Ich will es einfach immer noch nicht glauben!

Heute war das letzte Training vor dem Wettkampf in Thun. Ab jetzt heisst es schonen und Energie tanken. Aber kann ich überhaupt ruhig sitzen bis am Mittwoch Abend? Noch vor sieben Monaten wäre mir das locker gelungen. Aber heute wird das eine echte Herausforderung.

Ich habe ein super Gefühl. Nicht im Hinblick auf den kommenden Wettkampf am Mittwoch, sondern auf die längerfristige Zukunft. Die Veränderungen werden immer präsenter. Das Gehen fühlt sich anders an, bestimmt sieht es noch nicht anders aus aber die Veränderungen sind spürbar.

Eigentlich hätte ich gedacht, dass es mindestens drei Monate dauert, bis die „neuen“ Muskeln in die Koordination einfinden. Nun scheint das schon innert Monatsfrist zu geschehen. Natürlich, bis die Koordination im Sprint besser wird, dauert es noch mal eine Weile. Aber es geht alles schneller als gedacht.

So warte ich gespannt auf den Wettkampf morgen in Thun. um 19:00 stehe ich am Start. Ich erwarte keine PB, schliesse sie aber auch nicht mehr aus. Ich will es einfach noch nicht glauben, dass ich es tatsächlich geschafft habe, 37 jährige, nahezu inaktive Muskeln zu aktivieren.

Es wird viel zu viel mit den Hoffnungen von Behinderten und deren Eltern gespielt. Viel zu oft wurden schon „Wunder Therapien“ angepriesen. Ich will das nicht tun. Dennoch haben die Trainings in den letzten Monaten gezeigt, dass die Cerebralparese nicht so unantastbar ist wie man annahm. Auch die Einstellung dass man Entwicklungsschritte nur im Kindes- und Jugendalter machen kann, scheint nicht zu stimmen. Bereits schon das ist ein grosser Sieg für mich und jetzt kämpfe ich gerade noch mehr. Danke für alle die mich unterstützen!!!

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Start in die Woche

„Ich hasse Montag Morgen“, werden viele von euch sagen. Ich nicht unbedingt. Denn wir können ja immer arbeiten und haben nicht so die strikte fünf Tage Woche. Dennoch startet auch bei uns die Woche am Montag. Computer starten, Vereinschat an, und es kann losgehen.

Der Chat ist wie gesagt so ein bisschen unser virtuelles Office. Das „Guten Morgen“ kommt dieses mal von Marc um 06:19. Es geht ähnlich zu und her wie in einem richtigen Büro. Wir besprechen erst mal was heute alles so zu tun ist, und dann geht es an die Arbeit. Marc hat übrigens jetzt auch einen Blog.

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Bei geht es dann erst mal in den Dorfladen. Schon praktisch, wenn der quasi um die Ecke ist. Hungrig starte ich nicht in den Tag, und schon gar nicht in die neue Woche. Das macht keinen Spass.

Diese Woche stehen wieder einiges an Arbeiten an. Ich möchte endlich mal ein Logo für den Verein gestalten. Dafür habe ich mir extra zumindest mal für einen Monat die Adobe Creative Cloud geholt. Illustrator und PhotoShop hab ich schon auf dem Rechner. Allerdings muss man sich auch erst in die Programme einarbeiten.

Neben den kreativen Sachen gibt es auch noch rechtliche Angelegenheiten zu klären. Dazu zählt auch das Thema Arbeitsverträge. Denn wir wollen ja früher oder später auch Leute anstellen. Dazwischen sind natürlich auch noch Trainings und ein Wettkampf.

Mit einem Stapel an Arbeiten startet also auch bei mir die Woche. Und auch ich mag nicht alles was da auf dem Stapel liegt. Aber ich arbeite für etwas, was mir Freude bereitet. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb ich Montag Morgen nicht hasse.

Und wie startet ihr in Eure Woche?

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Anstrengende Trainingsphase

Ich bin im Moment in einer ziemlich anstrengenden Trainingsphase. Körperlich gehe ich an die Limite. Letzthin machte ich innert 24h 800 Höhenmeter und 40km. Heute steht das Training noch aus, und morgen Abend geht dann der Spuk mit dem Koordinativtraining zu Ende.

Dann habe ich erst mal zwei Tage Pause. Am Mittwoch heisst es dann für mich los Richtung Thun. Denn um 19:00 Starte ich über 100m am Nationalen Abendmeeting am Start. Dafür nehme ich mir am Nachmittag frei.

