Wie man das eigene Training über längere Zeit durchzieht

Es gibt viele Menschen die sich den Vorsatz nehmen, endlich mit Sport anzufangen. Die meisten merken auch, dass es ihnen eigentlich gut täte. Aber meistens dauert es nicht lange, bis die guten Vorsätze vorüber sind. Deswegen werde ich auch oft für Tips in dem Bereich gefragt. Jemand der so intensiv trainiert, muss doch wissen wie es geht!

Erst mal möchte ich klar stellen, dass sechs mal die Woche trainieren einfacher ist, als zwei mal. Im Leistungssport ist das Training einen fester Bestandteil des Lebens. Sport hat einen viel höheren Stellenwert bei mir und so stellt sich die Diskussion für mich gar nicht, ob ich trainieren gehe. Für mich ist Sport wie Arbeit, ich diskutiere nicht darüber, ich tue es einfach! All die Ausreden, die für normale Hobbysportler zählen, (schlechtes Wetter, hab schon einen Termin, keine Lust, usw.) kann ich nicht bringen. Denn Sport ist bei mir einfach zu hoch in der Prioritätenliste. Hier aber meine Tips an Freizeitsportler.

  1. Schaue, dass du feste Trainingstermine hast. Oder reserviere mindestens einen Termin fix. Nimm diesen Termin dann auch wahr, egal was für Wetter ist, oder ob du gerade Lust hast oder nicht. Wenn man das nicht macht, startet man euphorisch, nach drei Wochen lässt man das erste Training fallen, und das nimmt dann seinen Lauf. Schlussendlich „vergisst“ man den Sport und alles Training war für nichts.
  2. Trainiere in Gruppen. Alleine trainieren ist hart! Besonders bei schlechtem Wetter. Eine Gruppe macht das wesentlich einfacher. Denn man leidet gemeinsam. Zudem fällt der Gruppe auch auf, wenn du mal nicht ins Training kommst. Wenn du alleine Trainierst, stört das niemand.
  3. Setze dir Ziele, und sag sie anderen, besonders deinen Trainingskollegen. Das muss nicht der Halbmarathon sein, aber halt ein Ziel dass du erreichen willst.
  4. Starte nicht zu steil rein und mache nicht zu lange Etappen auf einmal. Vor allem bei Menschen mittleren Alters erlebe ich immer wieder, dass sie viel zu heftig einsteigen. Die Muskeln sind in der Lage relativ schnell aufzubauen. Knochen und Sehnen müssen sich aber auch den Belastungen anpassen, und brauchen dafür wesentlich länger. Wenn man zu schnell aufbaut, führt das zu einer Diskrepanz zwischen Muskeln und Sehnen/Knochen und das resultiert in schmerzhaften Entzündungen.
  5. Trainiere mindestens zwei Mal die Woche. Einmal Training bringt fast nichts, da die Muskeln in dieser Zeit wieder abbauen was sie aufgebaut haben.
  6. Manchen hilft es, ihre Leistung zu sehen. Da kann eine der zahllosen Lauf Apps oder ein Fahrrad Tachometer hilfreich sein

Ansonsten braucht es natürlich Disziplin, und da kann dir niemand helfen. Die musst Du und ganz allein DU aufbringen. Also los, worauf wartest du noch?!?

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Die Woche beginnt auch bei mir am Montag Morgen

Montag Morgen um 06:30 Uhr. Einige sind unterwegs zur Arbeit. Es ist noch Ferienzeit im Sommer. Ich mache mal die Fenster auf, und ziehe die Bude durch. Zum Glück ist es zumindest am Morgen nicht mehr so warm. Da kann man mal durchlüften, und hat anschliessend halbwegs erträgliche Temperaturen zum arbeiten.

Obschon, Hitzetechnisch habe ich die perfekte Wohnung. Im Untergeschoss, so halb im Keller in einem Altbau mit fast 1 Meter dicken Mauern. Da bleibt es lange Zeit kühl. Aber bei einem Sommer wie dieser werden irgendwann die Mauern auch warm, und dann kriegt man die Wärme eine Weile gar nicht mehr raus. Das schlimmste ist aber glaub überstanden. Es geht doch mit grossen Schritten Richtung Herbst, und das merkt man vor allem an den kälteren Temperaturen in der Nacht.

Aber darum soll es in dem Blog doch gar nicht gehen. Viele glauben nämlich, das Home Office komplett die Tagesstruktur zerstört. Ja, ich gebe ja zu, ich wäre jetzt kein Fan von Montag bis Freitag acht Stunden arbeiten. Viele stellen sich Home Office zu gemütlich vor. So auf dem Sofa sitzen und Fernsehen, und nebenbei etwas arbeiten.

