Archiv für den Monat: März 2016

Endlich wieder anständiges Training

Heute hatte ich endlich wieder mal ein gutes Training. Das Gefühl war  Anfangs nicht sonderlich gut, doch ich liess mich davon nicht beeinflussen. Ich startete relativ steil und hart rein, kein langes Aufwärmen, relativ schnell vollgas. Nach ein paar Laufübungen und einigen Steigerungen (Langsam beschleunigen bis etwa auf 90% Belastung) ging es dann auch schon auf die Tiefstart.

Denn gestartet wird auf dem 100m natürlich aus dem Startblock. Fürs erste liefen diese Starts gar nicht schlecht. Unten raus ist doch etwas Power da. Danach ging es zu den zu den Läufen. Ich nahm mir vor, unten raus zu powern, und dann vorwiegend auf die Bewegungsdynamik zu achten. Anfangs wollte das nicht klappen, mein rechtes Bein wollte nicht recht. Doch der letzte Lauf war insgesamt recht gut. Interessant ist, dass ich im letzten Lauf mental eine andere Strategie angewendet habe. Statt mich auf das Laufen zu konzentrieren habe ich einfach hinter der Ziellinie ein Punk fokusiert von dem ich mich anziehen liess. Leider hat irgendwann das Feedback von den Beinen überhand genommen, und ich war wieder bei den Beinen statt dem Ziel.

Auf jeden Fall ist jetzt die Zeit gekommen um Gas zu geben.

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10. August ist der Stichtag für mein rechtes Bein

Das Jahresziehl 2016 ist ja schon bekannt. Nur hatte ich bis jetzt noch kein Datum festgelegt, bis wann es erreicht werden soll. Das Ziel soll bis am Mittwoch 10. August 2016 erreicht sein. Früher ist allerdings auch gut. Der Stichtag fällt auf diesen Tag, da sich dann meine ersten selbständigen Schritte zum 30. mal Jährt.

Dies mal greife ich wirklich nach den Sternen. Denn auf diese singifikante Verbesserung arbeite ich schon seit über 10 Jahre ohne Erfolg. Die Chance dass ich versage ist 10 mal höher als dass ich gewinne. Aber Chancen interessieren mich nicht. Chancenangaben zerstören Hoffnung schon oft genug im Keim. Es sieht nicht gut aus aktuell. Ich bin weder bereit für die Leichtathletik Saison, noch für ein Wunder auf der Bahn. Doch das war vor 11 Jahren auch so. Dennoch wurde es die sportlich beste Saison bis heute und das trotz Krebs.

Ich warte nicht auf das Wunder, ich kämpfe dafür!!! Let’s go 2016!!!

Wenn es Leute etwas zu gut meinen

Behinderte sind heute längst keine Seltenheit mehr. Dass die meisten Leute mitdenken und einem zum Beispiel in einem vollen Tram einen Sitzplatz anbieten ist schön. Doch manchmal denken die Leute auch etwas zu stark mit und dann entstehen eben solche Situationen.

Als ich das erst Training beim LAC TV Unterstrass hatte, suchte ich in Zürich die Sportanlage. Auf der Suche begegnete ich einer älteren Frau die gerade aus der Wohnung kam. Ich fragte, ob sie wisse, wo die Sportanlage sei. Die ältere Dame: „Da sind sie falsch, zum Behindertenheim gehts in die andere Richtung.“ Ich: „für die Sportanlage bin ich aber richtig, oder.“ Sie: „Ja schon… aber…“ „Danke, sie haben mir sehr geholfen“, sagte ich, und zottete davon. Kurze Zeit darauf fand ich die gesuchte Anlage.

Als wir mit dem TV Unterstrass nach Grand Canaria ins Trainingslager gingen, war im selben Flieger eine Reisegruppe Behinderter Menschen. Die machten dort ein Ferienlager oder so. Als ich aussteigen wollte (ganz normal die Treppe herunter) stand plötzlich die Flight Atended vor mir und meinte, „Sie müssen hinten raus.“ Etwas perplex drehte ich um, und ging nach hinten. Da war ein Spezialtransporter für Rollstühle, und eben diese Reisegruppe. Erst dann wurde mir klar, dass die frau mich fälschlicherweise der dieser Reisegruppe zugeordnet hatte. Ich musste anschliessend schauen, dass ich meine Gruppe im Flughafen wieder fand. Hat dann aber alles geklappt.

