Das (fast) alles entscheidende Heimspiel

Bevor ich diesen Blog starte, möchte ich erst mal Danke sagen. 250 Besucher in den letzten vier Tagen… wirklich gut. Erstaunlich ist, die Besucher kommen aus der ganzen Welt. Sogar Kanadier sind dabei… dabei schreibe ich hier doch Deutsch.

Heute morgen war es zum ersten mal richtig frisch. In der Nacht hat es geregnet und die Temperaturen sind wohl unter 10°C gefallen. Der Sommer ist vorbei, und der Herbst hat sein Fuss bereits in der Tür. Mit dem Sommer endet auch so manches, zum Beispiel die Leichtathletik Saison. Das stimmt für fast alle, ausser für mich. Denn am 30. September 2018 stehe ich noch mal am Start.

Ich habe mein Saisonziel, unter 30 Sec zu laufen, noch nicht erreicht. Vielleicht hat es einen Grund, weshalb ich dafür ausgerechnet in Chur noch mal an den Start muss. Denn Chur ist für mich ein Heimspiel. Noch kann ich mich nur bedingt dafür erwärmen. Zumal am Tag davor bin ich noch an einer Konferenz, wo man vermutlich wieder viel rumsteht. Das ist keine optimale Vorbereitung für mich. Ob das Wetter mitspielt wissen wir auch nicht. Immerhin, neue Schuhe habe ich.

Aber es geht auch gar nicht um Bedingungen und blabla. Es geht nur darum am letzten Sprint der Saison nochmal zuzuschlagen. Ich war in der Sportwelt immer dafür berüchtigt, die Nerven bis zum Schluss zu behalten. Im entscheidenden Moment zuzuschlagen ist meine Stärke, und die darf ich auch dieses Wochenende wieder unter Beweis stellen.

Diese Woche geht es noch mal darum, die Muskeln locker und Einsatzfähig zu kriegen, und dann bin ich bereit für Chur. Die genaue Zeit gebe ich noch durch, falls ihr mich unterstützen wollt. Let’s go auf den letzten Wettkampf dieser Saison!

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Das ist für mich Lifestyle

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In der Regel arbeiten wir nicht am Wochenende. Das ist auch bei mir so, aber dieses Wochenende ist eine Ausnahme. Wir sind kurz vor dem Beta Release, und so muss auch mal das Wochenende hinhalten. Und da lernte ich mein Home Office wieder mal schätzen. Kein langer Weg ins Büro, man muss nur an den Arbeitsplatz zu Hause und es kann los gehen.

Gestern war ein wunderschöner Herbsttag. Nachdem ich am Morgen für die Vefko gearbeitet habe, ging ich über den Mittag etwas Fahrradfahren. Dann ging es wieder an die Arbeit. Das Bild da oben entstand am Samstag Abend kurz nach acht Uhr. Draussen war es schon dunkel und bei mir zu Hause sass ich vor dem Computer und arbeitete. Dabei ein frischer Apfelsaft aus der Region.

Jaja, ich bin ein bisschen Statistik verliebt, und so habe ich vor etwa zwei Monaten einen Key Counter (kein Key Logger) installiert. Ich wollte einfach mal wissen, wie oft ich in die Tasten haue. Gestern war der Tag mit den meisten Tastendrücke, über 15’000. Als Programmierer macht man nicht so viele Tasteneinschläge, man ist ja viel am überlegen. Doch gestern hatte ich mal etwas Schreibarbeit.

Alles in allem haben wir nun schon über 400h für die Vefko gearbeitet. Und wir haben letzte Woche noch Verstärkung im Team erhalten. Mein persönliches Ziel wäre so bis Mittwoch mit der Beta Plattform rauszugehen, mal sehen ob wir das schaffen.

Für mich war das was ich jetzt habe immer ein Traum. In einem schönen Dorf leben, wo ich mich wohlfühle. In einem gemütlichen und charismatischen Altbau hausen und von da aus arbeiten zu können. Und trotzdem so flexibel zu sein, und das Büro einfach mit einem kleinen Notebook in den Rucksack zu packen und von wo aus auch immer zu arbeiten. Dazu den kleinen Luxus des Schweizer Generalabonnoments, mit dem man im gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz freie Fahrt geniesst, das ist für mich Lifestyle.