Nein Leute, Home Office ist nicht dazu da, damit man sich den kontrollierenden Blicken anderer Entziehen kann, und sich ein gemütlicher Tag auf kosten des Arbeitgebers nimmt. Das würde relativ schnell auffallen, wenn man zwar Stunden hat, aber die Arbeit nicht erledigt ist. Ich sitze auch meistens in meinem Büro, einfach zu Hause statt in einem Geschäftsgebäude.

Nun ja, ich könnte tatsächlich arbeiten wann ich wollte. In der Theorie funktioniert das sogar, in der Realität ist das etwas anders. Sobald man nicht alleine im Projekt ist, muss man sich oft mit der anderen Seite austauschen. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide zur selben Zeit online sind. Aus diesem Grund einigten wir uns, dass wir vorwiegend unter der Woche arbeiten, und wenn möglich auch während den normalen Büroöffnungszeiten etwas Präsenz zeigen.

Natürlich habe ich mehr Freiheiten. Ich kann schon um 16:00 auf den Zug, um ins Training zu gehen, und dann die Zugfahrt noch für Arbeitszeit nutzen. Oder ich kann auch mal einen Tag an einem Wochenende vorarbeiten, wenn ich unter der Woche ein Tag weg bin. Aber Generell startet auch bei mir die Woche am Montag Morgen und endet am Freitag Abend wie bei allen anderen auch.

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Ich glaube damals wurde der Sportler geboren

Immer wenn ich an Wettkämpfen bin fragen mich die Leute, ob ich denn von meinen Eltern speziell im Sport gefördert wurde. Das ist ja oft der Fall, doch bei mir nicht. Meine Eltern sind die non Sportler schlichthin. Meine drei Geschwister machten als Kinder und Jugendliche kein Sport. Zumindest nicht Wettkampfsmässig. Der Sportteil der Zeitung landete als erstes ins Altpapier und mein Vater witzelte gerne mal Sportler. Alles in allem ein schlechter Nährboden für ein zukünftiger Sportler.

Meine Eltern hatten mich in meinen sportlichen Vorhaben tatsächlich wenig unterstützt. Sie haben nie verstanden, was ich daran so cool finde. Wenn ich es ja noch so als schönes Hobby nebenbei betrieben hätte, aber nein, Sport wahr mehr. Schon mit Zwölf wusste ich, dass ich ganz nach oben möchte. Und ich träumte nicht nur davon, sondern ich tat auch alles, um das auch zu erreichen. Wie konnte es sein, dass ausgerechnet das Körperlich behinderte Kind einer komplett unsportlichen Familie den Weg eines Leistungssportlers einschlägt?

Gesät hatten meine Eltern dies vermutlich Ende 1983 als sie sich für die Intensivtherapie nach Doman entschieden. Die Therapie ist aufgrund ihrer Intensität sehr umstritten. Mit mir (ich war damals 3 Jahre alt) wurde sieben Tage die Woche sieben Stunden am Tag gearbeitet. Doch die Therapie war extrem Fortschrittlich aufgebaut. Man predigte schon Muskelaufbau wo sonst alle noch auf schonen und eingipsten, um Fehlstellungen zu vermeiden, setzen. Die Therapie war ganzheitlich, und so zählte auch Augentraining und Intelligenztraining dazu. Ich konnte zum Beispiel schon vor meiner Einschulung lesen (und schreiben glaub auch). Die Therapie war aber auch ein knallhartes Trainingsprogramm, dass man sehr wohl mit dem Training eines Spitzensportlers vergleichen kann. Allerdings auch spielerisch aufgebaut wo es nur geht.

Ich denke aber es war nicht die Therapie an sich, die mich zum Sport gebracht hat, sondern der Fakt, dass die Therapie super zu mir passte. Ich konnte extreme Erfolge verbuchen. Von dem, der mein Leben veränderte, erzähle ich Euch heute.

Es war genau heute vor 32 Jahren. Wir Kinder planten eine „Zirkusvorstellung“ für den Abend. Das war die Idee meines grossen Bruders Urban. Als Abschlussnummer war was ganz spezielles geplant. Wir konnten es kaum erwarten, unsere Vorstellung zu halten. Nach dem Abendessen Holten wir alle in die Stube. Ich weiss noch, dass meine Eltern gerade nicht so Lust  auf „Zirkus“ hatten, aber wer kann das seinen Kids schon abschlagen 😉 Ab da habe ich Filmriss, vermutlich war das erlebte zu extrem für mich. Langer Rede, kurzer Sinn… Ich machte meine ersten frein Schritte, und das mit knapp sechs Jahren.