Die Koordination wird langsam besser. Aber es braucht Zeit. Was mir aktuell ein bisschen Sorgen macht, ist das linke Knie. Es sticht manchmal so ganz punktuell. Vorwiegend dann wenn ich gut laufe. Kan sein, dass das eine alte Sportverletzung ist. Ich hatte 2006 mal bei einer Start-Reaktionsübung einen ziemlich hässlichen Knieverdreher.

Mal sehen wie sich das weiter entwickelt. Ich hoffe, die Knieprobleme legen sich wieder etwas. Am Start von Thun wird mich das aber wohl kaum abhalten. Eigentlich wollte ich in Thun Campen, da aber noch Meetings (Arbeit) anstehen, habe ich kaum dafür Zeit. Und für einen Tag Zelt auf und abbauen ist auch etwas übertrieben.

Ich bin sehr auf das Resultat in Thun gespannt. Schlagen sich die Änderungen schon in den Zeiten nieder? Wir werden es sehen. Ich freue mich auf jeden Fall, und erwarte mein dritter Wettkampf mit Freude und Spannung.

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Update, Sport

Am Anfang steht meistens ein Traum, eine Vision, unerreichbar fern aber stark genug um sich auf den Weg zu machen. Dann kommt das loswandern ohne die Hoffnung, das Ziel je zu erreichen. Doch während man wandert merkt man oft gar nicht, wie das Ziel näher Rückt.

Mein Ziel „Normal Gehen“ ist eigentlich unmöglich, und in den letzten Monaten hatte ich oft das Gefühl, mein Umfeld glaubt mehr daran, als ich selbst. Ich hatte mich auf vieles eingestellt als ich erneut das Spielfeld betrat, um gegen die Behinderung anzutreten. Ich war auf manches vorbereitet, auf einen langen, harten Kampf, auf mühselige trainings, und lange Durststrecken. An alles dachte ich… ausser den schnellen Erfolg.

Klar, es ist noch viel zu früh um zu Jubeln. Trotzdem, ich schaffte es in zwei Monaten Veränderungen im Laufen herbei zu führen, und die scheinen nun auch zu bleiben. Das Abnützungsbild der Schuhe hat sich komplett geändert. Neue Muskelgruppen sind im Einsatz, und binden sich auch schon immer besser in den Bewegungsablauf ein. Und das alles in 2 Monaten!

All die Träume und Hoffnungen, sie kommen ein gutes Stück näher. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob es möglich ist, sondern WAS möglich ist. Die Reise geht weiter, und sie wird spannender denn je. Danke allen, für das Daumen drücken, anfeuern, usw.

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Blog 19 – Ich suche Seiten für einen Gegenlink

Der Morgen gestern startete für mich mal nicht so früh. 7:00 Uhr war ich wach. Erst mal Frühstücken, dann an die Arbeit. Wie immer, die Vefko ruft. Ich arbeitete an nichts speziellem, zumindest nichts etwas, was hier zu erwähnen wäre.

Danach geht es nach draussen. Ich muss noch ein Training machen. Das letzte vor der Pause. Es war ok, allerdings merkte ich mein linkes Knie. Ich war jedenfalls froh, als das Ganze nach zehn Kilometer und 200 Höhenmeter vorbei war. Endlich die wohlverdiente Trainingspause.

Doch die Arbeiten im Büro gehen weiter. Es ist wieder Sommerzeit, und da ist es nicht so toll, im schönen Wetter drinnen zu sitzen. Aber wer voran kommen will, muss eben was tun.

Ich weiss nicht, ob das Euch auch so geht. Jeden Sommer wird es wieder warm im Haus. Ich hasse das. Obschon, ich habe es eigentlich noch gut. Ich lebe im untersten Stock in einem Altbau mit einem Meter dicken Aussenmauern. Das bleibt relativ lange kühl. Aber gegen Ende des Sommers helfen dann auch die Mauern nichts mehr.

Ich werde jetzt versuchen, jeden Tag um 17:00 einen Blog hochzuladen. In dem ich einfach so ein bisschen frei von der Leber erzähle. Ich habe mir das von den Daily Vloggern auf YouTube abgeschaut. Ob das in Schriftform auch funktioniert, werden wir dann sehen. Andere Blogs wie der „Stützradkrimi“ oder so kommen noch zusätzlich dazu.

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach anderen interessanten Blogs für einen gegenseitigen Linktausch. Meine Themen sind Sport, Behinderung, IT-Projekte, und Motivation. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr mich gerne anschreiben.