Ich bin mir schon bewusst, dass ich als Behinderter in einer Komfortsituation bin. Ich habe ein Dorf wo mich alle kennen, meine eigenen vier Wände, niemand der mir dreinredet und viel Anerkennung im Sport. Nur schon von dem träumen viele Behinderte. Dass ich im vergangenen Jahr mit Vefko eine Vision zum Leben erwecken durfte und dabei auch noch Tatkräftig unterstützt wurde, ist das Tüpfchen auf dem I. Dafür bin ich dankbar.

Klar, besser geht immer… Auch ich hätte gerne ein neuer Bürostuhl, vielleicht einen neuen Schreibtisch. ein GA 1. Klasse (Das macht das Arbeiten im Zug wesentlich komfortabler). Aber sein müssen diese Sachen nicht zwingend.

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Frag Raphael 2 – Spielst du noch Unihockey?

Hier werde ich wieder mal eine FAQ machen. Viel Spass beim lesen.

Wird es noch mal eine Fahrradtour geben:
In nächster Zeit bestimmt nicht. Vielleicht gibt es irgendwann wieder was kleineres, aber dann eher gemütlich. Aber bis nächsten Frühling liegt das eigentlich gar nicht drin. Zu viel zu tun.

Wirst du nächste Saison wieder Hallenwettkämpfe machen?
Das ist geplant ja, Zumindest die Hallen SM der Masters will ich laufen. Vorher gibt es vermutlich noch zwei Wettkämpfe. Ich werde allerdings garantiert bis Mitte Januar Wettkampfspause machen. Ich hatte eine lange Saison, und nun ist es wieder mal wichtig, sich voll auf das Training zu konzentrieren.

Warum machst du eigentlich nichts mehr im Behindertensport?
Aus dem Behinderten Spitzensport bin ich mittlerweile raus. Ich hätte zwar immer noch die Möglichkeit an den Kaderzusammenzüge der Schweiz teilzunehmen, sehe aber nicht ein, weshalb ich dies tun sollte. Da muss frisches Blut hin! Und als Trainer oder Betreuer fehlt mir einfach schlicht die Zeit.

Wieviel Trainierst du eigentlich die Woche, wo und wie sehen die Trainings aus?
Aktuell trainiere ich ungefähr sechs mal die Woche, allerdings relativ kurze Einheiten (etwas über eine Stunde). So komme ich auf maximal 10h Sport die Woche. Zum Vergleich, früher waren es bis zu 25h die Woche. Die Fahrradtrainings mache ich in der Regel hier in Malans. Die anderen Trainings finden in der Sportanlage Shilhölzli sowie im Stadion Letzigrund in Zürich statt. Natürlich sind meine Trainings nicht einfach nach dem Lust und Laune Prinzip aufgebaut. Die dahinterliegenden Strategien sind jedoch zu kompliziert um sie in einer FAQ zu beantworten.

Bist du eigentlich bei deinen Trainings Betreut?
Nur teilweise. Ein grosser Teil der Trainings stelle ich mir auch selbst zusammen. Ich bin aber in der glücklichen Lage, sehr kompetente Leute in meinem Umfeld zu haben, die ich jeder Zeit um Rat bitten kann.

Stört es dich eigentlich, wenn dich Leute aufgrund deiner Behinderung anstarren?
Ich selbst bemerke das überhaupt nicht mehr. Die Leute starren auch nur, solange sie mich nicht kennen. Gerade bei Kindern ist das ja meist auch nicht böse gemeint. Jemand der so läuft ist halt was anderes, und das will erst mal verarbeitet werden. Wie gesagt, ich nehme es gar nicht mehr wahr, Meistens stört es die Leute, mit denen ich gemeinsam unterwegs bin, wesentlich mehr 😉

Wann geht es mit dem „Stützradkrimi“ weiter
Oh Leute, ihr habt mich erwischt. Da sollte es endlich mal eine neue Folge geben, ich weiss.