Von da an wusste ich wie Erfolg schmeckt und ich wusste auch, dass es sich lohnt zu kämpfen. Den Grundstein für meine sportliche Karriere haben also meine Eltern gelegt, wen auch nicht mit Absicht. Meine Eltern haben in meiner Kindheit extrem viel getan für mich. Ohne sie währe ich heute vermutlich irgendwo in einem Behindertenheim untergebracht, würde nicht sprinten nicht bloggen und wohl auch nicht programmieren. Dafür ein fettes Danke an meine Eltern und auch meine Geschwister die oft zurückstecken mussten.

Dass mich meine Eltern später so wenig im Sport unterstützt haben, kann ich ihnen nicht verübeln. Natürlich hat es mich genervt und in meiner Jugend wünschte ich mir auch manchmal einfach andere, sportbegeisterte Eltern. Aber gerade das zeigt, dass es nicht die Sportbegeisterte Familie braucht um hoch zu kommen. Ich weiss dass meine Eltern stolz auf mich sind, selbst wenn ich ein anderer Weg eingeschlagen habe als sie sich träumten.

Das optimale sportliche Umfeld habe ich mir dann später ausserhalb meiner Familie aufgebaut. Dazu kann ich dann in einem anderen Blog mal Stellung nehmen.

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Deshalb benutze ich keine Hilfsmittel

Vorweg etwas zu dem Thema. Ich weiss, dass dieses Thema kontrovers diskutiert wird. Der Folgende Artikel widerspiegelt meine Ansicht. Nur weil sie für mich richtig ist, heisst es noch lange nicht, dass es für jemand anders auch stimmen muss. Dies einfach als Anmerkung.

Immer wieder mal werde ich gefragt, warum ich eigentlich keine Hilfsmittel nutze. Leute verstehen das oft nicht, weshalb ich mit meinem schleppenden Gang keinen Gehstock oder gar einen Rollstuhl verwende.

Als erstes muss ich dazu sagen, dass mein Gehstil einiges schlimmer aussieht als er ist. Normalerweise habe ich keine Schmerzen und es ist auch keine riesen Qual. Natürlich, nach einem harten Training. bräuchte ich den Heimweg nicht mehr unbedingt, aber ich glaube da bin ich nicht der einzige. 😉 Das ganze wird also von vielen als zu dramatisch eingeschätzt.

Es ist nicht so, dass ich Hilfsmittel nicht kennen würde. Mit 13 Jahren wurde mir sogar mal ein Rollstuhl angepasst. Natürlich sind so Dingers auch durchaus cool. Doch wer laufen kann oder Laufen konnte wird bestätigen dass es niemals das gehen ersetzt. Ich weiss, Rolli Fahrer hören das ungerne, aber ein Rolli ist einfach ein Nachteil! Auch wenn sich in den letzten Jahren vieles getan hat, man stösst immer wieder auf Hindernisse. Sei es die kleine Treppe vor dem Laden oder das Kopfsteinpflaster in der Altstadt. Der schweizerische öffentliche Verkehr hat in den letzten Jahren massiv nachgebessert was Barrierefreiheit anbelangt. Die meisten Orte erreicht man heute ohne fremde Hilfe. Aber man muss dafür oft eine langsamere Verbindung in kauf nehmen. Oder man muss dann doch wieder die Umsteigehilfen buchen. Oder wer ist schon mal im Schnee mit dem Rollstuhl gefahren? Da bin ich jeweils immer ausgestiegen, und habe den Rollstuhl geschoben. 😉

So wäre der Rollstuhl für mich mehr ein Laster als eine Hilfe. Und das merkte ich relativ schnell, und so stand der Rollstuhl mehr oder weniger nur noch rum. Ich habe dann nie wieder so einen beantragt. Aktuell wüsste ich nicht mal wo hin damit. Ich wohne in einem Altbau mit einem schmalen Treppchen vor der Tür. Drinnen gibt es auch relativ hohe Schwellen. Das Ding würde nur rumstehen und als Deko brauch ich kein Rollstuhl.

Mit Krücken ist es so ähnlich. Ich habe meine Hände gerne frei um etwas zu tragen. Ich meine was zusätzlich zu einem Rucksack. Und normalerweise ist für mich das Gehen ohne Hilfsmittel einfacher als mit. Nur im Stehen wären sie mir eine Hilfe, aber da find ich meistens irgend eine Stelle, wo ich mich abstützen kann.

