Archiv für den Monat: Mai 2015

Bringt die Tour Fortschritte mit sich?!?!

Am Freitag vor zwei Wochen passierte es. Auf dem Laufband merke ich normalerweise die Ungleichheit meiner Laufbewegungen sehr genau. Da das Laufband auf 0,1 km/h genau läuft merkt man ein Hinken sofort. Normalerweise Bremse ich mit dem Rechten schleteren Bein immer etwas ab, während ich mit dem Linken Bein beschleunige. Das liegt auch daran, dass ich das rechte Bein weniger weit vorne aufsetze.

Am vorletzten Freitag war alles anders. Bei zwei Stundenkilometer spührte ich kein hinken. Das gab es noch nie!!! Schon auf der Tour ist mir aufgefallen, dass die Spastik extrem tief ist. Wird die Tour auch zur Hoffnungstour für mich selbst? Und bei mir ist wieder die Saison 05/06 present. Die Saison über die ich eigentlich ab und zu schreiben wollte. Doch was interessiert uns eine Saison in der ich in einem Sommer 3000 km mit dem Fahrrad neben einer Chemotherapie gemacht habe, wenn ich aktuell Fortschritte bei der Behinderung mache. Ich sagte mal in einem Interview, dass Fortschritte mehr wert als jede Goldmedallie wert sind.

Dem entsprechend fühle ich mich, den Freudentränen nah und motiviert für weitere Fortschritte zu kämpfen. Danke für eure Unterstützung!

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Basel – Delémont

Nicht eine riesige Menge Kilometer prägten diese Route. Es waren nur gerade 52 km. Diesmal machten es die Höhenmeter aus. 410 Höhenmeter waren es mindestens. Da ich mein Fahrrad in Basel stationiert hatte, ging es erst mal mit dem Zug von Malans nach Basel. Dort musste ich dann feststellen, dass ich mein Adapterkabel für mein IPhone tatsächlich verloren hatte. Wo ich so eines noch her bekomme, muss ich nun schauen. Von der Velostation in Basel ging es dann erst mal Stadt auswärts. Bald fand ich die Nationale Veloroute sieben, da wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Nach 23 km machte ich in einer netten kleinen Spunte halt. Dann kam der grosse Kraftackt des Tages. 410 Höhenmeter auf 7,5 km wobei man die hauptsteigung wohl auf einer 3,5 km strecke zurücklegt. Ausser Rennrad Fahrer und ein paar E-Bikes schin sich dort niemand zu verirren, oder sie waren langsamer als ich. Jedenfalls waren es die einzigen die mich überholten.
Nach etwas mehr als einer Stunde war auch ich schliesslich oben, und konnte die Abfahrt geniessen. Wobei man mit dem Anhänger immer voll bei der Sache sein muss. Auch kann man nicht volles Tempo fahren. Ab 50 km/h wird er irgendwie unruhig. Da die Abfahrt relativ steil war, musste ich des öfteren anbremsen. Danach ging es mehr oder weniger gerade aus. Nach 43 km dann der zweite stop in einer netten Beiz mit (wie meist) netten Leuten. Natürlich wollen immer alle wissen, was ich mache, wo her ich komme usw. Man sieht ja nicht täglich so ein komisch laufender Typ der auf einem Fahrrad mit Anhänger entgegen kommt. 😉
Die Gäste dort konnten mir dann auch schon sagen, dass es in DeLémont eine Jugendherberge gibt. Zu finden soll sie auch einfach sein, da gleich bei der Dorfeinfahrt. Ich fuhr also zu, und da war auch schon eine Tafel. Basel Landschaft, auf wiedersehen. Das hätte man eigentlich nicht anschreiben müssen, denn die Kantonsgrenze Basel/Jura erkennt man auch gut am Zustand der Strasse. Aber trotz schlechteren Strassen kam ich in DeLémont an, und fand die Jugendherberge auf anhieb. Ein Zimmer hatte es auch, also war ich glücklich.