichte.

Zum guten Glück macht man das nicht alle Tage. Obschon, der Kauf hat sich wirklich gelohnt. Wenn man täglich am Computer arbeitet, will man ein anständiges Gerät. Und da ich des Öfteren unterwegs bin, will ich auch ein mobiles Gerät. Bis vor drei Jahren hatte ich auch einen Desktop. Das ist zwar angenehm um zu Hause zu arbeiten, Wenn man unterwegs ist, hat man aber meist genau das nicht dabei, was man braucht. oder man muss noch Tools einrichten die man auf dem Desktop schon hat. Das wollte ich nicht mehr.

Das die neue Maschine mehr Leistung hat, ist auch deutlich zu spüren. Nur selten läuft er bis jetzt an der Leistungsgrenze. Der Lüfter ist fast immer aus. Ich überlege mir aktuell noch eine Docking Station zu kaufen. Da kann man den Laptop drauf tun, und hat quasi ein Desktop. Man kann dan mit Bildschirm und Tastatur arbeiten. Ebenfalls braucht man dann den Computer nicht überall anzuschliessen.

Aktuell bin ich dran, auf meinem Windows Rechner mit Hiper V einen Linux Server zu installieren. Ich bin ja noch in einem Projekt involviert das eine Webapplikation entwickelt und dann auch betreibt. Die Webserver laufen in der Regel nicht auf Windows sondern auf Linux. Weil man auf einem live System mit hunderten und tausenden von Aufrufen am Tag keine ungetestete Software aufspielen möchte, haben die Entwickler bei uns auf dem eigenen Rechner eine Testumgebung, die möglichst nah an der Server rankommt. Diese stand auf dem alten Rechner bereits, auf dem neuen muss ich sie erst einrichten.

Für die Fachleute unter Euch

Da VirtualBox auf Windows offenbar nicht mehr so gut gewartet wird, werde ich mal auf Hyper V von Microsoft wechseln. Das Setup wird dann allerdings auch etwas anders. Bei VirtualBox hatte ich einen Ubuntu Desktop auf den ich noch die paar Dienste die ich brauchte installierte. Die komplette Entwicklung machte ich auch auf der VirutalBox VM. Bei Hyper V werde ich einen Server aufsetzen und das ganze bridgen. Die Entwicklungsumgebung wird dann auf Windows sein.

Vielleicht werde ich auf dem richtigen Webserver auch noch eine life Instanz machen. Das spreche ich allerdings noch mit meinen Kollegen ab.

Und wieder für alle

So wird es wohl noch ein paar Nachtschichten geben. Gestern war ich bis 3 Uhr Morgens dran, und heute weiss ich noch nicht. Und ja, aktuell sitze ich im schönen Wetter drin. Auch bei mir kommt das vor.

Stützradkrimi – Der Anfang

Ihr habt abgestimmt, und ihr wollt die Story lesen. Also schreibe ich sie auf, für Euch und vielleicht auch für mich. Viel Spass damit.

Irgendwann im Jahr 1988. In einem kleinen Landschulhaus in Hünenberg gehe ich in die Schule. Ich bin Integrationskind – damals noch eine komplette Ausnahme. Meine Eltern kämpften sehr dafür, weil sie in meiner Intelligenz das Potential für meine Zukunft sahen. Normalerweise hatte man für Fälle wie mich extra Schulen. Setzten sich die Eltern nicht extrem ein, ging alles seinen Lauf. Etwas überspitzt gesagt, schon nach der Diagnose ist der Heimplatz reserviert.

Von all diesen Kämpfen wusste ich nichts. Für mich war es normal in die normale Schule zu gehen. Schliesslich war meine Behinderung ja in den Beinen, und nicht im Kopf. Ich fühlte mich auch gar nicht so anders. Klar ich wusste um meine Behinderung aber ich machte an den meisten Orten mit. Meine Klassenkameraden machten mir das auch einfach. Ich gehörte einfach dazu.

Ich selbst wuchs in einer Bauernfamilie auf, es zählten Werte wie Arbeiten und draussen sein. Mir brauchte man das nicht zwei mal sagen. Ich half gerne wo ich konnte und testete aus, was mit Behinderung so alles Möglich ist. Ich hatte Interesse am Bauern. Doch meinen Eltern war klar, dass ich wohl nie den Hof übernehmen werde. Sie hofften, dass ich vielleicht die Matura (in Deutschland Abi) schaffe und dann Studiere. Auf diese Weise sollte auch ich ein selbständiges Leben führen können. Das waren so die Ideen meiner Eltern.

Doch Kinder sind nicht nur den Einflüssen der eigenen Familie ausgesetzt. Mit der Einschulung prägen auch die Kontakte der Schulfreunde das Leben. Und was war unter Jungs im alter von sieben bis zehn Jahre so ein Dauerthema? Natürlich Sport! Ich konnte mich dem nicht entziehen. Meine Eltern schauten ziemlich blöde, als ich mir zum Geburtstag nichts anderes als ein Fahrradtacho wünschte. Ich muss dazu sagen, dass damals Fahrrad Tachometer noch was ganz spezielles war. Die wenigsten hatten so einen.

Für meine Eltern war das nicht verständlich. Sie sind auch die non Sportler schlichthin. Mein Vater meinte oft: „Wer richtig Arbeitet, braucht am Abend nicht noch Sport machen.“ Doch ich wollte nichts anderes als mein Zähler. Ich habe es einem äusserst einfallsreichen Fahrradmechaniker zu verdanken, dass mein Geburtstagsgeschenk erfüllt wurde. Es war damals ziemlich schwierig, einen Zähler zu finden, der an das Haverich Therapierad mit den kleinen Räder passte.