Ihr seht, die Hilfsmittel sind also nicht überall Hilfsmittel. Man sollte sehr genau entscheiden ob etwas Hilft oder nicht. Es gibt für mich aber noch einen anderen Grund, mich davon fern zu halten.

Ich bin ein Verfechter der Theorie, dass Hilfsmittel in vielen Fällen der körperliche Abbau und die Verschlechterung der Behinderung beschleunigen. Denn jedes Hilfsmittel nimmt Belastung, und weniger Belastung schwächt den Körper. Deswegen Trainiere ich meinen Körper lieber und mache ein zwei Trainings mehr. als mir Gedanken über Rollstuhl und Barrierefreie Wohnung zu machen. Vielleicht kommt irgendwann der Moment, wo Sport nicht mehr als alternative geht. Doch diesen Moment werde ich so lang wie möglich herauszögern.

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Der beste Lauf seit fast zwei Jahren

Sorry, dass dieser Blog nicht schon vorher kommt. Der Erfolg musste sich erst mal etwas setzen. Am Mittwoch stand für mich Wettkampf an, und wie ich ja bereits in vorherigen Blogs beschrieben habe, hatte ich ein gutes Gefühl. Der Wettkampf fand am anderen Ende der Schweiz (Thun) statt. Das hiess für mich erst mal 2 3/4 Stunden Zug fahren.

Nach drei mal Umsteigen war ich dort. Auch die Anmeldung war schnell gefunden. Dann die Überraschung, ich bin gar nicht auf der Liste, obschon ich mich online angemeldet habe. Zum Glück konnte man sich nachmelden. Ich war auch nicht der Einzige, dem es so erging. Jetzt hatte ich erst mal noch etwas Zeit. Startnummer montieren, Leute Begrüssen die ich kenne und wie immer, Fragen beantworten.

Eine Viertelstunde vor dem Start war Appell. Da wird man in die Serie eingeteilt, und bekommt die Bahn zugewiesen. Da es sehr warm war, entschied ich mich für ein kurzes Warmup. Vor dem Appell nur kurz etwas koordinativ und nach dem Appell noch mal etwas aufheizen.

Wie meist war ich in der letzten Serie bei den aktiven. Serie 5. Da vergehen noch mal ein paar Minuten zum Start. Die Zeit nutzte ich, um die neuen Muskelgruppen noch mal zu stimulieren. Sie reagieren relativ schnell. Dann das übliche Startritual. „Auf eure Plätze…“ Da bin ich wieder… in der Startposition, Rechts von mir die Zuschauertribüne, hinter mir die Lautsprecher die gleich den Startschuss geben werden und 100m weiter vorne das Ziel. Den Blick auf den Boden gerichtet und voll konzentriert.

FERTIG!… PAFF(Startschuss) und ich komm im ersten Moment nicht weg. Nicht schon wieder denke ich. Ich verlor ungefähr eine halbe Sekunde. Nach einem kleinen Verstolperer in den ersten 10 Metern komme ich gut ins rennen. Ich spüre wie die neuen Muskelgruppen mitarbeiten. Über die 50m und ich hatte ordentlich tempo. über die 70m und es verkrampfte noch nichts. Nur in den letzten Meter baute ich noch etwas ab. Über die Ziellinie und dieses mal musste ich anschliessend auch die Bremse einlegen.

Geiler Lauf dachte ich für mich. Kurze Zeit später das Resultat 31.74 Saisonbestzeit. 4 sec schneller als vor zwei Monaten. Zum Ersten mal fällt nun auch die Zeit, und bestätigt, was ich seit zwei Wochen vermute. Und das beste, ich weiss, da ist noch jede Menge Luft nach oben. Denn die Kadenz war noch tief und die neuen Muskelgruppen sind noch weit von einer guten Koordination entfernt.

Vermutlich können sich nur wenige vorstellen, was dieser Lauf für mich bedeutet. Es ist nicht einfach nur eine Zeit, sondern eine Bestätigung dass mein Plan aufgeht. Für dieses Erlebnis habe ich jetzt über ein halbes Jahr gekämpft, gelitten und gezweifelt. Nun weiss ich, das ich auf dem richtigen Weg bin.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was das für eine Motivation für mich gibt. Ich beginne immer mehr dran zu glauben, dass die Cerebral Parese eben doch besiegbar ist. Wenn das so weiter geht, dürfte meine PB nicht mehr lange überleben, aber ich bin realistisch genug, dass nach den Höhenflug auch wieder mal Tiefs kommen. Nur mit dem Erfolg im Gepäck, ist es leichter da durchzukommen.