Spielst du noch Unihockey
Aktuell nicht… aber die Stöcke sind noch nicht an den Nagel gehängt. Dies will ich zu meinem definitiven Karierenende unbedingt tun. Ein Ehrenplatz für die langen Wegbegleiter hätte ich auch schon. Doch ich krieg das noch nicht übers Herz. Irgendwas stäubt sich in mir. Das wird schon seinen Grund haben.

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Hochmut kommt vor dem Fall, oder der technische Abstieg von Apple

Vor 19 Jahren überlegte ich mir, einen eigenen Computer anzuschaffen. Die Wahl war damals nicht einfach. Linux war damals auf Desktop noch im experimentellen Stadium. Microsoft toppte sich selbst mit jedem neuen Betriebssystem in der Unreifheit. Und Apple war schon so gut wie Konkurs. Trotz ihrer damals finanziell schlechten Lage, brachte Apple wieder mal neue Produkte auf den Markt. Halt! die Produkte waren keineswegs neu, nur neu verpackt, in buntem halbtransparentem Plastik. Apple stiess damit eine Revolution an, und bewies, dass man Computer nicht nur in hellbeigen Gehäusen verkaufen kann. Bald gab es alles in farbigem Halbtransparenten Plastik, Haushaltsgeräte, Radio, Klobürsten… einfach alles.

Doch das revolutionäre Design war für mich nicht der Grund, auf Apple umzusteigen. Ich wusste damals, dass man mit Windows Millennium nur Probleme haben wird. Microsoft war damals komplett ohne Konkurrenz und nutzte ihr Monopol schamlos aus. Extrem teure Preise, und schlechte Produkte. Ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren und Apple mal eine Chance geben.

Der Entscheid hat sich gelohnt. Über die vielen Bluescreens von Kollegen konnte ich nur noch lachen. Mein kleines Blueberry iBook lief wie geschmiert. Ja, die Leute lachten über mein Blueberry, und keiner wollte so richtig glauben, dass das wirklich was taugt. Zwei Jahre später legte Apple nach. Ein neues Notebook für damals 1400 Franken mit dem neuen Mac OS X drauf. Das auf FreeBSD basierende Betriebssystem räumte endlich die Kompatibilitätsschwierigkeiten mit anderen Betriebssystemen aus. Günstige Geräte von Apple, das war was neues. 1400 war damals wirklich ein fairer Preis.

Der Abschied von der Insellösung so wie die hohe Stabilität des Systems brachte Apple viele neue Kunden die von Microsoft einfach die Schnauze voll hatten. Die fairen Preise der Billiglinie (deren Qualität übrigens ganz ok war) zogen nun auch Mainstreamkunden an. Leute die gar nicht viel mit ihrem Computer machten. E-Mail Lesen und Schreiben, im Web surfen, und Fotos sortieren. Eine Weile konnte Apple auch jede Menge Web Entwickler und Server Administratoren für sich als Kunden gewinnen. Tools wie die Kommandozeile sind auf dem Mac bereits installiert.

Doch die Qualität von Apple änderte sich, als Apple sich entschied den Bereich des Computerherstellers zu verlassen, und stattdessen sich auf Modeaccessoires zu konzentrieren. Ok, das ist vielleicht etwas überspitz, aber mir fiel nichts besseres ein den Prozess zu beschreiben 😉 Das habe ich spätestens wahrgenommen, als ich mein Macbook Air hatte. Buah, du hast Apple, wie geil ist das denn. Das ist überhaupt nicht geil, das Macbook Air war die grösste Enttäuschung die ich hatte.