Endlich wusste ich wie viel und wie schnell ich fahre. Ich konnte mich messen. Mit mir selbst und mit anderen.  Schon bald hing auch ein Poster vom Schweizer Radrennfahrer Tony Rominger an der Wand. Der Sportler in mir war geboren und keiner hat’s gemerkt.

Fortsetzung folgt

Start in die Leichtathletiksaison

Gestern hatte ich das erste Leichtathletiktraining. Es stand voll und ganz im Zeichen der Koordination. Mit speziellen Trainings arbeitete ich an meinen spastischen Problemzonen. Videoanalysen wurden auch noch gemacht. Da wurde mir mal wieder klar, wie stark das Gefühlte laufen und die Realität auseinander gehen. Wenn ich das Gefühl habe, relativ aufrecht zu gehen, bin ich immer noch stark im Kauergang.

Ganz stark werde ich an meinem rechten Bein arbeiten. Das muss ich definitiv mehr durchstrecken. Das Problem ist, dass die spastischen Muskeln alles tun um nicht arbeiten zu müssen. Man muss sich bei dem Training extrem darauf konzentrieren, dass man keine Ausweichbewegungen macht. Diese Trainings machen weniger Spass als ein Fahrradtraining bei 3°C und Regen.

Aber wenn ich diese Saison PB laufen will, muss ich Fortschritte machen und wenn ich Fortschritte machen will, führt kein Weg an diesen Trainings vorbei. Genau für diese Fortschritte stehe ich wieder auf dem Platz und für nichts anderes! Ich rechne allerdings nicht mit einem schnellen Erfolg. Wenn ich dieses Jahr meine PB von 28.88s um ein paar zehntel knacke bin ich bereits glücklich. Etwas einfacher könnten die Persönlichen Bestzeiten auf 200m 400m und 800m zu knacken sein. Da wird mir mein Konditionstraining auch etwas helfen.

Die neue Clubbekleidung vom LAC TV Unterstrass Zürich habe ich bereits. Wo und wann ich mein Saisonstart mache ist noch unklar. Kommt auch ein bisschen drauf an, wo die anderen meines Clubs laufen. Auf jeden Fall möchte ich diese Saison mal nach Langenthal. Grüsse gehen raus an Reto. Danke für deine Unterstützung. Natürlich könnt ihr mir auch LA Meetings vorschlagen oder mich sogar einladen. All zu viele Wettkämpfe möchte ich allerdings auch nicht machen. Denn Fortschritte macht man in den Trainings und nicht am Wettkampf.

Mein neues Notebook ist da

20180418_121654.jpg

Eigentlich stand es schon lange an, der Ersatz meines Hauptnotebooks. Spätestens seit im Februar noch ein Tastaturschaden auftrat, war es überfällig. Vor bald drei Jahren habe ich von Apple auf Lenovo Thinkpad umgestellt. Eine Entscheidung die ich nie bereute. Die ThinkPads sind zwar auch nicht billig, sind aber den Apple Geräte in Sachen Reparaturfreundlichkeit um Welten überlegen. Die Notebooks haben auch jede Menge Anschlüsse, man braucht also nicht für alles einen Adapter und die Geräte sind langlebig. Mein letztes Notebook hat 2,5 Jahre bei mir durchgehalten. Alle Vorgänger hielten etwas mehr als ein Jahr.

Lenovo hat mich überzeugt, und so ist auch mein neues Gerät wieder ein ThinkPad der X Serie. Die X Serie zählen noch zu den Ultrabooks, sind klein und leicht, können allerdings in der Leistung mit vielen Notebooks mithalten. Das Konzept ist über die Jahre gereift. Hier ein paar Sachen die ich an diesen Geräten liebe.

  • Lange Akku Laufzeit
  • Dank zwei Akkus (eine davon im Gehäuse verbaut) kann der andere Akku im laufenden Betrieb gewechselt werden.
  • SD-Kartenleser, RJ-45 (Netzwerkanschluss), HDMI, zwei USB und Kopfhörer Anschluss.
  • Entspiegelter Bildschirm, Tastatur Hintergrundbeleuchtung und ein integriertes Breitband Modem (Mit SIM Karte und entsprechendem Datenpacket kann man so direkt ins Internet)
  • Die Akkus haben eine lange Lebensdauer und wenn trotzdem irgendwann nachlassen, kriegt man günstig Ersatz.

Als negativ Fällt mir nur gerade die schlechte Zugänglichkeit der Tastatur ein. Wenn man die Tastatur wechseln möchte, nimmt man das ganze Notebook auseinander.

Mein neues X270 ist mit einem Intel I7 – 7500U @ 2,7 GHz Prozessor ausgerüstet hat 16 GB RAM und 512 GB SSD. Wichtig sind für mich vor allem die letzten beiden Daten. Da hab ich nämlich doppelt so viel wie bei meinem alten. Was ich nicht mehr habe ist Touchscreen, das wollte ich aber auch nicht.

Ich bin sehr glücklich über das neue Arbeitsgerät, doch aktuell heisst es erst mal Notebook einrichten, und das dauert erst mal. Denn als Entwickler habe ich jede Menge Tools auf dem Laptop, die man hier auch neu installieren muss. Wenn es Euch interessiert, was da so alles drauf ist, kann ich ja auch mal darüber bloggen.