Auf meiner Tour letztes Jahr wollte ich von Bülach möglichst direkt nach Winterthur. Ich fragte eine Passantin, wo man da durch soll. Die Passantin: „Der direkteste Weg… Nein, der ist zu steil für sie.“ Ich: „Das braucht aber viel, sagen sie mir doch bitte den steilen Weg, ich liebe Steigungen.“ Die Ach so starke Steigung bewältigte ich bis auf die letzten 200m im zweiten Gang und oben hätte es sogar ein offenes Restaurant gegeben. Doch an diesem Tag fuhr ich immer dem Regen davon, und so gab es keinen stop.

Es gäbe durchaus noch mehr solche Geschichten. Aber das sind so die herausragensten. Teilt es, sagt es weiter wenn Euch dieser Beitrag gefällt. Ich freue mich über alle die hier lesen.

100’000 km Countdown

Nein, nicht mit dem Auto, mit dem Velo. Diese oder die nächste Woche fällt diese Zahl. Wäre das nicht wieder mal was für die Presse? Zumal die 100’000 auch irgendwie einen Abschluss darstellen. Denn in Zukunft wird es weniger Velo geben. 2,5 mal um die Welt im Leben reicht irgendwie auch.

Nun arbeite ich an meinem Comeback auf dem Track. Aktuell kläre ich ab, wo ich überall Starten kann. Ich werde gegen meine 20.55 antreten die ich mit 26 Jahren lief. Mein Ziel ist unter 20 und zwar deutlich! Dafür müsste ich einiges an Fortschritte erzielen. Das ist eines meiner ehrgeizigsten Saisonziele meines Lebens. Das rechte Bein will ich durchstrecken und zumindest teilweise ansteuern können. Ob ich das erreiche?

Aktuell sieht es düster aus. Denn ich habe eher Rückschritte statt Fortschritte gemacht. Die Zeit ist eng. In wenigen Wochen muss ich bereit sein. Doch aufgeben tue ich noch nicht. Auch das Velo wird mich bei der Vorbereitung noch unterstützen. Insbesondere das Hochkadenztraining wird in der Koordination helfen. Aber viele Kilometer mit dem Fahrrad wird es diese Saison nicht geben. Dafür umso mehr zu fuss.

Ab jetzt wird wieder richtig trainiert. Ich bin wieder der alte!!!

Danke, Danke, Danke für Eure Unterstützung

Mit zwölf Jahren stand ich draussen auf dem Vorplatz und knallte meine Unihockeybälle gegen das Scheunentor. Ich stellte mir vor, als wen ich in einem 5000er Stadion wäre, und alle mir zujubeln. Was für ein Gefühl wäre das wohl, fragte ich mich. Das mit dem 5000er Stadion habe ich nie erlebt, aber ich durfte es erleben wie es ist, wenn sich ein ganzer Club hinter einem stellt. Ich habe erlebt, was möglich ist, wenn hinter einem „gemauert“ wird. Jeden Frühling denke ich wieder an den Tag, an dem ich meine Stützräder abnahm und davon fuhr.

Ich war auch mal auf der anderen Seite. Auf der anfeuernden. Damals dachte ich: „Ach soviel kann das doch nicht aus machen, wenn ich ne Mannschaft anfeure.“ Es sind übrigens nicht die lauten Hopprufe die mich am meisten treffen. Es sind die Worte die direkt an mich gewandt werden. Per mail, Karte, Facebook Kommentar oder auch persönlich. Worte wie letzthin eine Mutter eines Behinderten Kind die meinte: „Immer, wenn ich mal wieder an den Fortschritten meines Sohnes zweifele, schaue ich mir Deinen Blog an, und dann geht es mir wieder besser!“ Oder der Krebskranke im Spital der nach einem Gespräch meinte: „Danke, sie haben mir die Hoffnung zurückgegeben.“

Ich wünschte mir manchmal, dass Leute den Motivationsschub nachempfinden könnten, den solche Kommentare bei mir hinterlassen. Ich überschreite demnächst die 10’000er Visitor Marke hier im Blog. Ich möchte mich ganz einfach bei allen Unterstützern bedanken. Auch dieses Jahr geht es weiter mit der Geschichte. Man sieht sich auf der Bahn!!!

Warnung vor der weitergabe von Daten an Facebook Freunde (fälschung)

Hallo zusammen

Ich warne Euch vor einem Bot (automatisches Computerprogramm) der aktuell auf Facebook unterwegs ist. Es passiert dabei folgendes:

Die Maschine schickt Euch eine Freundschaftsanfrage von einer Person die ihr bereits auf Facebook habt (oder hattet). Nach Annahme der Freundschaft fragt die „Person“ (in dem fall wohl nur ein Programm) nach persönlichen Informationen wie Telefon Nummer. Die Anfrage kommt via Chat.