Eine weitere Enttäuschung war mein IMac 2011er model. Ich wollte da ein Systemupgrade machen, und von der langsamen Festplatte auf eine schnelle SSD wechseln. Erste Enttäuschung, was bei einem normalen Computer so 10 Minuten brauchte, war beim IMac mit 60min Arbeit verbunden. Als SSD wählte ich glaub ich eine Toshiba. Der Service Techniker meinte, die Original von Apple sei auch eine Toshiba einfach doppelt so teuer. Als ich dann den Computer zum ersten mal startete, dachte ich einen Staubsauger zu haben. Die Lüfter drehten auf voll touren. Ich fand heraus, dass Apple an der Harddisk (oder der SSD) einen eigenen Temperatursensor eingebaut hat. Es gibt absolut keinen Grund, so einen einzubauen, denn die Harddisk hat schon standardmässig einen Temperatursensor. Ich fand dann auch eine App, die den Mac davon überzeugt, der Standardsensor zu nutzen. Die funktionierte auch tadellos. Der einzige ersichtliche Grund war, dass Apple die Kunden zwingen wollte, ihre überteuerten Ersatzteile zu kaufen. Sowas nenne ich Kunden verarsche.

Vor drei Jahren bin ich daher auf Lenovo ThinkPad umgestiegen. Diesen Frühling hatte ich mir für CHF 1800 ein neues Gerät angeschafft. Dazu habe ich mir vor kurzem noch eine Docking Station Maus und Tastatur für CHF 300.– geholt. Mein ganzes Setup kostet aktuell 2200 Schweizer Franken, viel Geld würde man sagen. Doch im Preis inbegriffen ist eine 3 jährige onside Garantie. Das heisst, bei einem Garantiefall wird erst über die Hotline geschaut, was kaputt sein könnte, dann die Teile bestellt, und dann kommt ein Service Techniker zu mir nach Hause, und repariert das. Und nach drei Jahren gibt’s wahrscheinlich eh wieder ein neues Notebook. Beim Lenovo ist so gut wie alles austauschbar. Es verfügt über 1 Netzwerkanschluss. 2 USB 3.0, 1 USB-C, 1 Kartenleser, 1 HDMI. Kopfhörer Anschluss und ein Mobile Netzwerk ist auch dabei (Mit einer SIM Card kann ich über’s Handy Netz direkt vom Computer ins Internet)

Bei Apple muss man sich im vergleichbaren Preissegment mit ein paar USB-C Steckern zufrieden geben. Wofür man dann ne menge teurer Adapter kaufen kann. Will man den Akku wechseln, muss man einen komplizierteren Chirurgischen Eingriff ins Computer innere machen. und statt Onside Garantie gibt es nur eine BringIn die oft auch mit Wartezeiten verbunden sind. Natürlich, Apple computer sehen schon schick aus. Aber ich denke, es gibt wesentlich günstigeren Tischschmuck auf dieser Welt.

Ich war mal selbst ein begeisterter Apple Anwender und bin nur zähneknirschend auf Windows zurückgekehrt (obschon das gar nicht so schlimm war). Ich bin bei weitem nicht der einzige Poweruser der von Apple weg ist. Apple scheint das egal zu sein. Sie verAppeln lieber Marken- und Designfanatiker mit Fantastischem Design und noch höheren Preisen.

Ist eigentlich schon tragisch, damals wo Apple kurz vor dem Bankrott war, lieferten sie die wesentlich besseren Produkte, als heute wo sie mehr als genug Geld hätten. Hochmut kommt vor dem Fall. Also Apple Aktien würde ich momentan nicht zeichnen.

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Ohne Erfolg – Selber schuld!

Swiss Sport

Zum ersten mal in einer Live Übertragung eines Sport Senders 😉

Eigentlich wollte ich diese Woche mein Saisonziel erreichen. Den 100m unter 30s. Doch die tiefste Zeit lag bei 33 Sekunden. Was ist da falsch gelaufen?

Am Dienstag war ich in Riehen (BL). Der Wettkampf stand schon von Beginn an nicht unter einem guten Stern. In der Nacht vom Montag auf Dienstag hatte ich mit Magen Darm Problemen zu kämpfen, und am Dienstag Abend war ich noch nicht wieder voll auf dem Damm. Es war 35°C und ich musste aufpassen, nicht zu dehydrieren (Was auch mit den Magen Darm Problemen zusammen hing) Die 33 Sekunden die ich an diesem Meeting lief, waren noch entschuldbar.