Ich möchte diese Gelegenheit noch mal nutzen, um all denen zu danken, die mich zum Comeback 2018 bewegt haben. All die jenen, die mich anfeuern. oder mir direkt Zuspruch geben. Alle die mein Blog lesen und alle sonstigen Fans. Das ist für mich sehr wichtig.

Nächste Woche bin ich wieder am Start, dann in Notwil. Mal sehen ob dann schon eine hohe 20er Zeit laufen kann.

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Ich will es einfach immer noch nicht glauben!

Heute war das letzte Training vor dem Wettkampf in Thun. Ab jetzt heisst es schonen und Energie tanken. Aber kann ich überhaupt ruhig sitzen bis am Mittwoch Abend? Noch vor sieben Monaten wäre mir das locker gelungen. Aber heute wird das eine echte Herausforderung.

Ich habe ein super Gefühl. Nicht im Hinblick auf den kommenden Wettkampf am Mittwoch, sondern auf die längerfristige Zukunft. Die Veränderungen werden immer präsenter. Das Gehen fühlt sich anders an, bestimmt sieht es noch nicht anders aus aber die Veränderungen sind spürbar.

Eigentlich hätte ich gedacht, dass es mindestens drei Monate dauert, bis die „neuen“ Muskeln in die Koordination einfinden. Nun scheint das schon innert Monatsfrist zu geschehen. Natürlich, bis die Koordination im Sprint besser wird, dauert es noch mal eine Weile. Aber es geht alles schneller als gedacht.

So warte ich gespannt auf den Wettkampf morgen in Thun. um 19:00 stehe ich am Start. Ich erwarte keine PB, schliesse sie aber auch nicht mehr aus. Ich will es einfach noch nicht glauben, dass ich es tatsächlich geschafft habe, 37 jährige, nahezu inaktive Muskeln zu aktivieren.

Es wird viel zu viel mit den Hoffnungen von Behinderten und deren Eltern gespielt. Viel zu oft wurden schon „Wunder Therapien“ angepriesen. Ich will das nicht tun. Dennoch haben die Trainings in den letzten Monaten gezeigt, dass die Cerebralparese nicht so unantastbar ist wie man annahm. Auch die Einstellung dass man Entwicklungsschritte nur im Kindes- und Jugendalter machen kann, scheint nicht zu stimmen. Bereits schon das ist ein grosser Sieg für mich und jetzt kämpfe ich gerade noch mehr. Danke für alle die mich unterstützen!!!

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Start in die Woche

„Ich hasse Montag Morgen“, werden viele von euch sagen. Ich nicht unbedingt. Denn wir können ja immer arbeiten und haben nicht so die strikte fünf Tage Woche. Dennoch startet auch bei uns die Woche am Montag. Computer starten, Vereinschat an, und es kann losgehen.

Der Chat ist wie gesagt so ein bisschen unser virtuelles Office. Das „Guten Morgen“ kommt dieses mal von Marc um 06:19. Es geht ähnlich zu und her wie in einem richtigen Büro. Wir besprechen erst mal was heute alles so zu tun ist, und dann geht es an die Arbeit. Marc hat übrigens jetzt auch einen Blog.

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Bei geht es dann erst mal in den Dorfladen. Schon praktisch, wenn der quasi um die Ecke ist. Hungrig starte ich nicht in den Tag, und schon gar nicht in die neue Woche. Das macht keinen Spass.

Diese Woche stehen wieder einiges an Arbeiten an. Ich möchte endlich mal ein Logo für den Verein gestalten. Dafür habe ich mir extra zumindest mal für einen Monat die Adobe Creative Cloud geholt. Illustrator und PhotoShop hab ich schon auf dem Rechner. Allerdings muss man sich auch erst in die Programme einarbeiten.

Neben den kreativen Sachen gibt es auch noch rechtliche Angelegenheiten zu klären. Dazu zählt auch das Thema Arbeitsverträge. Denn wir wollen ja früher oder später auch Leute anstellen. Dazwischen sind natürlich auch noch Trainings und ein Wettkampf.

Mit einem Stapel an Arbeiten startet also auch bei mir die Woche. Und auch ich mag nicht alles was da auf dem Stapel liegt. Aber ich arbeite für etwas, was mir Freude bereitet. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb ich Montag Morgen nicht hasse.

Und wie startet ihr in Eure Woche?

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