Ja, der Donnerstag war nicht so ein spannender Tag, und daher endet dieser Blog auch schon. Wer weitere Blogs nicht verpassen will, abonniert mich. Das Kästchen dazu ist auf der rechten Seite. Tschüss bis morgen um 17:00 Uhr.

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Blog 18 – Grossraumbüro SBB

Am Mittwoch Morgen startete mal wieder alles mit einem Morgentraining. Wie meist schon früh vor sechs Uhr. Es war eher ein Durchschnittstraining. Irgendwie bin ich schon etwas ausgelaugt. Die Trainingswoche, die am Sonntag startete, war anstrengend. Nach einer Stunde war das Ganze dann auch geschafft.

Weiter ging es im Büro, Bloggen und arbeiten für die Vefko. Bald haben wir die 20’000 Views und dieses Jahr ist bereits jetzt das Zweitbeste. Natürlich ist das grösstenteils der Tour geschuldet. Trotzdem bin ich auch jetzt so auf einem Schnitt von 20 – 30 Views pro Tag. Übrigens, wer keine Blogs mehr von mir verpassen will, kann den Blog abonnieren. Die Box dazu ist auf der rechten Seite.

Am Abend hiess es dann für mich, noch mal zum Training antreten. Mit dem Zug nach Zürich. Die ein stündige Fahrt nutze ich des öfteren zum Arbeiten. Da bin ich nicht der einzige. In der Schweiz ist das schon bei vielen Firmen Unternehmensstrategie. Reisezeit gleich Arbeitszeit, so zahlt sich die etwas längere Fahrzeit mit dem öffentlichen Verkehr plötzlich auch aus.

Ist irgendwie schon komisch… vor Jahren sagte mir mal ein Sunnie (so nannten sie die Mitarbeiter der Firma SUN Microsystems): „Als Programmierer landest du irgendwann im Management.“ Damals wollte ich ihm das nicht so recht glauben, aber wenn ich schaue, was ich heute so tue. Irgendwie alles, nur keinen Code schreiben.

Als ich Vefko startete, stellte ich mir das noch etwas anders vor. Es ist verrückt, wie viel Arbeit so ein Projekt macht, die keiner sieht. Vom Sponsoren suchen über Marketing bis hin zu rechtlichen Aspekten ist da alles dabei. Wer meint, mit programmieren alleine ist es getan, irrt sich gewaltig. Es hat schon manche gute Software gegeben die wegen dem schlechten Umfeld sich nie durchsetzen konnte und umgekehrt.

Das Training war nach einer Stunde auch vorbei. Das Koordinationstraining war dringend nötig. Da am Montag die Anlage geschlossen hatte, fehlte mir eines dieser Training. Wie ich ja bereits in früheren Blogs schrieb, Spass machen diese Trainings nicht. Ich bin wirklich froh, wenn am Donnerstag die Trainingswoche endlich zu Ende geht.

Irgendwann in der Nacht kam dann auch ich nach Hause und so ging auch ein weiterer Tag von mir zu Ende. Und wir lesen uns wieder, morgen um 17:00 Uhr

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Blog 17 – Eine ToDo Liste für Vereine?

Irgendwann letzte Woche hatte Marc und ich ein Gespräch. Wir sprachen darüber, was wir alles noch tun müssen, um richtig an den Start zu gehen. Ihr kennt das bestimmt alle, man glaubt: „Ja ist bestimmt nicht mehr so viel“, und dann ist es doch noch deutlich mehr.

So ähnlich ging es uns auch, und plötzlich meinte
Marc: „Wir brauchen eine ToDo Liste.“
Ich: „Das wäre nicht schlecht.“
Marc: „Ich programmiere schnell eine.“

Über das Wochenende war ich zum grossen Teil offline. Einerseits hatte ich Wettkampf, und andererseits ruhte ich mal richtig aus. Am Montag schrieb mich Marc auf dem Chat an: und gab mir einen Link. Darauf war folgendes:

 

Todoliste_Vefko

Eine sehr frühe Alpha des ToDo Listen Tools

 

Irgendwie merkten wir dann gleich, dass das auch andere Vereine brauchen könnten. Es gibt ja immer jede Menge zu organisieren und dieses Tool könnte dabei helfen. Was haltet ihr von der Idee?

Natürlich braucht es noch einiges zur „Produktreife“ aber es ist mal einen Anfang.

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