Am Samstag stand dann Rapperswil-Jona auf dem Programm. Es war das erste Schlechtwetter Meeting in diesem Jahr. Man ist sich nässe und Kälte gar nicht mehr gewohnt. Irgendwie schaffte ich es da den lauf zu verwechseln, und ich wärmte mich eine Stunde zu früh auf. Beim Zweiten Lauf war ich für meine Verhältnisse auch viel zu früh dran. Normalerweise wärme ich nur etwa so 15 Minuten auf. Es hatte auch im Startbereich nirgends ein Plätzchen, wo man sich mal hinsetzen konnte, und der Boden war nass. Die ständige warmhalterei ist absolut nichts für mich, und so war ich beim Start schon weit über der Höchstform hinaus. Die 34.s waren für die Umstände kein schlechtes Resultat. Allerdings hätte der Lauf besser sein können.

Der Hauptfehler ist allerdings nicht am Wettkampf selbst zu suchen, sondern im Training. Denn die 30 Sekunden hätte ich in Jona vermutlich auch unter besten Bedingungen nicht unterboten. Ich habe ja im Frühling sehr ausgiebig Koordinationstraining gemacht, und konnte in Thun die ersten Früchte davon ernten. Genau dieses Training habe ich in letzter Zeit vernachlässigt, und das funktioniert einfach nicht. Wenn der Körper nicht ständig Koordinationsimpulse bekommt, fällt er in die alten Muster zurück. Ich wollte mir nur eine kleine Pause gönnen, doch das war keine gute Idee. Im Kampf gegen die Behinderung sind Pausen offenbar nicht vorgesehen!

Janu, ich habe gelernt, und werde nun erst mal trainieren. Es wird bestimmt noch mal ein Wettkampf geben, denn das Saisonziel ist noch nicht erfüllt. Zur Diskussion steht das Bettagsmeeting in Zug und natürlich das „Heimspiel“ in Chur am 30. September. Also Leute nicht vergessen, die Arbeit eines Sportlers ist nicht am Wettkampf, sondern in den Trainings. Die Trainings entscheiden zu einem grossen Teil über Erfolg oder Misserfolg.

Selber schuld! hätte ich gut trainiert, wäre die 30 letzte Woche gefallen, so darf ich nun in die Verlängerung.

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Wie man das eigene Training über längere Zeit durchzieht

Es gibt viele Menschen die sich den Vorsatz nehmen, endlich mit Sport anzufangen. Die meisten merken auch, dass es ihnen eigentlich gut täte. Aber meistens dauert es nicht lange, bis die guten Vorsätze vorüber sind. Deswegen werde ich auch oft für Tips in dem Bereich gefragt. Jemand der so intensiv trainiert, muss doch wissen wie es geht!

Erst mal möchte ich klar stellen, dass sechs mal die Woche trainieren einfacher ist, als zwei mal. Im Leistungssport ist das Training einen fester Bestandteil des Lebens. Sport hat einen viel höheren Stellenwert bei mir und so stellt sich die Diskussion für mich gar nicht, ob ich trainieren gehe. Für mich ist Sport wie Arbeit, ich diskutiere nicht darüber, ich tue es einfach! All die Ausreden, die für normale Hobbysportler zählen, (schlechtes Wetter, hab schon einen Termin, keine Lust, usw.) kann ich nicht bringen. Denn Sport ist bei mir einfach zu hoch in der Prioritätenliste. Hier aber meine Tips an Freizeitsportler.

