Archiv für den Monat: November 2015

4. Trainingswoche, weniger hart aber gut

Hallo zusammen

Die Trainingswoche ist zwar noch nicht fertig, noch steht ein nasskaltes Training mit dem Fahrrad bevor. Für eine kurze Bilanz sollte es trotzdem reichen.

Diese Woche war eigentlich eine easy Woche. Ich habe ja zurückgeschraubt, nach dem sich vorige Woche die einige Muskeln von mir verabschiedeten. Wichtig war mir einfach, dass ich gewisse spastische Muskeln am ende spüre. So weiss ich, dass sie was getan haben 😉

Am Mittwoch war es nicht ganz einfach die Muskeln aus den Reserven zu locken. Doch am Ende gelang es mir dann doch noch. Eine alte bekannte Beschwerde am rechten Fuss tauchte wieder mal auf aber sonst war alles im grünen Bereich.

Wie bereits geschrieben, der harte Teil steht erst noch bevor. Morgen bei bestimmt nicht allzu schönem Wetter.

Ich möchte hier noch all den Menschen danken, die sich ideell in dem Projekt einbrachten, es freut mich, dass das Projekt in der Sportwelt auf Interesse stösst. Um evtl. Fortschritte festzustellen ist es natürlich noch zu früh

Werbeanzeigen

Mit Leicht geändertem Trainingspan zurück im Training

Die Erfahrung letzte Woche hat mich dazu veranlasst, meinen Trainingsplan leicht anzupassen. Eine Gleichgewichtsübung wurde ersetzt und eine Kraftübung wurde stark reduziert. Damit hoffe ich nun besser zu fahren.

Gestern machte ich auf dem Laufband noch eine spezielle Entdeckung. Mein Gleichgewichtssinn in den Ohren funktioniert ja eigentlich nicht. Das halten Des Gleichgewichtes geht bei mir nur über die Augen. Das führt auf dem Laufband zu einem speziellen Effekt. Da ich beim Laufband an Ort und Stelle bleibe, jedoch aber vorwärts gehe, gerät mein Gleichgewicht durcheinander. Ich kann nur auf dem Laufband laufen, wenn ich mich an den Griffen halte. Diese Entdeckung machte ich schon vor einigen Jahren.

Um den Gleichgewichtssinn der Ohren zu trainieren, hab ich in den letzten Trainings immer wieder versucht, auf dem Laufband zu laufen, ohne mich zu halten. Neben dem hab ich noch eine Übung bei der ich einfach so mit geschlossenen Augen laufe. Bei beiden Übungen merke ich regelrecht, mein Hirn zu arbeiten beginnt. Dann machte ich den Versuch auf dem Laufband zu halten, und die Augen zu schliessen. Obschon ich die Sicherheit durch das Halten habe, begann mein Hirn zu arbeiten. Der grosse Unterschied ist, dass ich die Übung wesentlich länger machen kann, da ich nicht umfalle.

Im gestrigen Training machte ich folgendes:

  • Stabilisierung
  • Gleichgewicht
  • Sprungkraft (sehr vorsichtig)
  • 5 x 50 Meter locker aber zügig gelaufen
  • Quadroceps Training (reduziert)

Gleichgewicht wurde nicht weniger, jedoch andere Übungen. Stabilisierung  blieb gleich. Sprungkraft habe ich reduziert, da ich vergangene Woche Probleme mit den Waden bekam. Das Quadroceps Training habe ich nun nach den Läufen platziert, und stark reduziert. Bei den Läufen fehlte einer, eigentlich sind es 2 x 3 x 50 m. Bei den Läufen war einer ok, die anderen waren eher schlecht.

Alles in allem werde ich nun versuchen, das Training so vier Wochen durchzuziehen. So lange braucht es mindestens bis man einen Effekt sehen kann. Ob der Ansatz, die Spastischen Muskeln direkt zu trainieren, der richtige ist, werde ich nach diesen vier Wochen entscheiden.

Muskeln im Generalstreik

Hallo zusammen

Motiviert habe ich gestartet, und um ehrlich zu sein, ich habe nichts ausgelassen. Meine Strategie war, die spastischen Muskeln aus den Reserven zu locken. Dazu verwendete ich die Direkt Training Methode. Diese kann sicher nicht von allen Spastikern angewendet werden, denn es braucht ein hohes Mass an Körpergefühl. Die Methode ist aber eigentlich ganz einfach. Ich versuche die spastischen Muskeln selbst zu trainieren. Das Problem ist nur, dass spastische Muskeln generell die Arbeit erst mal verweigern. Erst mal versuchen sie jegliche Arbeit auf Nachbarmuskeln abzuschieben. Wenn das nicht funktioniert, ignorieren sie erst mal alle Befehle vom Hirn. Mit etwas Glück und viel Geduld kann das Hirn dann aber nach versenden mehrerer Extraeinladungen dann doch einen Erfolg landen, und die Muskeln spannen an.

Bis zu 10 mal schwächer als die übrige Muskulatur.