Erkennen kann man es, wenn man nach der Person sucht. Man wird zwei identische Profile finden. Bevor ihr persönliche Daten raus rückt, kontaktiert erst die Person über andere Kanäle, und meldet das gefälschte Profil an Facebook.

Und falls ihr selbst Gefaked wurdet, warnt Eure Freunde.

Gruss Raphael

OpenSTP Trainingsplananzeige

OpenSTP_Screen

Ich habe ein bisschen gearbreitet. So oder so ähnlich werden dann die Trainings dargestellt. Natürlich ist das noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber mal ein Anfang. Wenn Euch noch Felder fehlen, die für eine erste allgemeine Version wichtig wären, könnt ihr das als Kommentar anhängen. Das Ganze ist bis jetzt nur ein HTML5/CSS Dokument, hat also noch keinerlei Funktionen eingebaut.

Als nächstes stehen nun zwei Dinge an, erstens das Dateiformat, in dem die Übungen gespeichert werden, und zweitens auch etwas Marketing sowie das Aufsetzen des Crowdfunding.

Weshalb nehme ich die Wahl des Dateiformats zu erst? Das Dateiformat ist sehr zentral, da es überall gebraucht wird. Momentan habe ich zwei Lösungsansätze. 1. eine XML Datei, und 2. eine komprimierte Datei mit den Inhalten drin. XML wird nicht ganz einfach, da nicht nur Text Daten sondern auch Bilder/Videos (sprich Binäre Daten) gespeichert werden müssen. Die müssten dann von einem JavaScript Tool konvertiert werden, wo ich nicht weiss ob das so einfach machbar ist.

Die Zweite Lösung ist wohl weniger elegant, aber wohl einfacher. Mal sehen für was ich mich entscheide. Nun wünsche ich Euch allen einen schönen Abend.

Gruss Raphael

Die verkannte Nebenwirkung

Erst mal möchte ich allen danken, die mein letztes „Wort zum Donnerstag“ gelesen haben. Es hat mich dazu motiviert, eine zweite Auflage zu machen. Eigentlich wollte ich heute über das Thema „Fehler machen“ schreiben, doch das muss leider warten. Bei mir ist erst kürzlich ein Thema aufgetaucht, dass ich eigentlich schon lange gerne abgeschlossen hätte – Krebs.

Nein, keine Angst, er ist nicht zurück. Diesen Frühling ist es 10 Jahre her, als ich den Krebs endgültig besiegte. Damals sagte mir jemand: „Den Krebs hast du vielleicht besiegt, aber er wird dich für immer begleiten.“

Ich hatte das Glück, mich schon vor dem Krebs mit der Endlichkeit unseres irdischen Daseins befasst zu haben. Wahrscheinlich eines der grössten Tabuthemen unserer Gesellschaft. Der Tod hat schlicht keinen Platz und so leben wir auch – als würde es nie enden. Wir verschieben gerne alles auf Übermorgen, vor allem wenn es darum geht, mal über den eigenen Schatten zu springen. Ist unsere Angst vor dem Tod vielleicht die Angst, sich irgendwann eingestehen zu müssen, sein Leben nicht gelebt zu haben?

Jemand sagte mal, „wir bereuen nicht das was wir gemacht haben, sondern das was wir nicht gemacht haben.“ Ein erfülltes Leben zu leben ist keine einfache Sache, da es keine Rezepte dafür gibt. Aber ich bin der Meinung, dass es der Wert ist, es zu versuchen!

Eine „Lebensaufgabe“ hatte ich schon vor dem Krebs. Das ist die, dass ich irgendwann normal gehen will. Fragt mich nicht wieso gerade das, ich will es einfach. Den Krebs hat diesen Willen noch mal gestärkt. Ich weiss sehr wohl, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist, aber für Unmöglichkeiten habe ich mich noch nie erwärmen können.

Durch den Krebs habe ich plötzlich gemerkt, dass ich nicht alleine bin, der das Unmögliche versucht. Ich lernte Leute kennen, die seit 20 Jahren unter dem Boden sein sollten! Und wir motivieren uns gegenseitig. Solange ich auf diesem Planeten irgendjemanden finde, der das Unmögliche versucht, werde auch ich weiter kämpfen. Ich habe aufgegeben aufzugeben.

Und wer es bis hier her geschafft hat, darf natürlich auch wieder liken, sharen, weitergeben, was auch immer – Danke!