  1. Schaue, dass du feste Trainingstermine hast. Oder reserviere mindestens einen Termin fix. Nimm diesen Termin dann auch wahr, egal was für Wetter ist, oder ob du gerade Lust hast oder nicht. Wenn man das nicht macht, startet man euphorisch, nach drei Wochen lässt man das erste Training fallen, und das nimmt dann seinen Lauf. Schlussendlich „vergisst“ man den Sport und alles Training war für nichts.
  2. Trainiere in Gruppen. Alleine trainieren ist hart! Besonders bei schlechtem Wetter. Eine Gruppe macht das wesentlich einfacher. Denn man leidet gemeinsam. Zudem fällt der Gruppe auch auf, wenn du mal nicht ins Training kommst. Wenn du alleine Trainierst, stört das niemand.
  3. Setze dir Ziele, und sag sie anderen, besonders deinen Trainingskollegen. Das muss nicht der Halbmarathon sein, aber halt ein Ziel dass du erreichen willst.
  4. Starte nicht zu steil rein und mache nicht zu lange Etappen auf einmal. Vor allem bei Menschen mittleren Alters erlebe ich immer wieder, dass sie viel zu heftig einsteigen. Die Muskeln sind in der Lage relativ schnell aufzubauen. Knochen und Sehnen müssen sich aber auch den Belastungen anpassen, und brauchen dafür wesentlich länger. Wenn man zu schnell aufbaut, führt das zu einer Diskrepanz zwischen Muskeln und Sehnen/Knochen und das resultiert in schmerzhaften Entzündungen.
  5. Trainiere mindestens zwei Mal die Woche. Einmal Training bringt fast nichts, da die Muskeln in dieser Zeit wieder abbauen was sie aufgebaut haben.
  6. Manchen hilft es, ihre Leistung zu sehen. Da kann eine der zahllosen Lauf Apps oder ein Fahrrad Tachometer hilfreich sein

Ansonsten braucht es natürlich Disziplin, und da kann dir niemand helfen. Die musst Du und ganz allein DU aufbringen. Also los, worauf wartest du noch?!?

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Die Woche beginnt auch bei mir am Montag Morgen

Montag Morgen um 06:30 Uhr. Einige sind unterwegs zur Arbeit. Es ist noch Ferienzeit im Sommer. Ich mache mal die Fenster auf, und ziehe die Bude durch. Zum Glück ist es zumindest am Morgen nicht mehr so warm. Da kann man mal durchlüften, und hat anschliessend halbwegs erträgliche Temperaturen zum arbeiten.

Obschon, Hitzetechnisch habe ich die perfekte Wohnung. Im Untergeschoss, so halb im Keller in einem Altbau mit fast 1 Meter dicken Mauern. Da bleibt es lange Zeit kühl. Aber bei einem Sommer wie dieser werden irgendwann die Mauern auch warm, und dann kriegt man die Wärme eine Weile gar nicht mehr raus. Das schlimmste ist aber glaub überstanden. Es geht doch mit grossen Schritten Richtung Herbst, und das merkt man vor allem an den kälteren Temperaturen in der Nacht.

Aber darum soll es in dem Blog doch gar nicht gehen. Viele glauben nämlich, das Home Office komplett die Tagesstruktur zerstört. Ja, ich gebe ja zu, ich wäre jetzt kein Fan von Montag bis Freitag acht Stunden arbeiten. Viele stellen sich Home Office zu gemütlich vor. So auf dem Sofa sitzen und Fernsehen, und nebenbei etwas arbeiten.

Nein Leute, Home Office ist nicht dazu da, damit man sich den kontrollierenden Blicken anderer Entziehen kann, und sich ein gemütlicher Tag auf kosten des Arbeitgebers nimmt. Das würde relativ schnell auffallen, wenn man zwar Stunden hat, aber die Arbeit nicht erledigt ist. Ich sitze auch meistens in meinem Büro, einfach zu Hause statt in einem Geschäftsgebäude.

Nun ja, ich könnte tatsächlich arbeiten wann ich wollte. In der Theorie funktioniert das sogar, in der Realität ist das etwas anders. Sobald man nicht alleine im Projekt ist, muss man sich oft mit der anderen Seite austauschen. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide zur selben Zeit online sind. Aus diesem Grund einigten wir uns, dass wir vorwiegend unter der Woche arbeiten, und wenn möglich auch während den normalen Büroöffnungszeiten etwas Präsenz zeigen.

Natürlich habe ich mehr Freiheiten. Ich kann schon um 16:00 auf den Zug, um ins Training zu gehen, und dann die Zugfahrt noch für Arbeitszeit nutzen. Oder ich kann auch mal einen Tag an einem Wochenende vorarbeiten, wenn ich unter der Woche ein Tag weg bin. Aber Generell startet auch bei mir die Woche am Montag Morgen und endet am Freitag Abend wie bei allen anderen auch.

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