Spastisch sind meist nicht ganze Muskeln, sondern nur Muskelfasern. Das einzige was diese Fasern zu bieten haben, sind einen hohen Muskeltonus (Grundspannung) Kraft haben diese Muskeln meist nicht. Messungen an Kraftgeräten bei mir brachten einen schockierenden Wert zu tage. Einige Muskelgruppen liegen zehn mal unter der Soll-Leistung. Das ist natürlich ein Inakzeptables Defizit. Bei mir betroffen sind vor allem Die Quadroceps und die Wadenmuskulatur. Wobei die beiden Muskeln unterschiedlich mit der Spastik umgehen. Die Wadenmuskulatur erhöht beim Rennen einfach den Tonus so massiv, dass sich die Füsse in einer Position halten. Ein Wegdrücken kennen meine Waden nicht. Die Quadroceps hingegen gehen in eine passive Rolle. Wenn ich Laufe dann arbeite ich fast nur mit den vorderen Oberschenkel. In einen Ziehenden Laufschritt komme ich nicht. Das Linke Bein wäre zwar in der Lage zu ziehen, aber auch erst seit etwa 12 Jahren. Ich arbeitete mit Sprungtraining und Viberationsplatte an der Wadenmuskulatur, für den Quadroceps verwendete ich Kraftgeräte.

Muskeln in Generalstreik

Die Übungen sind zugegebenermassen der absolute Horror. Aber dass die Muskeln angesprochen wurden, merkte ich heute, als die Muskeln mit einer fast Verhärtung in den Generalstreik gingen. Alles was die Muskeln dabei aushandeln konnten war eine Pause. Die Übungen werden wieder gemacht, ob ihnen das passt oder nicht. Ob sich durch das Training die Spastischen Muskeln tatsächlich aufbauen lassen und was das für einen Einfluss auf die Spastik hat bleibt offen. Aussagekräftige Ergebnisse erwarte ich frühestens in drei Monate.

Erste Bilanz nach einer Woche Spezialtraining

Hallo zusammen

4 Spezial Trainings a 2h, 120km mit dem Fahrrad und einen Muskelkater am Hintern, so sieht die Bilanz der ersten Woche aus. Der Muskelkater zeigt, dass ich doch nicht überall so fit bin, wie ich es sein sollte, aber das kriegen wir bestimmt noch hin.

Die Trainings haben vorwiegend zwei Schwerpunkte, Gleichgewicht und Direkttraining der spastischen Muskulatur. Während ich am Montag erst mal vor allem rum probierte, und neue Übungen austestete ging es am Mittwoch richtig los. Ich machte viele Sprünge. Etwas was ich hasse. Denn erstens sind meine Waden ziemlich Arbeitsfaul und zweitens fällt mir das anziehen der Beine sehr schwer. Ich machte erst Sprünge mit beiden Beinen über eine Linie mit dem Versuch, die Beine so weit wie möglich nach oben zu ziehen. Ein paar gute Sprünge schaffte ich tatsächlich. Nach dem Mittwoch Training spürte ich meine Waden.

Am Freitag und am Montag stand dann vorwiegend Gleichgewicht auf dem Programm. Ob das Gleichgewichtstraining auch tatsächlich wirkt, kann ich noch nicht sagen. Aber das habe ich auch nicht erwartet, das braucht schon ein paar Trainings mehr. Am Montag machte ich noch Stabilisierung… puh, die hab ich bitter nötig. Ich weiss nicht, ob der Muskelkater von den Stabiübungen kommt, oder doch vom Training des Quadroceps (meinem spastischsten Muskel) Jedenfalls hätte ich die Quadroceps Übung besser auf den Schluss des Training gespart. Anschliessend machte nämlich mein rechter Oberschenkel zu. Die geplanten 2 x 3 x 50m konnte ich so vergessen. Immerhin scheint die Message beim Herrn ober Spastik Muskel angekommen zu sein. Fertig Ruhepause jetzt wird gearbeitet!

Etwas schwieriger verhält es sich mit dem Konditionstraining. Auf der Tour hab ich bemerkt, dass zu lange Touren die Spastik ansteigen lassen. Das Problem, um die Kondition zu trainieren, muss ich längere Distanzen am Stück fahren. Es ist aber auch wichtig, die Spastik auf einem tiefen Level zu halten. sonst bringt das ganze Training wenig. Momentan mach ich das so, dass ich die Konditions Einheiten so kurz wie möglich und so lang wie nötig halte. also etwas über 40 min. zwischen den Einheiten mache ich dann eine Pause. Eigentlich wollte ich zwei mal die Woche 50 km fahren. Ich dachte, das wäre nach der Tour kein Problem. Doch die neuen Pneu (Spikes) bremsen recht massiv, und ich fahre wieder auf der Dorf route. Will heissen Dorf auf und Dorf ab. Was viele Höhenmeter gibt. So muss ich mich aktuell mit 30 km zu frieden geben. Mein Ziel bleibt aber die 50er Marke. Es ist mir aber aktuell wichtiger, die Spastik tief zu halten, als Kilometer zu jagen.

Für den Anfang war die Woche bestimmt nicht schlecht, aber auch nicht das gelbe vom Ei. Es wird wohl noch einige Anpassungen am Trainingsplan geben, bis alles passt. Ich bin ja auch erst am Anfang des Projektes.