Erste Zeilen Code für OpenSTP geschrieben

OpenSTP_codeZur Zeit stehen die ersten Zeilen Code des neuen Projekt OpenSTP. STP ist die Abkürzung für Sport Trainings Planer. Das Projekt hat zum Ziel, Trainings Vorbereitung zu vereinfachen. Aktuell schraube ich noch am Layout des Trainingsplans. Technisch gesehen wird es eine WebApp die das Framework Apache Cordava benutzt, und so auf diversesten Plattformen laufen wird. Die Software selbst steht unter der Apache Lizenz 2.0, einer liberalen Open Source Lizenz die es auch ermöglicht, proprietäre Devirate zu entwickeln. Da Trainer oft die selben Übungen mit leichten Anpassungen verwenden, basiert das System auf einer Übungssammlung. Man kann aber auch direkt im Trainingsplan eine Übung beschreiben. Die Übungssammlungen können Online oder Offline auf dem Gerät verfügbar sein. Man kann natürlich auch eigene Übungssammlungen erstellen. So kann man bei der Trainingsvorbereitung die Übungen zusammenziehen die man braucht, wenn nötig anpassen oder noch eine Bemerkung dazu packen und fertig. Am Anfang soll der Austausch der Trainings mittels e-Mail möglich sein. Später dann vielleicht auch via einen Cloud. Die Daten werden voraussichtlich in einem XML basierten Format gespeichert.

Die Entwicklung soll über ein Crowdfunding finanziert werden, das noch nicht gestartet ist. Wer sich weiter für die Software interessiert, bleibe bei dem Blog hier dran. Auch liken und sharen ist nicht verboten 😉

Als wir noch auf Disketten speicherten

Ich weiss noch gut, als wir unseren ersten Familien Computer bekamen. Es war 1992, ich kam gerade von einer Fahrradtour mit meiner Gotte zurück und da stand er – Ein top moderner Tandon 486er DX 32 mit Windows 3.1. Wir hatten noch einen HP DeskJet 550 C Drucker, ein Farb Tintenstrahl Drucker. Ich war bald 12 Jahre alt, und die Begeisterung war gross. Jeder von uns bekam eine Diskette auf der er seine Daten abspeichern konnte. Der Speicherplatz betrug 1,44 Megabyte. Damals genug um einige duzend Word Dokumente abzuspeichern. Ein Photo würde heute die Diskette bereits überfüllen. Heute ist Speicherplatz nicht mehr wirklich ein Problem, Kauft man sich halt schnell eine externe Harddisk wenn der Speicherplatz auf dem Laptop nicht ausreicht.

Die Programmstabilität war ein tolles Thema. Ja, es hätte bereits damals stabile Betriebssysteme gegeben, aber diese waren nicht bezahlbar und liefen auf einem normalen Rechner oft gar nicht. Also blieb nur das MS-DOS 5.x mit einem wackeligen und ungeschützten Windows 3.1. Wackelig hiess, dass man jeder Zeit mit einem der berüchtigten BlueScreens rechnen musste. Manchmal konnte man mit etwas Glück den Computer zurückholen um noch abzuspeichern. Ansonsten war die Arbeit weg. Heute haben derartige Meldungen Seltenheitswert. Auch bei den Dateinamen gab es auf Windows 3.x eine Besonderheit, die man sich heute nur noch schwer vorstellen kann. Man durfte nur acht Buchstaben verwenden. Da brauchte man ganz schön Phantasie um die Dateien später wieder zu finden.

Die Bildschirme waren damals auch so toll. Wenn man nicht gerade ein mehrere tausend Franken teuren Eizo Bildschirm hatte, durfte man sich mit einer Flimmerkiste abfinden bei der die Augen nach drei Stunden Amok liefen. Heute sieht man die Röhrenmonitore kaum noch.

Heute sitze ich vor meinem Lenovo ThinkPad X240. Das etwa 2kg leichte Ultrabook hat mit 4 Prozessorkerne mehr als genug Power. Die HightSpeed SSD leistet guten Dienst, das Display ist Hell und selbst bei Tageslicht noch gut zu lesen. Für dunkle Räume gibt es eine Tastaturbeleuchtung und die Akku Laufzeit ist mit sieben Stunden durchaus gut. Ein drahtloses Modem würde die direkte Verbindung mit dem Internet ermöglichen, wenn man sich eine Daten Sim Card zulegt. Ich nutze das nicht, da man auch über das Handy online gehen kann. Im Vergleich zu früher ist das Arbeiten schon einiges angenehmer geworden. Dennoch, der Traum dass der Computer irgendwann auch keine Tastatur und Maus mehr benötigt ist nicht in Erfüllung gegangen. Spracherkennung gibt es zwar, konnte sich aber nicht durchsetzen. Mein Computer hat zwar auch einen Touch Screen, aber die Maus oder eben das Touche Pad ist immer noch der klare Sieger. Zumindest bei mir.