Schreibpausen, warum entstehen die?

Ich bin ganz ehrlich mit Euch… ich lese keine anderen Blogs. Ich lese auch keine Bücher. Keine Ahnung warum, aber fürs Lesen konnte ich mich nie so wirklich erwärmen. Ich kann zum Beispiel absolut nicht nachvollziehen, weshalb Menschen ganze Bücher verschlingen können.

Als ich 2003 mit dem Veröffentlichen von Texten im Internet startete, beschäftigte ich mich auch damit, was ich erreichen möchte. Wann lohnt sich das Ganze. Ich sagte mir damals, wenn ich wöchentlich 10 Views mache, lohnt es sich, einen Artikel in der Woche zu schreiben. Das mit dem wöchentlichen Artikel habe ich nie durchgezogen. Die Zehn Views hingegen mache ich auch ohne was zu schreiben.

Ich habe auf diesem Blog 94 veröffentlichte Artikel und bald mal 15000 Views. Das macht 150 Views pro Artikel. Eigentlich müsste das doch Motivation genug sein, mehr zu Veröffentlichen?

Und nein, es liegt nicht am Stoff. Ich hätte mehr als genug Stoff zum Bloggen. Ich könnte von meinem Leben geschlagene drei Bücher füllen und auch zu manchen Themen würde ich gerne meine Meinung sagen. Manchmal kommt es sogar auch zu einem Entwurf. Über 50 solcher sind noch versteckt hinter meinem Account.

Das Problem ist nur schon mal, bis ich am schreiben bin. Irgendwie muss ich mir doch einen rechten Ruck geben, um endlich mal einen Blog zu starten. Ich brauche einen ruhigen Moment, am besten mitten in der Nacht. Dann das zweite Problem, ein Blog zu schreiben, der sich auch gut liest. Die Gedanken zu haben und die Gedanken dann nieder zu schreiben sind eben zwei paar Schuhe 😉

Dann kommt für mich der absolute Horror – Korrekturlesen. Nein, ich bin nicht gut in der Rechtschreibung. Es stimmt, dass ich mir in letzter Zeit mehr Mühe gebe, doch alles kriegt man nie raus. Es ist dann immer wieder so ein tolles Erlebnis, wenn man nach zwei maligem durchlesen einen Text – veröffentlicht – und die erste Person meint: „Du ich hab da noch einen Fehler.“

Und zu guter Letzt scheitert dann der Blog oft auch am Inhalt. Manchmal ist alles zu privat, und manchmal genügt er einfach auch meinen Ansprüchen nicht. So kommt es, dass ein Blog zwar entsteht, dann aber nie öffentlich geschaltet wird.  Und das gibt dann die langen Pausen.

Mit vier Abonnenten auf WordPress habe ich jetzt nicht eine grosse Anhängerschaft, die über mich sauer sein könnte. Manchmal habe ich dennoch ein schlechtes Gewissen. Immerhin gibt es Menschen die meinen Blog lesen und wenn ihr auch dazu gehört, könnt ihr ja einen Kommentar da lassen.

Über rbircher

Ich bin Jahrgang 1980 und ehemaliger Sportler. Aktuell in der IT Welt unterwegs und offen für die Herausforderungen der Zukunft. Mit einer Behinderung seit Geburt (Zerebral Parese) und Lymphdrüsenkrebs 2005 -2006 habe ich schon einiges hinter mir. In diesem Blog schreibe ich über mein Leben, meine Gedanken und Ideen. Viel Spass. Ach ja, ich lebe in einem kleinen (für die Schweiz nicht so kleinen) Dorf im Bergkanton Graubünden in der Schweiz.
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